Dienstag, 13. September 2022

Lamanai in Belize - Entdeckt die Perle der Mayas im Dschungel am New River

Lamanai in Belize: Eine Hochburg der Maya

Im August habe ich Euch von den Maya in Mittelamerika berichtet. Heute nehme ich Euch mit nach Lamanai in Belize. Dort habe ich faszinierende Tempel gesehen.

Die Maya-Ruinen von Lamanai befinden sich an einer Lagune des New River in Belize. Die Anreise war sehr spanend: Mit dem Boot über einen großen See.


Weißt Du, was der Ortsname Lamanai bedeutet?

Das Wort Lamanai kommt aus der Sprache der Maya. Wir kennen den Namen, weil er von frühen spanischen Missionaren aufgezeichnet wurde. 

Lamanai - Blick über den Dschungel zum New River - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Blick über den Dschungel zum New River
In einer alten Maya-Inschrift ist er als Lam'an'ain dokumentiert. Seine Bedeutung ist untergetauchtes Krokodil.

Der Zusammenhang mit dem New River ist deutlich. Lamanai liegt an dessen Ufer. Und im New River kommen Krokodile vor. Krokodile ziehen ihre Beute gerne unter Wasser, um sie zu ertränken. Die Namensgebung legt nahe, dass es am Anfang der Besiedelung eine Begegnung zwischen Mensch und Krokodil gegeben haben muss, die für die ersten Maya vor Ort sehr unangenehm und gefährlich gewesen sein dürfte. Aber für die Menschen muss es gut ausgegangen sein. Denn sonst hätten sie anderen nicht berichten und sie vor dem untergetauchten Krokodil warnen können. 

Diese Geschichte muss für die ersten Maya in der Region so bedeutsam gewesen sein, dass sie ihre neue Siedlung am Ufer des (heute so genannten) New River danach benannt haben.


Lamanai ist für die Maya eine ganz besondere Stadt

Meiner Meinung nach ist Lamanai etwas ganz Besonderes. Das hat schon mit der bereits geschilderten Entstehung des Ortsnamens zu tun. Aber auch mit dem, was hier nach Entstehung der Maya-Siedlung passiert ist. Lamanai war über gut 3000 Jahre lang durchgehend besiedelt. Auf dem Höhepunkt der klassischen Periode lebten hier um die 20.000 Menschen. Das war etwa um 700 n.Chr. Im Gegensatz zu anderen Orten im südlichen Tiefland wurde Lamanai nicht während des präkolumbianischen Kollaps im 10. Jahrhundert aufgegeben.

Die Maya lebten noch in Lamanai, als die Spanier im 16. Jahrhundert die Gegend unterworfen haben. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts sollen hier Maya gelebt haben. Vom Herrlichkeit der alten Inka-Stadt war zu diesem Zeitpunkt aber kaum mehr etwas übrig. Der Dschungel hatte sich die Stadt zurück erobert.


Sehenswerte Tempel und Pyramiden

In Lamanai gibt es drei sehr berühmte Bauten. Einen Ausschnitt des Masken-Tempels seht Ihr unten auf dem Bild. Dann gibt es den Hochtempel (High Temple) und den Jaguar Tempel. Diese drei Bauten werde ich Euch in den nächsten Monaten hier im Blog vorstellen.


Lamanai ist für mich eine der faszinierendsten antiken Städte der Welt

Roland vor dem Maskentempel in Lamanai

Lamanai gehört damit zu den am längsten durchgehend bewohnten Städten der Maya.

Die meisten Städte der Maya waren aufgegeben worden, als die Spanier im 16. Jahrhundert die Gegend erobert haben. Nicht so Lamanai. 

Im 17. Jahrhundert waren die allermeisten Menschen weg, die Stadt wurde vom umliegenden Dschungel zurück erobert. 

Der Amateurarchäologe Thomas Gann hat die Ruinen 1917 wieder entdeckt. Dann ist erst einmal nicht viel passiert, aber zwischen 1974 und 1988 gab es systematische Ausgrabungen. Seit 2006 läuft ein Programm zur Analyse gefundener Artefakte.

