Montag, 8. August 2022

Die Maya in Mittelamerika: Hochkultur, Untergang und Fortleben

Die Maya sind ein Volk in Mesoamerika mit einer fantastischen Geschichte. Erfahre mehr von dem Volk, von dem heute noch 6,1 Millionen in den Staaten Mittelamerikas leben.

Das Volk der Maya hat in Mittelamerika zahlreiche Städte hinterlassen. Diese sind oft vom Dschungel überwuchert und in Vergessenheit geraten. Viele dieser Städte sind entdeckt und freigelegt worden.

Die Ruinen von Cobá in Mexiko - überwuchert vom Dschungel
Unter dem Dschungel liegen die Ruinen von Cobá
Die Maya sind ein Volk, das im Mittelamerika vor der Ankunft der Europäer eine Hochkultur hervorgebracht hat. Erste archäologische Funde in Belize, die den Maya zuzurechnen sind, konnten auf 2000 v.Chr. datiert werden.

Von dort breiteten die Maya sich nach Norden aus. Etwa um 1500 v.Chr. wurde die Stadt Lamanai gegründet. Diese Stadt wurde ca. 3000 Jahre lang bewohnt und wurde um 1500 aufgegeben. In ihrer Hochzeit haben die Maya ganz Mittelamerika in Höhe der Halbinsel Yukatan bewohnt.

Der Anfang vom Ende der Maya: der präkolumbianische Kollaps

Ab 900 kam es zu einem Kollaps ihrer Kultur. Einzelne Städte wurden aufgegeben. Auch kam es zu einem rapiden Rückgang der Bevölkerung. Die Ursachen sind bislang noch nicht geklärt worden. Es gibt Nachweise, dass von Norden her Tolteken nach Yukatan eingedrungen sind. Das spricht für Feinde, die der Kultur der Maya zusetzten. Krankheiten oder Naturkatastrophen können auch eine Rolle gespielt haben. 

Es gibt aber auch "ökologische Erklärungsmodelle," die das Verhältnis von Menschen und Natur untersuchen. Den Maya ging es gut, die Bevölkerung wuchs und wollte ernährt sein. Ackerbau ist in Mittelamerika eine schwierige Sache. Der Boden unter dem Dschungel ist nicht fruchtbar, großflächige Anbauflächen sind nicht möglich. Ab einem gewissen Punkt führt die Landwirtschaft zu Umweltschäden, die der Bevölkerung die Ernährungsgrundlage nehmen. Die NASA hat eine Studie zum präkolumbianischen Kollaps veröffentlicht. Das liest sich recht schlüssig.

Ich persönlich meine, dass man den Anfang vom Ende der Maya nicht nur mit einer Ursache erklären kann. Soweit ich es beurteilen kann, gibt es für alle der genannten Ursachen Belege. Daher meine ich, dass die genannten Aspekte gemeinschaftlich den präkolumbianischen Kollaps herbeigeführt haben dürften.

Die postklassische Zeit, Eroberung durch die Spanier und das Weiterleben der Maya

Maya mit Federschmuck - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Maya mit Federschmuck
Mit dem Kollaps endete die klassische Zeit der Maya. Ihr Volk lebte weiter, auch waren viele Städte noch bewohnt. Diese postklassische Periode dauerte bis zur Eroberung durch die spanischen Konquistadoren. Das Hochland wurde um 1520 unterworfen, Yukatan in den 1540er Jahren. Die letzte Bastion der Maya war im heutigen Guatemala. Petén war die letzte unabhängige Stadt in Mittelamerika, sie wurde 1697 erobert. 

Das bedeutete aber nicht das Ende der Maya als Volk. Es gibt sie bis heute. Etwa 6,1 Millionen Maya leben heute in Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras und El Salvador. Sie leben oft vom Maisanbau. Einige finden aber auch im Tourismus ihr Auskommen. Sie versuchen, die Kultur ihrer Vorfahren lebendig zu machen. Ihr Anliegen ist dabei, die Reisenden zu unterhalten. Ich bin mir nicht sicher, ob historische Korrektheit da eine große Rolle spielt.

Versunkene Städte der Maya beeindrucken die heutigen Menschen

Auf meinen Reisen hatte ich die Gelegenheit, zwei dieser versunkenen Städte zu besuchen. Sie haben mich sehr beeindruckt. Der Dschungel hat sie zurück erobert. 

