Was wir die Weltwunder der Antike nennen, haben die antiken Griechen als die Sehenswürdigkeiten ihrer Zeit empfunden. Genau genommen nannten sie diese Bauwerke ἑπτὰ θεάματα τῆς οἰκουμένης. Das bedeutet die sieben Sehenswürdigkeiten der bewohnten (Erde).
so könnten die 7 Weltwunder ausgesehen haben
Wie genau diese Wunderwerke zu ihrer Zeit ausgesehen haben, wissen wir nicht. Die Werke gibt es - bis auf die große Pyramide von Gizeh - nicht mehr.
Wenn es je detailgetreue Bilder gegeben haben sollte, sind diese verloren gegangen.
Inzwischen hat die Wissenschaft dazu aber viel herausfinden können. Ich fasse in diesem Beitrag zusammen, was ich dazu herausgefunden habe.
Große Pyramide von Gizeh (Cheops): Sie war glatt verkleidet mit feinpoliertem, weißem Tura-Kalkstein. Der reflektierte die Sonne sehr stark, so dass die Pyramide hell strahlte. Ihre Verkleidung ist archäologisch belegt. Erhalten geblieben sind zum Beispiel Verblendsteine. Ein goldener „Gipfelstein“ wird in der Populärliteratur oft erwähnt. In den Quellen ist er im Gegensatz zur Tura-Verkleidung nicht belegt..
Hängende Gärten von Babylon: Ihre Existenz ist umstritten. Es gibt sogar die These, dass sie im assyrischen Ninive zu verorten ist. Einigkeit besteht aber, dass es sie gab. Vorstellen dürfen wir uns sie als große, terrassierte Gartenanlage mit aufwändiger Bewässerung.
Zeusstatue von Olympia: Sie war kein Bauwerk, sondern ein Kunstwerk. Gefertigt von Phidias dürfen wir sie uns als ein sitzendes Kultbild des griechischen Gottes Zeus vorstellen. Sie war etwa 12 m hoch und wohl aus Elfenbein und Gold gefertigt. Pausanias berichtet, dass die Statue mit Öl gepflegt worden ist.
Artemistempel von Ephesos: Dieses Bauwerk muss ein wirklich monumentaler Tempel gewesen sein. Der Tempeltyp war ein Dipteros im Ionischen Stil. Gebaut hat man den Tempel mit Marmor. Er hatte 127 Säulen, die eine Höhe von 18 bis 19 m hatten. Das Bauwerk war sehr üppig verziert und muss seine Besucher wahnsinnig beeindruckt haben.
Mausoleum von Halikarnassos: Hier ließ König Mausolos II. sich ein Grabmal errichten. Es war keine Pyramide wie in Ägypten, sondern eher ein hausartiges Gebäude mit einem pyramidenähnlichen Dach. Und das muss richtig etwas hergemacht haben. Es hatte einen hohen Sockel, um den 36 Säulen angeordnet waren. Darüber war ein pyramidenförmiges Dach mit 24 Stufen. Und als Krönung soll eine Quadriga oben drauf gestanden haben. Hoch war das Mausoleum stolze 45 m. Die Reste des Podiums gibt es heute noch. Die Maße weichen leicht von den antiken Quellen ab, bestätigen aber prinzipiell, was wir über das Mausoleum wissen..
Koloss von Rhodos: An der Einfahrt zum Hafen von Rhodos stand eine imposante Statue des Gottes Helios. Sie war etwa 32–33 m hoch. Berichte, dass die Hafeneinfahrt unter den Beinen der Statue hindurchging, kann die Forschung nicht bestätigen. Wahrscheinlich hohe Bronze-Statue des Helios; gängige Forschung verwirft die „Hafeneinfahrt-Pose“. Möglicherweise stand sie bei der Akropolis von Rhodos oder im Bereich Mandráki. Wir dürfen uns den Gott stehend vorstellen, mit Mantel und Strahlenkrone.
