Samstag, 22. Januar 2022

Handbuch Verkehrsrecht: Die 7. Auflage ist erschienen

Das Handbuch Verkehrsrecht jetzt in 7. Auflage erschienen. In den früheren Auflagen hieß es noch "Handbuch des Fachanwalts Verkehrsrecht". Der neue Titel trägt meiner Meinung nach dem Umstand ganz hervorragend Rechnung, dass dieses Buch mehr ist als ein Nachschlagewerk "nur" für Rechtsanwälte. Alle, die im Bereich des Verkehrsrechts tätig sind, finden in ihm eine wertvolle Unterstützung für die eigene Arbeit.

In der 7. Auflage bin ich wieder mit dabei. Gemeinsam mit Dr. Ulrich Staab bin ich Autor des Kapitels zum Versicherungsbetrug. 

In der Kfz-Versicherung spielt Betrug in jedem zehnten Schadensfall eine Rolle. Die häufigste Konstellation ist, dass es zwar einen realen Schaden gibt - der ist aber nicht versichert. Auch gibt es viele Schäden, die viel höher dargestellt werden, als sie tatsächlich sind. Nur 5% sind vorgetäuschte Schäden, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Und in weniger als 1% der Betrugsfälle wurden Schäden absichtlich herbeigeführt, um an eine Versicherungsleistung zu gelangen. 

Aus Sicht der Versicherungsunternehmen ist Betrug kein Kavaliersdelikt. Denn das Geld, das in die Taschen der Betrüger fließt, muss von den ehrlichen Versicherungskunden aufgebracht werden. 

Insgesamt handelt es sich um ein sehr konfliktträchtiges Arbeitsgebiet. Niemand sieht sich gerne einem Betrugsverdacht ausgesetzt. Zudem bewerten viele Leute den Betrug gegenüber einer Versicherung nicht als schlimm.

Ich finde dieses Arbeitsgebiet spannend, weil jeder Fall anders ist. Und nicht jeder Fall, bei dem es Indizien für einen Betrug gibt, ist am Ende einer. Juristen, die mit Betrugskonstellationen in Fahrzeugschäden befasst sind, sollten mit unserem Kapitel eine gute Unterstützung bei der Bearbeitung ihrer Fälle finden.

In den Auflagen 1 bis 6 stammte aus meiner Feder noch das Kapitel zum Fahrzeugschaden. Ich habe es in die guten Hände von Inka Pichler abgegeben. 

Samstag, 15. Januar 2022

Drohnenflug bei Schnee

 Anfang Januar hat es bei uns geschneit. Ich bin raus aus der Stadt und über einer verschneiten Wiese mit meiner Drohne geflogen.


Dazu habe ich ein kleines Video gemacht. Viel Spaß wünsche ich Euch beim Anschauen.

Viel bei YouTube mache ich nicht. Wer sich für mehr Videos von mir interessiert, kann ja mal auf meinem Kanal bei YouTube vorbei schauen.


Sonntag, 26. September 2021

Auf zur Regierungsbildung!

Die Wahl ist gelaufen. Eine neue große Koalition wird es nicht geben. CDU und SPD sind auf Liberale und Grüne als Koalitionspartner angewiesen.

Ich kann damit leben. Grüne sorgen für Ökothemen. Liberale dafür, dass die Finanzen nicht aus dem Ruder laufen und die Wirtschaft leben kann. 

Wenn die beiden Parteien es schlau anstellen, ist es egal, ob Laschet oder Scholz Kanzler wird.

#BTW21 - Geht zur Wahl!

Der Pnyx in Athen. Ab 508 v. Chr. (Reformen des Kleisthenes) bis 330 v. Chr. war hier der Ort der Volksversammlung der Attischen Demokratie. Diese hieß Ekklesia, ein Begriff den die Christen später für ihre Versammlungen übernommen haben und aus dem sich in vielen Sprachen das moderne Wort für Kirche ableitet. Das aber nur am Rande. Mit dem Christentum hatte die Nutzung des Pnyx als Ort der Demokratie nichts zu tun, das kam erst später.

Vor 508 v.Chr. fanden die Versammlungen auf der Agora (heute: griechische Agora in Abgrenzung zur neueren römischen Agora) und später im Donysostheater unterhalb der Akropolis statt.