Auf dem Foto oben rechts seht Ihr den Dschungel bei Cobá in Mexiko. Ein Teil der Anlage ist freigelegt und für Touristen zu besichtigen. 

In Belize lockt die Ausgrabungsstätte von Lamanai. Auch hier gibt es viel zu sehen, auch wenn der Dschungel noch einiges der ehemaligen Stadt bedeckt. Die Besonderheit in Lamanai war, dass ich (als Tourist) den letzten Teil des Weges zum Gelände auf dem Boot zurück gelegt habe. Das war schon ein Abenteuer.

In den nächsten Monaten werde ich ab und an auch von den Maya in Mittelamerika berichten. Hier gibt es viel zu entdecken. Auf dem Foto seht Ihr die Spitze einer Pyramide, die aus dem Dschungel hervorlugt. Was darunter ist, erfahrt Ihr später hier im Blog.

Freitag, 5. August 2022

Fliegt mit der Drohne auf dem Neroberg in Wiesbaden - die Genehmigung ist einfach und kostenlos zu bekommen

Wiesbaden, der Neroberg: ein toller Ort um die Drohne aufsteigen zu lassen. Die notwendigen Genehmigungen zu bekommen ist sehr einfach und kostenlos möglich.

Wer in Wiesbaden mit der Drohne fliegen möchte, sollte einen Aufstieg auf dem Neroberg in Betracht ziehen.

Drohne vor dem Nerobergtempel - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Drohne vor dem Nerobergtempel
Der liegt zwar in der Innenstadt, wo das Fliegen eigentlich nicht erlaubt ist. Praktisch ist es aber kein Problem, eine Aufstiegsgenehmigung für die frühen Morgenstunden zu bekommen. 

Die notwendigen Genehmigungen zu bekommen, ist ganz einfach. Du musst zwei Anträge stellen, und zwar bei

1. der Stadt Wiesbaden und
2. den amerikanischen Behörden.

Gebühren für die Aufstiegsanfrage verlangen weder die Stadt Wiesbaden noch die amerikanischen Behörden. Für Dich ist das also kostenlos. 

Dass man die Stadt um Erlaubnis bitten muss, liegt nahe. 

Aber weshalb die amerikanischen Behörden? Das liegt am nahen Militärflughafen von Erbenheim und wohl auch an den Einrichtungen des US-Militärs in Wiesbaden selbst. 

In der Nähe eines Flughafens und militärischer Einrichtungen darf man die Drohne nicht aufsteigen lassen. 

Luftbild Wiesbadens vom Neroberg aus, aufgenommen mit einer Drohne - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Luftbild Wiesbadens vom Neroberg aus
Das liegt nicht nur einer Gefährdung des Luftverkehrs, die von Drohnen in der Nähe eines Flughafens ausgehen kann. Es liegt auch daran, dass die Drohnenkameras prinzipiell auch gute Spionagegeräte sind. Kein Militär der Welt ist begeistert, wenn irgendwelche Kameras von ihnen unbekannten Personen ihre Einrichtungen von oben fotografieren.

Ich kann das alles gut nachvollziehen. Daher ist es für mich auch überhaupt kein Thema, vorher zu fragen wenn ich auf dem Neroberg fliegen möchte.

So beantragst Du in Wiesbaden die Aufstiegserlaubnis für Deine Drohne 

Wie das praktisch läuft, ist auf der Homepage der Stadt Wiesbaden sehr gut beschrieben.

Du musst zwei E-Mails schreiben:
Ich habe die beiden Formulare verlinkt, die Du ausfüllen musst. Letzten Endes ist in beide das Selbe einzutragen. 

Wichtig: Du musst sowohl einen Drohnenführerschein als auch eine Haftpflichtversicherung für die Drohne haben. 

Dann sind Aufstiegserlaubnisse bis 120 m auf dem Neroberg kein Problem. Bitte frage einige Tage vorher an. Spontanerlaubnisse von zwei Behörden zu bekommen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Fotografieren und Filmen mit der Drohne über Wiesbaden 

Respektiere die Privatsphäre anderer Menschen. Das ist wichtig, jeder von uns möchte im privaten Bereich ja auch nicht gestört werden. 

Ist die Drohne 80 m hoch oder höher, gibt es da kein Problem. Was unten passiert, ist nicht mehr zu erkennen. 