Leuchtturm von Alexandria: Man bezeichnet ihn auch mit dem griechischen Wort für Leuchtturm als Pharos. Es war ein dreigeteilter Turm. Unten war er quadratisch, in der Mitte oktogonal und oben zylindrisch. Insgesamt dürfte er etwas über 100 m hoch gewesen sein. An der Spitze gab es Spiegel, die bei Tag das Sonnenlicht reflektierten und auf das Meer blinkten. bei Nacht brannte hier ein Feuer, das weithin zu sehen war. Von Bildern auf antiken Münzen wissen wir, dass an den Ecken des Gebäudes Figuren standen. Und auf dem Dach mag eine Statue gestanden haben. Im Osthafen von Alexandria hat man Steine des Leuchtturms gefunden, welche die bisherigen Informationen zu Lage und Größe des Gebäudes stützen.
Joseph Victor von Scheffel hat das Lied "Altassyrisch" im Jahr 1854 verfasst. Bekannt ist es unter den ersten fünf Worten der ersten Strophe: Im Schwarzen Walfisch zu Askalon...
Der eigentliche Text hat sechs Strophen. Du findest ihn im Allgemeinen Deutschen Kommersbuch auf Seite 686 (167. Auflage).
Der Text des Liedes
Altassyrisch
1. Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da trank ein Mann drei
Tag, bis dass er steif wie ein Besenstiel am Marmortische lag.
2. Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da sprach der Wirt: Halt
ein! Der trinkt von meinem Dattelsaft mehr, als er zahlen
kann.
3. Im schwarzen Walfisch zu Askalon, da bracht der Kellner
Schar in Keilschrift auf sechs Ziegelstein' dem Gast die Rechnung
dar.
4. Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da sprach der Gast: O weh! Mein bares Geld ging alles drauf im Lamm zu Ninive!
5. Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da schlug die Uhr halb vier, da warf der Hausknecht aus Nubierland den Fremden vor die Tür.
6. Im Schwarzen Walfisch zu Askalon wird kein Prophet geehrt, und wer vergnügt dort leben will, zahlt bar, was er verzehrt.
Oft singen Studenten diese Strophen mit leichten Variationen. In Strophe 2 kenne ich zum Beispiel, dass statt vom Dattelsaft vom Dattelwein, Dattelschnaps oder gar dem Baktrerschnaps gesungen wird.
Zusatzstrophen
Das Lied ist schnell sehr beliebt geworden. So haben sich einige Zusatzstrophen entwickelt, die nicht im Kommersbuch stehen. Einige mir bekannte Strophen sind diese hier:
Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da schlug die Uhr halb
zehn, da konnt' der rausgeworfne Gast schon lange nicht mehr
stehn.
Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da schlug die Uhr halb
elf, da bekam der rausgeworfne Gast vom Wirt eins auf die 12.
Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da schlug die Uhr halb
eins. da sprach der Wirt zum letzten Gast: "das letzte Bier
sei Deins."
Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da schlug die Uhr halb
zwei. da sprach der Wirt zum letzten Gast "Jetzt ist's aus
und vorbei."
Im Schwarzen Walfisch zu Askalon da schlug die Uhr halb
neun, da kroch der rausgeschmiss'ne Gast beim Fenster wieder
´rein.
Im Schwarzen Walfisch zu Askalon, da hängt an einer Wand als Zeichen der Kneipwissenschaft, ein grün weiß rotes Band. (Hinweis: statt "grün weiß rot" können hier beliebige andere Farbkombinationen besungen werden.)
Im Schwarzen Walfisch zu Askalon da trank er wacker fort, und wenn er nicht gestorben wär, tränk´ er noch immer dort.
Von mir
bearbeitete Studentenlieder im History Blog
Ich habe ein
paar Studentenlieder neu vertont und bei YouTube veröffentlicht. Zu einigen
davon schreibe ich auch einen Artikel im History Blog. Dort gibt es auch eine
Übersicht zuden von mir behandelten Studentenliedern.
Studentenlieder
sind ein uraltes Kulturgut
Seit Menschen
gesellig sind, machen sie Musik und singen auch. Bei Studenten war das niemals
anders. Wohl schon im Mittelalter war das so, als in Prag, Wien und Heidelberg
die ersten Universitäten im Heiligen Römischen Reich entstanden. Die erste
deutsche Studentenliedersammlung ging 1781 in Druck. Heute ist das Allgemeine Deutsche Kommersbuch die bekannteste und beste Sammlung
solcher Lieder. Erstmals ist es 1858 erschienen. Aktuell ist die 167. Auflage
von 2019. Sie ist im Morstadt Verlag in Kehl erschienen.
Daneben gibt
es zahlreiche kleinere Liedersammlungen. In der Schweiz gibt es ein eigenes
Schweizer Kommersbuch und in Belgien gibt es den Studentencodex.
