Freitag, 17. Oktober 2014

Bürgersteig in der Straßenmitte - möglich ist das

Perissa auf Santorin - Bürgersteig in der Straßenmitte
In Perissa auf der Insel Santorin habe ich etwas gesehen, das mir bislang so noch nicht aufgefallen ist: ein Bürgersteig in der Straßenmitte.

Rechts und links führt die Bebauung bis unmittelbar an die Straße heran. Für Fußgänger ist auf dem (nicht sehr langen) Straßenabschnitt zwischen Uferpromenade und Kirche kein Platz. Den hat man in der Straßenmitte geschaffen.

Viele Fußgänger laufen trotzdem auf der Straße. Optimal finde ich die Lösung nicht. Und ich kann mir vorstellen, dass die Straßenbehörde die eigenen Bauvorschriften "großzügig" ausgelegt hat - normalerweise ist eine Bebauung bis unmittelbar an die Straße auch in Griechenland nicht erlaubt. Man sieht sie trotzdem allerorten.

Was ich aber interessant fand ist der pragmatische Umgang mit der Situation. Durch die Schaffung des erhöhten Gehwegs in der Straßenmitte wurde für Fußgänger hier noch ein sicherer Durchgang geschaffen.

Freitag, 12. September 2014

Warum ich blogge und Blogs gut finde


Ich blogge gerne. Warum? Weil ich gerne schreibe über das, was mich interessiert und was mich bewegt. Es gibt Blogs, bei den bleibe ich öfters mal hängen. Da ist nicht nur der Unternehmensblog meines Arbeitgebers. Auch ein Blog wie Captain HUK interessiert mich.

Beruflich habe ich mit Versicherungs- und Verkehrsrecht in allen denkbaren Konstellationen zu tun. Das interessiert mich, das macht mir Spaß. Deshalb schreibe ich auch gerne darüber. Mich interessiert, was andere denken.

Und da gibt es auch viele Themen, mit denen ich beruflich nicht unmittelbar zu tun habe, z.B. bei der Krankenversicherung oder der Alterssicherung. Das sind soziale Themen, die mich in jüngeren Jahren nicht so sehr interessiert haben. Aber gerade bei der Alterssicherung und all dem politischen Pfusch der da angestellt wird, da mag ich nicht schweigen.

Bewegt mein Blog etwas? Das weiß ich nicht. Von den Zugriffszahlen her habe ich ca. 3.000 - 4.000 Aufrufe im Monat. Da werden auch einige Leute bei sein, die sich durch den Blog klicken und mehrfach gezählt werden. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Und über Feedback, das ich hier im Blog oder auf meiner Facebook-Seite bekomme, freue ich mich auch. Ich merke, dass andere meine Ansichten zumindest lesenswert finden - wenn sie auch nicht immer geteilt werden. Für mich ist das in Ordnung so.

Sich zu äußern und Meinungen anderer zur Kenntnis zu nehmen und über sie nachzudenken: das gehört für mich zum Kernpunkt einer demokratischen Kultur. Das gilt jetzt nicht nur für Themen zum Verkehrs- und Versicherungsrecht, die den Schwerpunkt meines Blogs bilden. Das gilt allgemein. Und ganz ehrlich: ich genieße diese Kultur, sie macht mir Spaß. 

Ich blogge nicht jeden Tag. Da können auch längere Pausen kommen oder ich habe mal mehrere Beiträge an einem Tag. Das mache ich nach Lust und Laune, denn dieser Blog ist mein Hobby, dem ich in meiner Freizeit nachgehe.

Im Unternehmensblog meines Arbeitgebers wird zur Teilnahme an der Blogparade aufgerufen. Ohne recht zu wissen worauf ich mich da einlasse, mache ich einfach mal mit. Und auch das ist das schöne am Bloggen: man muss zu dem stehen was man schreibt, das ist klar. Aber man darf und soll spontan sein.


Dienstag, 2. September 2014

Görlitz / Zgorzelec: der Glaube sichert eine Brücke

in polnischer und Deutscher Sprache zu jeder Seite der Brücke ein Gedenkstein
Ich befand mich vorgestern und gestern in Görlitz. Natürlich bin ich auch mal rüber gegangen in den östlichen Teil, der auf polnisch Zgorzelec heißt und zur Republik Polen gehört. Beide bilden gemeinsam eine Europastadt, was ich schon für sich als sehr bemerkenswert empfinde.

Sehr schön fand ich, dass die beide Städte verbindende Stadtbrücke nach Papst Johannes Paul II benannt ist. Das war mir noch nicht bekannt. Auf beiden Seiten der Neiße habe ich auf der Straße übrigens sowohl deutsche als auch polnische Sprache vernommen. Die Leute gehen einfach hin wo sie möchten, ohne dass es Vorbehalte gibt oder nennenswerte Probleme. 

Ich glaube, Johannes Paul II hätte es gefallen, dass eine beide Stadtteile verbindende Brücke nach ihm benannt ist. Und ich denke, er hält seine segnende Hand über alle Menschen, die sich auch darüber freuen. In Europa haben wir diesem Mann für die friedliche Entwicklung unendlich viel zu verdanken. Daher hat es mich besonders gefreut, über die nach ihm benannte Brücke zu gehen.

Sonntag, 1. Juni 2014

Anschnallpflicht im Fernbus

Hinweis auf die Anschnallpflicht im Bus
Bei meinem letzten Irland-Aufenthalt habe ich das Land auch per Fernbus bereits. Das System ist dort sehr gut ausgebaut.