Wenn Du Videos vom Drohnenflug machst und diese z.B. auf Deinem YouTube Kanal einstellst, dann sollte (außer Dir selbst) keiner auf dem Video zu sehen sein, der damit nicht ausdrücklich einverstanden ist. 

Die beste Zeit für den Drohnenaufstieg am Neroberg 

Die Stadt erteilt Aufstiegserlaubnisse nur, wenn eine Gefährdung von Fußgängern auf dem Neroberg ausgeschlossen ist. Mein Tipp: morgens um 7 Uhr (in der kalten Jahreszeit: kurz nach Sonnenaufgang) ist eine prima Zeit. Da hatte ich bislang kein Problem, eine Aufstiegsgenehmigung zu erhalten.


Montag, 1. August 2022

Das Kolosseum in Rom

Der Prototyp aller Amphitheater im Römischen Reich war das Kolosseum in Rom.

Das Kolosseum in Rom - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden)
Das Kolosseum in Rom
Im gesamten Imperium Romanum gehörten solche Amphitheater zur Mindestausstattung einer Siedlung oder Militärgarnision. Das können wir in Deutschland zum Beispiel in Xanten sehen (z.T. wieder aufgebaut) oder im Kohortenkastell Arnsburg / Alteburg in der Nähe von Lich (man sieht in der kalten Jahreszeit die Umrisse am Boden.

DAS Amphitheater im römischen Reich war das Kolosseum in Rom.

Es steht noch heute und ist ein wahrhaft beeindruckender Bau. Bis heute ist es das größte Amphitheater, das jemals auf der Erde errichtet worden ist. 

Der Grund und Boden, auf dem das Kolosseum steht, gehörte zuvor Kaiser Nero. Hier hatte er seinen Palast, die Domus Aurea.

Nach Neros Tod gab sein Nachfolger Vespasian das Gelände demonstrativ der Öffentlichkeit zurück. Das Kolosseum wurde zwischen 72 und 80 n. Chr. erbaut. Zur Einweihung gab es ein großes Fest mit Spielen über 100 Tage.

Finanziert wurde der Bau unter anderem mit der Beute aus dem Jüdischen Krieg. Vermutlich hat der Kaiser den im Jahr 70 geplünderten Schatz aus dem Tempel in Jerusalem dafür verwendet. 

Als Arena war das Kolosseum fast 450 Jahre in Betrieb. Bei den Spielen kamen zahllose Menschen und Tiere ums Leben. Spiele, bei denen Menschen getötet wurden, sind zu Beginn des 5. Jahrhunderts verboten worden. Die letzte Tierhetze im Kolosseum ist für 523 aus Quellen belegt. 

Sonntag, 24. Juli 2022

Santorin: Besucht einen Winzer - zum Beispiel Santo Wines in Pyrgos oder Vassaltis in Vourvoulos

Auf Santorin gibt es Weine, die nirgendwo anders angebaut werden. Besucht einen der Winzer auf der Insel, kostet seine Weine und habt eine schöne Zeit!

Wein gehört in Griechenland irgendwie immer mit dazu. Das gilt erst Recht für Santorini. Denn dort gibt es Weine, die sonst nirgendwo angebaut werden, zum Beispiel Vinsanto.

Santorin: Wein bei Sonnenuntergang an der Caldera genießen - Foto von F. Roland A. Richter - www.frar.com
Wenn Du auf Santorin bist, solltest Du den griechischen Wein nicht nur trinken. Besuch doch mal einen Winzer, probiere seine Weine vor Ort und nimm Dir eine Flasche von dem mit, der Dir am besten schmeckt.

Das ist ganz einfach. Du musst nur hinfahren. Die meisten Winzer haben einen kleinen Hofladen, wo man auch alles rund um den Weinanbau erklärt bekommt. 

Der Weinkeller von Santo Wines in Pyrgos auf Santorini - Foto von F. Roland A. Richter - www.frar.com
Der Weinkeller von Santo Wines in Pyrgos
Mein Tipp: Fahrt mal bei Santo Wines in Pyrgos vorbei. Mir hat es dort gut gefallen. Santo Wines  ist eine Winzergenossenschaft, deren Hofgeschäft sehr gut auf Gäste eingestellt ist. Auf Wunsch bekommt man die unterschiedlichen Weinsorten sehr gut erklärt. Man kann seinen Wein am Kraterrand mit Blick über die Caldera. Selbst wenn man kein Wein-Enthusiast ist, lohnt der Besuch hier auf jeden Fall. 

