YouTube Kanal

Ich sage Dir, warum Du einen Kanal auf YouTube haben sollst und worauf Du dabei achten musst.


Rolands YouTube Kanal - Gründe, aus denen Du einen Kanal auf YouTube haben solltest
"Ich habe einen YouTube Kanal." 

Dieser Satz liest sich so gewaltig, als wäre ich Chef vom ZDF oder Eigentümer eines privaten Fernsehkanals. Bin ich aber nicht. Bist Du nicht. Ist keiner von uns

Aber wir sind Leute, die was auf YouTube machen. Das ist viel.

Daher folgen an dieser Stelle einige Überlegungen dazu, wie Du auf YouTube mit Deinem Kanal Erfolg haben kannst.

Mach es nicht wie ich mit meinem ersten Kanal. Mach einen Plan, was Du mit Deinem YouTube Kanal erreichen möchtest. 

Rolands YouTube Kana
Rolands YouTube Kanal

Meinen ersten eigenen Kanal habe ich mehr oder weniger aus Versehen gestartet. Das war bei einem Besuch auf Santorin. Ich habe dort einen Sprachkurs gemacht und habe an einem freien Tag die Ruinen von Akrotiri besucht. Dort habe ich spontan das Handy gezückt, die Videoaufnahme gestartet und los gelabert, was mir gerade so eingefallen ist. Wenn mein Satz fertig war, habe ich auf Pause gedrückt und später weiter gemacht.

Im Prinzip habe ich alles dafür getan, um ein echt langweiliges Video zu produzieren. Abends habe ich es dann anderen Kursteilnehmern gezeigt. Überraschung: die wollten es haben.

Also stellte sich mir die Frage, wie kann ich das übertragen. Meine Antwort: Ich lade das Video bei YouTube hoch. Damit hatte ich meinen eigenen YouTube Kanal.

Gewissermaßen habe ich meinen Kanal aus Versehen gestartet.

Das ist genau das, was ich Dir für Deinen Kanal nicht empfehlen möchte.

Geht es Dir um ein bestimmtes Thema bei Deinen Videos, dann solltest Du geplant vorgehen und nicht einfach so loslegen.

Mit den Tipps auf dieser Seite möchte ich Dich dabei unterstützen, Deinen eigenen Kanal zu erstellen.


Mach einen Plan: Was willst Du auf YouTube zeigen?

Glaubst Du, dass die Leute Deinen Kanal anschauen werden, weil Du so ein interessanter Mensch bist?

Dann irrst Du.

Die Wahrheit ist: Für Dich als Menschen interessiert sich niemand.

Die Leute interessieren sich für Dein Thema. Sie schauen Deinen Kanal, weil sie dort etwas finden, das ihnen fehlt. Das können Informationen sein. Vielleicht ist es auch die Art und Weise, wie Du Deine Inhalte präsentiert. Sollte Dein Kanal viele Zuschauer haben, die regelmäßig wiederkehren, dann bietest Du mit Sicherheit auch Unterhaltung.


Definiere Dein Ziel: Was willst Du mit dem YouTube Kanal erreichen?

Videos zu erstellen und sie in einem Kanal bei YouTube hochzuladen, kostet viel Zeit. 

Deine Zeit. Und Deine Zeit ist ein knappes Gut, wenn Du den YouTube-Kanal ernsthaft angehst.

Bitte denke im zweiten Schritt darüber nach, was Du damit erreichen möchtest.

Geht es nur darum, Videos auf anderen Plattformen teilen zu können? Oder soll Dein Kanal selbst leben? Willst Du Live-Videos machen und so Zuschauer für Dich interessieren? Willst Du vielleicht sogar auch Geld verdienen, über YouTube oder indem Du Dein Business promotest?

Tu Dir selbst den Gefallen, und klär diesen Punkt für Dich. 


Nimm nur ein Thema: Dein Thema

Daraus folgt, Du Dir zuerst Gedanken über ein Thema für Deinen Kanal machen musst.

Tiere im Kölner Zoo? Italien als Reiseland? Briefmarken Dänemarks? Schminktipps für Mädchen zwischen 16 und 18 Jahren? Deine Künste auf der Blockflöte?

Völlig egal. Nimm Dein Thema.

Nimm aber nur ein Thema.

Es wird Dir viel Arbeit machen, Videos zu erstellen und sie für YouTube aufzubereiten und dort zu veröffentlichen. Willst Du Deine Ziele erreichen, dann bleib bei einem Thema.

Wenn Du Videos von Zootieren mit Schminktipps und Briefmarken kombinierst, passt das nicht zusammen. Die Zuschauer werden dann nicht an Deinen Kanal gebunden.

Solltest Du zu mehreren Themen Videos machen wollen, dann fang erst einmal mit einem Thema an.

Wenn das läuft, kannst Du einen zweiten Kanal zu einem anderen Thema erstellen. 


Der Name Deines Kanals

Der nächste Schritt: Wähle einen guten Namen für Deinen Kanal. 