Studentenverbindungen
Seit der
frühen Neuzeit gibt es an Universitäten Zusammenschlüsse von Studenten.
Bildliche Umsetzung von "Im Schwarzen Walfisch zu Askalon"
Teilweise
bleiben die Mitglieder diesem Zusammenschluss auch über ihre Studienzeit
verbunden. Wikipediadefiniert eine Studentenverbindung so: Im engeren Sinne versteht man
darunter einen im deutschen Sprachraum verbreiteten Verband von Studenten und
Alumni einer Hochschule in Form einer Gesellschaft mit bruderschaftlichen und
genossenschaftlichen Elementen, der Brauchtum und gewachsene Traditionen pflegt.
Ich denke, das ist nicht verkehrt.
Auf der Welt gibt es ungefähr 1.600
Studentenverbindungen. Davon existieren um die 1.000 in Deutschland, was mit
der langen und guten Tradition von Verbindungen zusammenhängt. Statt des Wortes
Verbindung kann man auch Korporation sagen.
In
Deutschland gibt es viele verschiedene Formen solcher Korporationen: Akademische
Turnverbindungen, Burschenschaften, Corps, Damenverbindungen, Jagdverbindungen,
Katholische Studentenverbindungen (CV, KV, Unitas und andere) und Christliche (Wingolf, Wartburg-Kartell
und andere), Landsmannschaften, Sängerschaften, Turnerschaften oder Vereine
Deutscher Studenten. Die Reihenfolge ist alphabetisch und ohne jede Wertung. Die
Liste ließe sich auch verlängern, wovon ich im Rahmen dieses Beitrags absehe. Leider
hat die Korporationswelt der jüdischen Studentenverbindungen den Terror der
Nazis und deren Verbrechen nicht überlebt.
Zu diesem Beitrag
/ Video habe ich ein Bild bereitgestellt, dass junge Menschen mit Band und
Mütze einer Verbindung zeigt. Es sind keine realen Personen, das Bild ist mit
Hilfe einer künstlichen Intelligenz generiert. Auch sind die Farben nicht die
einer real existierenden Studentenverbindung. Der Nutzung einer KI ist es
allerdings geschuldet, dass ein Bild dem Couleur einer wirklich bestehenden
Verbindung ähnlich sieht. Dafür bitte ich um Nachsicht.
Hinweis zu
künstlicher Intelligenz / Offenlegung
Dieses Video
ist mit der Hilfe von Software und künstlicher Intelligenz erstellt worden.
Das
Musikstück selbst habe ich mit Suno AI erstellt. Das ist eine im Internet frei
zugängliche KI-Plattform, auf der Du Musikstücke und Lieder erstellen kannst.
Ich habe den Text eingegeben und zum Musikstil Vorgaben gemacht. Den Rest hat
die KI erledigt.
Bilder zum
Video habe ich ebenfalls mit der Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt.
Hierzu nutze ich sowohl Copilot als auch ChatGPT. Welche der beiden Tools mir
bei diesem konkreten Video geholfen hat, habe ich mir leider nicht notiert.
Daher kann ich keine Angabe dazu machen.
Falls Dich
das Thema neugierig gemacht hat: Probiere diese Tools doch selbst mal aus.
Hinweis
zum Urheberrecht
Dieses Video
und das Lied selbst unterliegen nicht dem Urheberrecht. Sie sind mit Hilfe von
künstlicher Intelligenz entstanden, was keine „schöpferische Tiefe“ durch einen
Menschen bedeutet. Soweit ich mit meinen Vorgaben und Anweisungen und
Experimenten und Nachbearbeitungen einen urheberrechtsfähigen Anteil am Video
habe, verzichte ich auf die damit zusammenhängenden Rechte.
Du darfst Dir
das Lied und das Video gerne für eigene Zwecke herunterladen, in geselliger
Runde (auch in Vereinen) abspielen oder auf einen Datenträger speichern und
weitergeben. Voraussetzung dafür ist, dass dies ausschließlich
nicht-kommerziell erfolgt. Geld darfst Du nicht nehmen, auch nicht als
„Unkostenbeitrag“. Wenn Dir die Verwertung des Liedes „Unkosten“ bereitet, die
Du von Dritten bezahlt bekommen möchtest, dann lass es bleiben.