Für Besucher Athens ist der Pnyx ein sehr lohnenswertes Ziel. Man hat nicht nur einen herrlichen Blick über die Stadt, sondern auch auf die gegenüber liegende Akropolis.

Und das Beste ist: das kostet keinen Eintritt. Hier befindet sich heute ein öffentlicher Park. Ich empfehle den Besuch in den Abendstunden, wenn die Sonne nicht mehr so arg scheint.
Die Teilnahme an der Ekklesia war für die Bürger Athens eine selbstverständliche Pflicht und ihr Beitrag zur Demokratie ihrer Polis.
Diesen Umstand nutze ich für einen Schlenker in die heutige bundesrepublikanische Wirklichkeit. Heute findet die Bundestagswahl statt.
Geht zur Wahl, wenn Ihr es noch nicht wart!

Mittwoch, 1. September 2021

Programme der Parteien zur Bundestagswahl 2021

 Am 26. September 2021 finden die Wahlen zum Bundestag statt. Die Parteien haben sich mit ihren Inhalten mächtig ins Zeug gelegt. Der Wahlkampf ist in vollem Gange.

Hier wollen sie rein: Das Reichstagsgebäude in Berlin

Die Programme der im Bundestag vertretenen Parteien die Programme und zweier interessanter Kleinparteien habe ich für Euch rausgesucht:

Die Reihenfolge ist alphabetisch und hat nichts mit meinen politischen Präferenzen zu tun.

Montag, 30. August 2021

Private Krankenversicherung: überlebt sie die nächste Legislaturperiode?

Der Bundestag macht die Gesetze
Die Rente ist meiner Ansicht nach das Schicksalsthema für unsere Demokratie. Dazu haben die Parteien anlässlich der anstehenden Bundestagswahl alle auch etwas zu sagen. Damit möchte ich mich gerne an anderer Stelle auseinandersetzen.

Von den wirklich wichtigen Themen kann man wunderbar durch Scheingefechte ablenken. Ein solches ist die Frage, ob es künftig noch zwei Systeme der Krankenvollversicherung geben soll: gesetzlich oder privat. Oder nur noch ein gesetzliches System, dessen Leistungen man privat durch Zusatzversicherungen erweitern kann. Ein solches System wird als Bürgerversicherung bezeichnet.

Für mich selbst habe ich schon länger entschieden, dass ich mich nicht privat krankenversichere. Ganz bewusst bin ich in der gesetzlichen Versicherung geblieben. Meine Gründe für diese Entscheidung habe ich 2013 in einem Beitrag hier im Blog ausführlich dargelegt. Sie gelten noch heute. 

Das Magazin Versicherungswirtschaft hat vor kurzem auf eine sehr interessante Tendenz hingewiesen. Es spricht einiges dafür, dass die Befürworter einer Bürgerversicherung im nächsten Bundestag die Mehrheit haben werden, um sie einzuführen. Ich bin gespannt, ob sie das auch durchziehen. 

Mittwoch, 25. August 2021

Grüne: Gefahr für die Freiheit der Medien?

Annalena Baerbock ist die Spitzenkandidatin der Grünen. Sie möchte Bundeskanzlerin werden. Die Journalistin Tina Hassel hat sie für die ARD im Sonnerinterview befragt. Für eine ihrer Fragen wurde Tina Hassel in den sozialen Medien heftig angegangen. Ihr wurde der Vorwurf gemacht, sie sei sexistisch vorgegangen. Das wurde Frau Hassel zu viel, sie hat sich auf Twitter öffentlich entschuldigt.

Ich möchte das Interview selbst ausdrücklich nicht bewerten. Aber dass auf Journalisten, die einer beliebten Politikerin kritische Fragen stellen, über soziale Medien derart öffentlich Druck ausgeübt wird, dass sie sich für ihre Frage öffentlich entschuldigen: das geht zu weit. Hier zeichnet sich eine politische Kultur ab, die wirklich gefährlich ist.

Dazu meine ich: Wehret den Anfängen! 

Auf mich hat es den Anschein, dass die Unterstützer der Grünen Partei in den sozialen Medien zur Gefahr für die freie Presse und für kritische Journalisten werden.