Mir ist aufgefallen, dass für die Gäste im Bus eine Anschnallpflicht besteht. In Deutschland benutze ich meist nur die Linienbusse, in denen Fahrgäste auch stehen. Für Reisebusse gibt es diese Pflicht aber schon länger.

Die Gurtpflicht für neue Reisebusse wurde in Deutschland schon 1999 gesetzlich verankert. Auf EU-Ebene gibt es eine solche Pflicht seit 2006. Ältere Fahrzeuge sind jedoch von der Pflicht ausgenommen, so dass man sich hier nicht anschnallen muss (und, wenn die Busse nicht nachgerüstet sind, auch nicht kann).

Trotzdem ist das Thema immer mal wieder in der Presse, insbesondere nach schweren Unfällen.


Mittwoch, 28. Mai 2014

Irland - weitere Hinweise auf den Linksverkehr

Hinweisschild vor eine Hotel in Killarney
Vorgestern habe ich darauf aufmerksam gemacht, wie Besucher vom Kontinent in Dublin an Fußgängerüberwegen darauf aufmerksam gemacht werden, doch in die richtige Richtung zu gucken.

Vor einem Hotel in Killarney sah ich das nebenstehende Hinweisschild. Die Gäste können sich Mietwagen direkt in das Hotel bringen lassen. Man sollte annehmen, dass die dann auch wissen, dass in Irland der Linksverkehr gefahren wird.

Ich fragte mich schon, zu welchen Unfällen es mit Fußgängern in Dublin gekommen sein mag,dass man die Hinweise auf den Straßen gegeben hat. Aber auch bei dem Hotel muss einiges passiert sein, sonst hätte man das Hinweisschild nicht aufgestellt.

Montag, 26. Mai 2014

Irland: Rücksichtnahme auf Besucher vom Kontinent

Dublin: Warnhinweis an Fußgängerüberweg
Ich war in der vergangenen Woche für einige Tage in Irland. Dort fährt man wie auch in Großbritannien im Linksverkehr. Für uns Besucher vom Kontinent ist das etwas ungewöhnlich.

Im letzten Jahr sind mir in Dublin ja schon die etwas anderen Fußgängerampeln aufgefallen.

Für den Besucher aus einem Land mit Rechtsverkehr ist der Warnhinweis an den Fußgängerüberwegen hilfreich. Zumindest in Dublin habe ich doch die deutliche Warnung "look right" auf den Straßen gesehen. Ich finde das gut. 

Dienstag, 18. Februar 2014

Rezensionen Handbuch Fachanwalt und Fachanwaltskommentar Verkehrsrecht

Im Blog Die Rezensenten habe ich heute zwei Besprechungen jüngst erschienener Fachbücher gefunden. Auf diese möchte ich hier hinweisen. Die Besprechungen stammen aus der Feder von Dr. Benjamin Krenberger.

Das Handbuch des Fachanwalts Verkehrsrecht findet sich in einem Eintrag vom 10.02.2014. Nach meinem Eindruck kommt es in der Besprechung gut weg.

Der Fachanwaltskommentar Verkehrsrecht wird dann am 12.02.2014 besprochen. Hier fällt die Besprechung deutlich kritischer aus, der Rezensent vermisst in dem Buch einige aus seiner Sicht wichtige Punkte.

Ich möchte auf die Besprechungen lediglich hinweisen und mich beim Rezensenten für diese bedanken.

Samstag, 8. Februar 2014

Bachmeier/Müller/Starkgraff: Fachanwatskommentar Verkehrsrecht - 2. Auflage ist erschienen

Anfang 2014 ist die zweite Auflage des Fachanwaltskommentars Verkehrsrecht erschienen.

Wie schon in der ersten Auflage stammt die Kommentierung zu den Finanzierungskosten aus meiner Feder. Nicht so schön: der Verlag hat als Autorin eine geschätzte Kollegin darunter geschrieben. Naja, bei Jurion soll es richtig sein (ich habe noch nicht nachgeguckt).

Neu ist die Kommentierung zum Fahrzeugausfallschaden, die ebenfalls aus meiner Feder stammt. Persönlich bin ich sehr gespannt, wie gerade sie in der Fachwelt aufgenommen wird.

Wenn es Rezensionen oder irgendwelche andere interessante Reaktionen gibt, werde ich die auf der entsprechenden Seite dieses Blogs veröffentlichen. Allen Juristen wünsche ich viel Spaß und eine gute Arbeit mit diesem Buch.

Dienstag, 4. Februar 2014

Himmelreich/Halm: Handbuch des Fachanwalts Verkehrsrecht - 5. Auflage ist erschienen

Im von Himmelreich/Halm herausgegebenen Handburch des Fachanwalts Verkehrsrecht findet sich alles, was für die Rechtsberatung in Verkehrsrechtssachen wichtig ist. 

Es ist nicht nur für die fachliche Vorbereitung für den Nachweis der notwendigen theoretischen Kenntnisse in der Prüfung zum Fachanwalt geeignet. Auch für die tägliche Arbeit in Verkehrsrechtssachen hält es die notwendigen und aktuellen Informationen parat. Von daher wendet es sich nicht nur an Rechtsanwälte, das Handbuch ist auch für Mitarbeiter von Versicherungen und für Richter eine gute Arbeitshilfe.


Die 5. Auflage ist 2014 erscheinen. Von mir sind darin zwei Beiträge:

  • Fahrzeugschaden, Kapitel 4, Seite 204 ff. 
  • Versicherungsbetrug (gemeinsam mit Dr. Ulrich Staab), Kapitel 25, Seite 1512 ff.