Für mich ist Lamanai eine der faszinierendsten antiken Städte, die ich je gesehen habe. Gewiss, Pompeji in Italien oder Akrotiri auf Santorin sind auch faszinierende Orte, in denen die Antike erhalten geblieben ist. Für mich spielt Lamanai genau in dieser Liga.


Dienstag, 6. September 2022

Touristen in Rom und ihre Menüs

Tourist-Menu: Ein Ärgernis in Rom

Die Gastwirte in Rom buhlen um Kundschaft. Touristen sind eine sehr beliebte Zielgruppe. 

Schild eines Wirts in Trastevere: Gegen Krieg und Tourist-Menu
Wir sind gegen Krieg und Touristen-Menü
Aber nicht jeder Gastwirt will diesen Unsinn mitmachen. 

In Trastevere habe ich einen Wirt gesehen, der ein Schild zu dem Thema an sein Lokal gehängt hat. 

WE ARE AGAINST WAR AND TOURIST MENU
wir sind gegen Krieg und Touristen-Menü

In der Tat bekam man bei ihm kein vorausgewähltes Menü angeboten. Die Speisen und Getränke durfte man sich selbst aus der Karte auswählen.

Ich fand das sehr sympathisch. Die Qualität war nicht besser oder schlechter als bei den Wirten in der Nachbarschaft (die ich mit deren Menüs auch probiert habe). Und teurer war es auch nicht.

Der September ist ein sehr guter Monat, um nach Rom zu reisen. Wenn Ihr umherlauft, dann geht doch mal über den Tiber nach Trastevere. Die Aufnahme ist schon etwas älter. Vielleicht findet Ihr ja auch so ein Schildchen an einer Wirtschaft.

Donnerstag, 1. September 2022

Santorin: Die Ruinen von Akrotiri

Akrotiri: Das Pompeji der Ägäis auf Santorini

Beim Abbau von Bimsstein entdeckte ein französisches Unternehmen auf Santorin Ruinen einer untergegangenen Stadt. Das war im Jahr 1867. 

Die Ruinen von Akrotiri sind überdacht. Das schützt sie nicht nur vor der Witterung. Auch die Touristen sind vor der prallen Sonne geschützt, der sie sonst ausgesetzt wären.
Die Ruinen von Akrotiri
Die Grabungsstelle lag in der Nähe des Ortes Akrotiri. Von ihm erhielt die Grabungsstätte ihren Namen.

Fragst Du heute jemanden nach Akrotiri, wird er Dir von den Ruinen erzählen. Die Einwohner des Ortes können gut damit leben, dass ihr Dorf selbst nicht vergleichbar berühmt ist. Schließlich bieten die Ausgrabungen und die Touristenströme vielen Menschen ein Auskommen.

Dass es sich um die Reste einer Siedlung aus der Zeit vor der großen Eruption handelt, war den Ausgräbern zunächst noch nicht klar. Mit vielen, teils spektakulären Funden änderte sich das aber. Tatsächlich ermöglicht Akrotiri einen faszinierenden Blick auf eine längst untergegangene Zivilisation.

Einige Gebäude sind noch gut erhalten. Man kann durch den Rundgang in den Ruinen von Akrotiri ein gutes Gefühl dafür bekommen, wie es in Akrotiri früher einmal war.
Ein Blick in die Vergangenheit durch die Haustür

Die Ruinen werden gelegentlich als das Pompeji der Ägäis bezeichnet. Das passt nur teilweise. Die Bewohner Pompejis wurden vom Vulkanausbruch und seiner Intensität überrascht. Viele sind ums Leben gekommen, was durch zahlreiche Leichenfunde auch archäologisch nachgewiesen ist. Auf Santorin sind keine Toten gefunden worden. Daraus lässt sich schließen, dass die Einwohner Vorzeichen des Ausbruchs bemerkt und die Insel rechtzeitig verlassen haben.

In einem Gebäude habe ich viele Urnen gesehen, die dort noch so stehen, wie sie vor 3.500 Jahren verlassen worden sind. Offenbar hatten die Menschen damit gerechnet, dass sie zurückkommen können. Akrotiri ist spannend. 

In der touristischen Saison sind die Ruinen von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet. Besuch sie auf jeden Fall, wenn Du mal in Santorini bist.

