Donnerstag, 15. August 2013

Irland: Fußgängerampeln mal anders

Ich habe im Juli einige Tage in Dublin Urlaub gemacht und dabei etwas gesehen, über das ich mehr erstaunt war als über die Fähigkeit der Iren, wirklich alles was mit Mobilität zu tun hat im Linksverkehr zu betreiben: deren Fußgängerampeln.

Darf man gehen, ist die Ampel grün wie auch bei uns.

grün: Du darfst gehen auch wenn Du noch nicht auf der Straße bist

Dann gibt es eine Gelb-Phase. Wer auf der Straße ist, darf noch fertig rübergehen. Wer die Straße noch nicht betreten hat, sollte stehen bleiben.

gelb: Du darfst gehen, wenn Du schon auf der Straße bist. Bist Du noch nicht auf der Straße, warte bis wieder grün ist.

Rot bedeutet, man soll stehen bleiben. Die Autos haben viel schneller als bei uns ihr grün, so daß man sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf der Straße befinden sollte. Aber es gibt einen Countdown der anzeigt, wann die Ampel wieder auf grün umspringt.

rot: nix da mit gehen, bleib stehen.

Das Resultat ist ähnlich wie bei uns: die Fußgänger werden sicher über die Straße geleitet. Aber die Herausforderung wurde in Irland etwas anders gemeistert als bei uns.

Es wird immer mal wieder darüber gesprochen, ob man die Verkehrsregeln in Europa nicht komplett vereinheitlichen sollte. Politisch spricht dagegen, dass damit die Mitgliedsstaaten ein Souveränitätsrecht an Brüssel abgeben müssten, das ihnen noch geblieben ist. Man muss auch nicht alles gleichmachen. Aber voneinander lernen wie man Dinge auch machen kann, und dann die beste Lösung heraussuchen, das fände ich nicht schlecht.

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