Montag, 26. November 2018

Griechenland: die Armmut bleibt real

Athen: ein alter Mann durchsucht den Müll
Die Welt hat vor kurzem berichtet, dass fast die Hälfte der griechischen Landbevölkerung von Armmut betroffen ist. 

Ich kann aus eigener Kenntnis bestätigen, dass es auch in den Städten ein Problem mit Armmut gibt. Das betrifft ganz erheblich ältere Menschen. Im Oktober war ich in Griechenland. Ich habe öfters beobachtet, dass - vor allem ältere Menschen - den Müll durchsuchen oder auf der Straße ihre letzten Habseligkeiten anbieten. 

Im Juni 2018 verkündeten Politiker in Athen, Brüssel und den europäischen Staaten, dass die griechische Finanzkrise vorbei sei. Die Situation ist für sehr viele Menschen aber nach wie vor schwierig. Nach dem, was ich gesehen habe, bin ich sehr skeptisch. Ich glaube, die Krise wird auch für die Griechen mit aller Macht zurückkehren, wenn mit dem Euro irgendetwas schief geht. Wäre es anders, würde die griechische Regierung etwas gegen die Armmut vieler alter Menschen unternehmen.

Samstag, 17. November 2018

Akropolis in Athen: bisher 3 Millionen Besucher in 2018

Die Akropolis in Athen wurde in 2018 bislang von 3 Millionen Touristen besucht. So berichtete es vor kurzem die Griechenland Zeitung.

Die Akropolis von Ahten
Zusammen mit dem Akropolis Museum haben sogar insgesamt 4,5 Millionen Menschen dieses kulturelle Highlight von Athen besucht. Gut 15% mehr Touristen haben in diesem Jahr die archäoligischen Stätten besichtigt als noch im Vorjahr. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Mir wichtig ist, dass die Stätten auch so ausgerüstet sind, dass sie diesem Ansturm von Menschenmassen gerecht werden können. Beim sehr modernen Akropolis-Museum ist das der Fall. Auf die Aropolis muss man zu Fuß hoch, was einen gewissen Schutz darstellt. Bei meinen Besuchen dort in den letzten Jahren war es zwar voll - aber nicht überfüllt. Das zeigt, dass der antike Tempelberg von Athen zumindest genügend Platz hat.  


Dienstag, 13. November 2018

Untergang des archaischen Griechenlands: Menschenwerk, kein Erdbeben?

Mykene - rechts im Hintergrund: das Löwentor
Die Welt berichtet über den Untergang der archaischen mykenischen Kultur. Die Kulturen im östlichen Mittelmeer endeten lange vor der Zeit, die wir heute als klassische Antike kennen. 

Was genau der Grund für das Ende dieser vorklassischen Kultur war, ist bis heute ein Rätsel. Die Gelehrten gingen davon aus, dass Erdbeben hier eine große Rolle gespielt haben. Neuere Untersuchungen zeigen, dass dem wohl nicht so ist: die Zerstörungsbilder der Ruinen, die es heute noch gibt, müssten dann andere sein.

Ob der Untergang dann wirklich reines Menschenwerk ist, halte ich für Spekulation. Diese Annahme liegt sicherlich nahe. So berichtet die Bibel von "Seevölkern", welche den Nahen Osten in der Zeit unsicher machten. Warum sollten diese nicht auch in Griechenland auf Raubzug gegangen sein? 

Aber wirkliche Beweise gibt es bislang nicht. So bleibt die Geschichte des vorklassischen Griechenland weiterhin sehr spannend.