Selbst war ich zuletzt in 2014 in Akrotiri. Damals habe ich ein spontanes Video vor Ort gedreht, das Du auf YouTube anschauen kannst.



Freitag, 26. August 2022

Der Binger Mäuseturm

Bingen: Der Mäuseturm ist ein Wahrzeichen im Rhein 

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde im Rhein am Binger Loch ein Turm erbaut. Heute nennt man ihn den Mäuseturm.

Der Binger Mäuseturm - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Der Binger Mäuseturm

Zweck des Turms war die Kontrolle des Rheins. Wer hier vorbeifahren wollte, musste Zoll zahlen. 

Die eigentliche Kontrolle des Rheins wurde von der Burg Ehrenfels ausgeübt. Mit dem Turm konnte der Rhein von der Burg aus gesperrt werden. So ließen sich die "Zollpflichten" der Schiffe auf dem Rhein durchsetzen.

Der Turm hatte noch eine zweite Funktion. Das heutige Binger Loch gab es damals noch nicht. Ein aus Quarzit bestehendes Riff quert hier den Rhein, was für die Schiffe auch ohne die Zöllner ein Hindernis war. Insofern war es problematisch, wenn Schiffe sich genau hier begegneten. 

Vom Turm aus gab die Besatzung Signale an die Schiffe. So konnten sie sicherstellen, dass die Schiffe sich nicht gegenseitig behinderten oder gar zum Kentern brachten.

Das geschah natürlich im eigenen Interesse. Kam es hier zu Havarien, war der Rhein gesperrt. Waren würden sich einen anderen Weg suchen, die Einnahmen aus dem Zoll fielen weg. Um das Geschäft am Laufen zu halten, mussten die Mannschaften in Burg und Turm dafür sorgen, dass es keine Probleme auf dem Rhein gab.

Samstag, 20. August 2022

Karterados auf Santorin - zentral gelegen und abseits der Postkartenidylle

Straße in Karterados auf Santorin
Straße in Karterados
Santorin
hat viele Orte. Manche sind sehr von den Touristen geprägt. Andere sind eher für die Einwohner da. So ein Ort auf Santorin ist Karterados.

Für mich ist Karterados ein besonderer Ort. 2014 habe ich dort einen Sprachkurs gemacht und bin in die griechische Sprache eingestiegen. 

Karterados liegt sehr zentral auf der Insel etwas im Inneren. Die Inselhauptstadt Fira ist in 15 min zu Fuß zu erreichen. Besser geht es kaum.

Die Lage hat aber auch Nachteile. Wem die Nähe des Meeres wichtig ist und wer einen Urlaub am Strand machen will, ist hier nicht richtig. 

Aber willst Du Santorin erkunden? Den ganzen Tag unterwegs sein und alle Orte auf der Insel besuchen? Dann ist Karterados strategisch ganz richtig für Dich. Es ist nicht so teuer wie das nahe Fira. Hier sind auch nicht so viele Touristen, so dass Du am Abend gemütlich in eine der guten Tavernen einkehren kannst.

verfallene Häuser in Karterados auf Santorin - Foto von Roland Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
verfallene Häuser in Karterados
Karterados ist nicht der Postkartenort wie z.B. Oia. Hier gibt es das normale Leben inkl. verfallener Häuser und Höhlenwohnungen.

Ich empfehle, das Auto stehen zu lassen und den Ort zu Fuß zu erkunden. Karterados hat eine Senke. Gehst Du runter in die Senke, dann siehst Du, was normale Touristen auf Santorin meist nicht sehen.  Hier leben die einfachen Leute, hier gibt es verfallene Häuser (verlassen) oder sehr einfache Unterkünfte (oft bewohnt).

In Karterados wohnen mehr die "normalen" Einwohner der Insel, die meist irgendwo anders im Geschäft mit den Touristen tätig sind. 

Ein Gang durch diesen Ort öffnet die Augen für die andere Seite von Santorin, die den Touristen meist verborgen bleibt.

Samstag, 13. August 2022

Ein Modell der Anlage aus der Römerzeit: Das Kohortenkastell Arnsburg / Alteburg wird wieder lebendig

Ein Tisch aus Metall erzählt Dir alles über das Kastell der Römer bei Muschenheim.