Recht neu im Geschäft ist Vassaltis in Vourvoulos. Der Besitzer, Yannis Vassaltis ist ein Kind der Insel, beruflich war er aber in der Finanzwirtschaft in Großbritannien tätig. Yannis hatte von seinem Vater einige Weinberge geerbt. Sein Ziel war, die Weinberge seiner Familie in ein modernes Boutique-Weingut zu verwandeln. Die hohe Qualität des auf Santorin angebauten Weines sollte in ihm zur Geltung kommen. 2016 war der Neubau des Weinguts abgeschlossen und es ging los. Heute kann man hier nicht nur Wein bekommen, sondern 

Es gibt viele andere Winzer auf Santorin, die ebenfalls einen Hofladen haben oder zumindest auf Besucher eingestellt sind. Frag in Deinem Hotel oder such bei Google. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Freitag, 22. Juli 2022

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende

Wie romantisch: Der Mond geht über der Bucht von Kokkari auf. Mit diesem Bild geht die Arbeitswoche zu Ende. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Der Mond über der Bucht von Kokkari - Foto von Birgit Bauer
Der Mond über der Bucht von Kokkari
Foto von Birgit Bauer

Donnerstag, 21. Juli 2022

Die Kirche des Heiligen Georg in Oia (Santorini)

Oia auf Santorin: Die Kirche Agios Georgios

Agios Georgios. Der Heilige Georg. Das ist der Name der Kirche in Oia auf Santorin, die Du auf dem Foto siehst.
Die Kirche des Heiligen Georg in Oia -  Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Die Kirche des Heiligen Georg in Oia

In der orthodoxen Kirche gibt es mehrere Heilige mit dem Namen Georg. Diese Kirche ist dem berühmtesten Georg gewidmet: Dem Drachentöter.

Diese Kirche ist eine der beiden Pfarrkirchen von Oia. Sie wurde im frühen 19. Jahrhundert erbaut.

Sie wird auch "Perivolas" genannt. So heißt das Viertel von Oia, in dem sie steht. Eine weitere Bezeichnung ist "Apanomeritis", da Oia früher Apano Meria genannt wurde. 

Die Kirche beherbergt eine Ikone des Heiligen Georg, die ursprünglich aus Konstantinopel stammt. Sie wurde 1869 versilbert. 

Beim großen Erdbeben von 1956 ist die Kirche fast dem Erdboden gleichgemacht worden. In den Jahren 1966-67 man man sie wieder aufgebaut und vollständig restauriert. Möglich war dies durch die Großzügigkeit eines Reeders, Herrn Loukas Nomikos. Im Hof der Kirche steht eine Büste dieses großzügigen Spenders.

Mittwoch, 20. Juli 2022

Update zum Waldbrand in Attika

Heute früh habe ich vom Waldbrand östlich von Athen berichtet und dazu auch einige Fotos veröffentlicht. Leider ist die Lage viel schlimmer, als zunächst gedacht.

Der Waldbrand von Vrilissia aus gesehen - Foto von Kleopatra Kyparissidou
Der Waldbrand von Vrilissia aus gesehen
Foto von Kleopatra Kyparissidou
Die Athener Morgenzeitung Kathimerini berichtet ausführlich. Das Feuer bei Penteli hat Häuser und Fahrzeuge vernichtet. Bitte klickt auf den Link. Hier seht Ihr viele aktuelle Fotos aus der Gegend.

Leider sind auch andere Orte in der Region betroffen. Die Einsatzkräfte geben alles, um die Kontrolle um die Situation zu erlangen.

Besonders tragisch ist das Schicksal eines Mannes, der sein Haus an die Flammen verloren hat. Er ist schon 80, und hatte in Jahren davor schon Häuser durch Waldbrände verloren. Er hat die Situation nicht mehr ausgehalten und sich das Leben genommen. 

Die aktuelle Entwicklung könnt Ihr auf den Seiten von Kathimerini verfolgen. Wenn Ihr mit dem Computer online seid, könnt Ihr Euch deren Berichte auf Deutsch übersetzen lassen (Rechtsklick mit der Maus, dann "in Deutsch übersetzen" anklicken).