Sein Name muss das Thema des Kanals gut rüberbringen. Dann sehen Leute den Namen und klicken auf Deinen YouTube-Kanal. So erreichst Du Zuschauer nicht nur über YouTube, sondern auch über Social Media Plattformen oder über Deine Homepage.

Solltest Du Dich für einen falschen Namen entschieden haben, empfehle ich Dir, diesen YouTube Kanal zu löschen. Starte im nächsten Schritt dann einen Kanal, für den Du den richtigen Namen wählen musst. Dein Name ist Deine Marke. Die musst Du Dir aufbauen. 


Warum YouTube?

Ganz einfach: Nach Google ist YouTube die meistgenutzte Suchmaschine der Welt.

Willst Du mit Videos gefunden werden, musst Du mit ihnen auf YouTube sein.

Präsentierst Du Dein Thema mit zwei oder drei Videos pro Woche, werden die Videos gefunden. Immer etwas neues zu bringen, macht Deinen Kanal für die Algorithmen erst interessant, die YouTube für normale Leute erst nutzbar machen. 

YouTube hatte im Januar 2021 etwa 2,9 Milliarden Nutzer weltweit. Etwa 3,5 Millionen Leute aus Deutschland nutzen YouTube. Die meisten geben ein Schlagwort ein, und dann finden sie passende Videos.

Das ist der Grund, aus dem Du in YouTube aktiv sein solltest: So einfach wie hier erreichst Du nirgends sonst Menschen, die sich für Dein Thema interessieren.

YouTube ist das Portal, in dem Leute sich alles Mögliche erklären lassen, sie Testberichte anschauen, Videos zu Sachthemen, Filme oder Musikvideos.

Das meiste von dem, was auf YouTube gezeigt wird, hat mit Deinem Thema sicherlich nichts zu tun. Das ist aber kein Grund zu kneifen. Wegen der schieren Größe von YouTube ist das der Ort, auf dem Du sein musst, wenn Du Deine Inhalte einem großen Publikum präsentieren möchtest.

Und hier ist der nächste Vorteil: Deine Besucher können zu Deinem Video ein Feedback hinterlassen. Damit schaffst Du eine Interaktivität, die zu einer lebendigen Community führt.

Deshalb also YouTube. 


Dein Google-Konto

Hast Du schon ein Konto bei Google? Wenn Du ein Smartphone oder Tablet auf Android-Basis nutzt, ist das sehr wahrscheinlich.

Du hast kein Konto? Dann ist der nächste Schritt, sich ein Konto zu erstellen. Denn ohne ein Google-Konto kannst Du keinen YouTube Kanal eröffnen.

Wähle Deinen Namen mit Bedacht.

Einige Zuschauer klicken nicht auf Kanäle, wenn Titel und Name des Betreibers nicht zum Inhalt passen.

Bei den Einstellungen Deines Google-Kontos achte darauf, dass Suchmaschinen Deinen YouTube-Kanal erfassen dürfen. Die entsprechende Option kannst Du in Deinem Google-Konto wählen.

Das ist sehr wichtig, denn sonst wirst Du nicht gefunden. Letzten Endes kommt es für Dich darauf an, dass die Leute auf den Link zu Deinem Kanal klicken, wenn Sie entsprechende Inhalte gesucht haben. Mache es ihnen leicht. 


Design und Aufbau Deiner Videos

Meine Empfehlung: Für Deine Videos solltest Du eine gewisse Ähnlichkeit im Design und im Aufbau wählen. Mach Dir ein Muster, nach dem Du neue Videos erstellen kannst. Im nächsten Schritt kannst Du dann die einzelnen Videos erstellen.

Das führt zu einem Wiedererkennungseffekt, der für Dich sehr wertvoll ist. Natürlich kannst Du Design und Aufbau der Videos weiterentwickeln. Aber sei damit vorsichtig. Denn Deine mühsam aufgebaute Reputation in den Sozialen Medien ist Dein Kapital. Pflege sie gut. 


Videos auf Deiner Website

Du hast eine Website?

Prima! Dann verknüpfe die in Deinem YouTube-Kanal hochgeladenen Videos unbedingt mit ihr.

Ansonsten solltest Du eine Homepage erstellen.

Das hat zwei Vorteile. Einmal kannst Du einen Text auf Deiner Homepage erstellen, der Deinen Nutzern weitergehende Informationen zum Thema bietet. Achte zum anderen bei den Einstellungen darauf, dass es möglich ist, auf das Video zu klicken und es so zu starten. So ist es für die Nutzer nur ein kleiner Schritt, das Video anzuklicken. Du führst sie so von Deiner Website auf Deinen YouTube-Kanal. 


Videos auf anderen Social Media Plattformen?

Natürlich kann es sinnvoll sein, Videos auf Facebook, Instagram oder Tik Tok zu erstellen und zu veröffentlichen. Social Media ist großartig und lebt davon. Ein guter Teil Deiner Follower auf diesen Seiten bekommt das auch angezeigt. Ein Teil dieses Teils wird Dein Video anschauen. Danach gerät es in Vergessenheit.