Der Tisch mit dem Modell der Anlage des Kohortenkastells Arnsburg / Alteburg bei Muschenheim - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Der Tisch mit dem Modell der Anlage
Mein Bericht über das Kohortenkastell Arnsburg / Alteburg ist auf viel Interesse gestoßen. Er gehört zu den meist gelesenen Beiträgen. In der Statistik, die Blogger mir liefert, werden weit über 2.000 Zugriffe auf den Text angezeigt. Das ist für meinen Blog eine ganze Menge an Seitenaufrufen.

Auf dem Gelände des Kastells steht ein Tisch aus Metall. Auf dem Tisch ist ein Modell der Anlage zu sehen, wie sie zur Zeit der Römer ausgesehen hat.

Mir hat jetzt ein Leser auf Facebook geschrieben, dass er dort gewesen sei. Den Tisch habe er aber auf dem Gelände nicht gefunden. Aus diesem Grund greife ich das Thema heute noch einmal auf.

Fundamente des eigentlichen Kohortenkastells Arnsburg / Alteburg bei Muschenheim - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Fundamente des eigentlichen Kohortenkastells
Was er gesehen hat, waren die Fundamente, die ich in meinem Betrag auf einem Foto gezeigt habe.

Die Fundamente gehören zum eigentlichen Kastell. Die gesamte Anlage war in den Zeiten, als die Römer über diesen Teil von Germanien geherrscht haben, deutlich größer. Neben dem eigentlichen Kastell gab es ein Vicus (Dorf). Und zur Unterhaltung der Römer gab es sogar ein Amphitheater.

Der Tisch mit dem Modell der Anlage steht etwas abseits vom eigentlichen Kastell. Von den Fundamenten aus muss man an dem kleinen Wäldchen vorbei auf das freie Feld gehen. Auf dem ersten Foto oben könnt Ihr den Standort des Tisches gut sehen.

Dieser Tisch ist nichts geringeres als eine 3D-Visualisierung des Kohortenkastells im Maßstab 1:200. Er wurde auf Anregung der Abteilung hessenARCHÄOLOGIE am Landesamt für Denkmalpflege Hessen konstruiert. Du kannst auf dem Tisch sowohl das Kastell als auch das Lagerdorf und einen großen Teil der Lagerumgebung zur Zeit der Römer sehen. Das Landesamt für Denkmalpflege hat auf seiner Seite das Werden dieses Tisches und die daran beteiligten Personen vorgestellt. Auch gibt es eine Seite mit Fotos, die sein Entstehen von der Idee bis zum fertigen Modell zeigen. Offiziell eingeweiht wurde der Tisch mit dem Modell am 17. Oktober 2020.

Übrigens: Es ist nicht erlaubt, hier einfach auf eigene Faust loszuziehen um eigene Funde zu machen. Das Gelände ist ein Bodendenkmal und steht unter Schutz. Zufallsfunde sind an die Denkmalbehörde zu melden. 

Das Modell ist wirklich toll. Denn dank seiner Hilfe kann sich vor Ort gut vorstellen, wie es hier vor 1.800 Jahren ausgesehen haben könnte.


Montag, 8. August 2022

Die Maya in Mittelamerika: Hochkultur, Untergang und Fortleben

Die Maya haben eine fantastische und sehr lange Geschichte. Erfahre mehr über das Volk, von dem heute noch 6,1 Millionen in den Staaten Mittelamerikas leben.

Das Volk der Maya hat in Mittelamerika zahlreiche Städte hinterlassen. Diese sind oft vom Dschungel überwuchert und in Vergessenheit geraten. Viele dieser Städte sind entdeckt und freigelegt worden.

Die Ruinen von Cobá in Mexiko - überwuchert vom Dschungel
Unter dem Dschungel liegen die Ruinen von Cobá
Die Maya sind ein Volk, das im Mittelamerika vor der Ankunft der Europäer eine Hochkultur hervorgebracht hat. Erste archäologische Funde in Belize, die den Maya zuzurechnen sind, konnten auf 2000 v.Chr. datiert werden.

Von dort breiteten die Maya sich nach Norden aus. Etwa um 1500 v.Chr. wurde die Stadt Lamanai gegründet. Diese Stadt wurde ca. 3000 Jahre lang bewohnt und wurde um 1500 aufgegeben. In ihrer Hochzeit haben die Maya ganz Mittelamerika in Höhe der Halbinsel Yukatan bewohnt.

Der Anfang vom Ende der Maya: der präkolumbianische Kollaps

Ab 900 kam es zu einem Kollaps ihrer Kultur. Einzelne Städte wurden aufgegeben. Auch kam es zu einem rapiden Rückgang der Bevölkerung. Die Ursachen sind bislang noch nicht geklärt worden. Es gibt Nachweise, dass von Norden her Tolteken nach Yukatan eingedrungen sind. Das spricht für Feinde, die der Kultur der Maya zusetzten. Krankheiten oder Naturkatastrophen können auch eine Rolle gespielt haben. 

Es gibt aber auch "ökologische Erklärungsmodelle," die das Verhältnis von Menschen und Natur untersuchen. Den Maya ging es gut, die Bevölkerung wuchs und wollte ernährt sein. Ackerbau ist in Mittelamerika eine schwierige Sache. Der Boden unter dem Dschungel ist nicht fruchtbar, großflächige Anbauflächen sind nicht möglich. Ab einem gewissen Punkt führt die Landwirtschaft zu Umweltschäden, die der Bevölkerung die Ernährungsgrundlage nehmen. Die NASA hat eine Studie zum präkolumbianischen Kollaps veröffentlicht. Das liest sich recht schlüssig.

Ich persönlich meine, dass man den Anfang vom Ende der Maya nicht nur mit einer Ursache erklären kann. Soweit ich es beurteilen kann, gibt es für alle der genannten Ursachen Belege. Daher meine ich, dass die genannten Aspekte gemeinschaftlich den präkolumbianischen Kollaps herbeigeführt haben dürften.

Die postklassische Zeit, Eroberung durch die Spanier und das Weiterleben der Maya

Maya mit Federschmuck - Foto von F. Roland A. Richter (Wiesbaden) - www.frar.com
Maya mit Federschmuck
Mit dem Kollaps endete die klassische Zeit der Maya. Ihr Volk lebte weiter, auch waren viele Städte noch bewohnt. Diese postklassische Periode dauerte bis zur Eroberung durch die spanischen Konquistadoren. Das Hochland wurde um 1520 unterworfen, Yukatan in den 1540er Jahren. Die letzte Bastion der Maya war im heutigen Guatemala. Petén war die letzte unabhängige Stadt in Mittelamerika, sie wurde 1697 erobert. 

Das bedeutete aber nicht das Ende der Maya als Volk. Es gibt sie bis heute. Etwa 6,1 Millionen Maya leben heute in Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras und El Salvador. Sie leben oft vom Maisanbau. Einige finden aber auch im Tourismus ihr Auskommen. Sie versuchen, die Kultur ihrer Vorfahren lebendig zu machen. Ihr Anliegen ist dabei, die Reisenden zu unterhalten. Ich bin mir nicht sicher, ob historische Korrektheit da eine große Rolle spielt.

Versunkene Städte der Maya beeindrucken die heutigen Menschen

Auf meinen Reisen hatte ich die Gelegenheit, zwei dieser versunkenen Städte zu besuchen. Sie haben mich sehr beeindruckt. Der Dschungel hat sie zurück erobert. 

Auf dem Foto oben rechts seht Ihr den Dschungel bei Cobá in Mexiko. Ein Teil der Anlage ist freigelegt und für Touristen zu besichtigen. 

In Belize lockt die Ausgrabungsstätte von Lamanai. Auch hier gibt es viel zu sehen, auch wenn der Dschungel noch einiges der ehemaligen Stadt bedeckt. Die Besonderheit in Lamanai war, dass ich (als Tourist) den letzten Teil des Weges zum Gelände auf dem Boot zurück gelegt habe. Das war schon ein Abenteuer.

In den nächsten Monaten werde ich ab und an auch von den Maya in Mittelamerika berichten. Hier gibt es viel zu entdecken. Auf dem Foto seht Ihr die Spitze einer Pyramide, die aus dem Dschungel hervorlugt. Was darunter ist, erfahrt Ihr später hier im Blog.