Besser bietest Du Deinen Besuchern die Möglichkeit an, direkt auf das bei YouTube veröffentlichte Video zu klicken. Du kannst es erstellen, hochladen und in Deiner Social Media Plattform in den Einstellungen dafür sorgen, dass Deine Besucher direkt auf das Video klicken können.

Warum solltest Du Deinen YouTube-Kanal auf diese Weise promoten?

Auf Facebook oder anderen Social Media Plattformen sucht kaum jemand gezielt nach Videos. Auf YouTube tut das jeder.

Auf Facebook suchen die Leute nach Inhalten und Informationen. Auf Instagram suchen sie nach Bildern oder als Reel aufbereiteten Videos. Pinterest ist auch eher eine Plattform für schöne Fotos.

Daher meine Empfehlung: Lade Deine Videos auf YouTube hoch. Teile sie auf Facebook und anderen Social Media Plattformen

Auf diese Weise vereinst Du beide Welten und bekommst das Beste aus beiden. 


Pflege Deine Nutzer

Es ist wichtig, dass Du mit Deinen Zuschauern gut umgehst.

Gib ihnen die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen. Das ist in den Einstellungen Deines Kanals oder des anderen Mediums, auf dem Du bist, problemlos möglich. Wirklich jeder sollte Dein Video kommentieren zu können.

Gibt Dir jemand auf dem YouTube-Kanal, Deiner Homepage oder irgendwo in Sozialen Medien ein Feedback? Reagiere drauf. Es reicht nicht, auf „gefällt mir“ zu klicken. Bedanke Dich zumindest mit einem kurzen Satz. Noch besser ist es, wenn Du inhaltlich auf das Feedback eingehst.

Der Schritt, der auf ein Feedback eines Zuschauers immer folgen muss, ist ein Feedback von Dir an diesen Zuschauer.

Wertschätzung ist sehr wichtig. Auch wenn Dich jemand in Grund und Boden kritisiert, bleibe freundlich. Sollte er in der Sache Recht haben, nimm Kritik an. Sollte er Unrecht haben, verteidige Dich nicht. Erkläre lieber sachlich, worum es aus Deiner Sicht geht.

Und sei großzügig. Erst da, wo strafrechtlich relevante Inhalte, unerlaubtes Marketing oder Links zu Schadcode-Seiten auftauchen, musst Du Kommentare löschen. Davor kannst Du das tun, musst es aber nicht. Nach meiner Erfahrung kommt eine großzügig gelebte „Hausordnung“ erfolgreichen Kanälen sehr zu Gute. 


YouTube generiert Untertitel

Untertitel bei Videos sind sehr beliebt. Sie sind nicht nur für Leute eine Hilfe, die nicht oder nicht so gut hören können. Viele Nutzer lesen auch lieber als zu hören. So kann man sich die Videos auch in Bus oder Bahn anschauen, selbst wenn man keine Kopfhörer dabeihat und die anderen Insassen nicht mit Tönen aus dem Handy nerven möchte.

Die Untertitel machen Deinen Kanal barrierefrei.

Und YouTube kann Untertitel automatisch erstellen. Damit hast Du keine Arbeit.

Aber schau mal in die Einstellungen. Du kannst die automatische Transkription auch optimieren. Das ist sinnvoll, da die automatische Transkription immer mal Fehler enthält. Der Übersetzungsdienst von Google ist großartig. Aber nicht perfekt.

Die Texte werden auch von den Suchmaschinen ausgelesen. Sieh die Texte als Quell der Informationen für Menschen, die Inhalte zu einem bestimmten Thema suchen. Gute Untertitel erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Du mit Deinen Videos gefunden wirst.

Auch dem Betrieb Deiner eigenen Website tust Du etwas Gutes, wenn Videos Untertitel haben. Denn auch die geht damit einen Schritt in Richtung Barrierefreiheit. 


Du kannst sowohl einzelne Videos als auch den ganzen YouTube-Kanal löschen

Es ist immer gut, die Sache auch vom Ende her zu betrachten. Was ist möglich, wenn Du bestimmte Inhalte oder Deinen ganzen Kanal nicht mehr auf YouTube haben möchtest?

Nutzern mit einem Google-Konto ist es möglich, jedes Video aus ihrem Kanal zu löschen. Du kannst auch den kompletten YouTube-Kanal löschen, wenn Du ihn nicht mehr haben möchtest. 


Rolands YouTube Kanal 

Ich habe einige Videos auf meinem ersten Kanal bei YouTube eingestellt:



12.11.2021: Nebelflug


28.05.2017: Bilder aus Hydra


29.09.2014: Video vom Besuch der Ruinen von Akrotiri


Neben diesem habe ich noch zwei weitere Kanäle auf YouTube:


Besonders bedanke ich mich bei Frametraxx für die zur Verfügung gestellte Musik, die ich mittlerweile in meinen Videos verwende.

Frametraxx







 


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