Der Schwarze Walfisch auf YouTube
Auf YouTube gibt es mehrere Vertonungen des Liedes mit der üblichen Melodie. Ich habe eine Aufnahme mit Text gefunden, die ich gerne hier einbinde.
Diese Aufnahme gefällt mir sehr gut, auch wenn sie etwas getragen daherkommt.
Die Qualität vieler Aufnahmen, die ich gefunden habe, ist sehr "heterogen". Man hört die Begeisterung der Sänger und die Original-Melodie heraus. Aber in Sachen Tontechnik besteht oft ein gewisses Verbesserungspotential.
Neuvertonung des Schwarzen Walfisch
Ich habe mir den Spaß gegönnt, und das Lied neu vertont. Die Melodie ist eine ganz andere. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Anhören.
Bei Emporio auf Santorin steht die Ruine einer alten Turmburg. Das ist der Goulas.
Der Goulas
Der Goulas ist eine große, alte Turmanlage, die sich am Rande des Ortes Emporio (Εμπορείο) auf Santorin erhebt.
Sie sieht aus wie eine Festung. Die eigentliche Burg ist jedoch der alte Ortskern von Emporio, nicht der Goulas.
Man nennt diese Ruine auch den Turm von Goulas (πύργος του Γουλά). Das Wort Goulas leitet sich von kule ab, dem türkischen Wort für Turm. Dieser Turm ist im 14. Jahrhundert erbaut worden.
Der Iguanodon lebte in der Unterkreide, etwa von 139 bis 113 Millionen Jahre vor der heutigen Zeit. Sein Aussterben fällt in das Ende der Unterkreide. Vermutlich waren durch klimatische Veränderungen die Ursache für sein Verschwinden. Andere Dinosauriergruppen konnten sich besser anpassen und verdrängten den Iguanodon.
Sein Name kann mit Leguanzahn übersetzt werden. Das kommt von seinen charakteristischen Daumenspikes, die an Zähne eines Leguans erinnern.
So lebte der Iguanodon
Der Iguanodon bewohnte offene Wälder und Flussufer mit vielfältiger Vegetation. Fossilfunde zeigen, dass er in Gruppen gelebt hat.
Iguanodon (generiert von ChatGPT)
Das kann man daraus schließen, dass Jungtiere und mehrere erwachsene Exemplare des Iguanodon gemeinsam Opfer einer Überschwemmung wurden. Das ist nur möglich, wenn sie zusammen gelebt haben.
Was seine Fortbewegung angeht, war der Iguanodon ein "fakultativer Quadropede". Eigentlich lief er zweibeinig. Seine beiden Vorderglieder waren aber stark. Er konnte sich also auch auf vier Beinen bewegen. Wahrscheinlich liefen Jungtiere auf zwei Beinen. Sie hatten starre Schwanz- und Rückensehnen. Die halfen ihnen dabei, das Gewicht beim Gang auf zwei Beinen zu tragen.
Ältere Tiere nutzten öfters alle vier Beine. Möglicherweise waren deren Sehen nicht mehr so tragfähig.
Die Fortpflanzung erfolgte bei Dinosauriern über das Ablegen von Eiern. Eindeutig der Art zugeordnete Nestfunde des Iguanodon gibt es bisher nicht. Da der Iguanodon in Herden lebte, ist es wahrscheinlich, dass die Herde gemeinsame Nistplätze hatte. Bei anderen Herdendinosauriern ist das so. Der Nachwuchs ließ sich so besser gegen räuberische Zeitgenossen verteidigen.
Erwachsene Iguanodons erreichten eine Länge von ca. 9 m. Einzelne Exemplare erreichten sogar 11 m Vermutlich konnten sie zwischen 30 und 40 Jahre alt werden.
Der Iguanodon war ein Pflanzenfresser. Er ernährte sich von Niedrigvegetation wie Farnen, Palmfarnen, Koniferen. Also Blütenpflanzen aufkamen, bereicherten diese seinen Speiseplan.
Als Pflanzenfresser war er eine willkommene Nahrungsquelle für nicht vegetarisch lebende Dinosaurier. Sein Daumensporn diente als Verteidigungswaffe. Mittegroße fleischfressende Dinosaurier haben Jagd auf ihn gemacht.
Zum Ende der Kreidezeit gab es klimatische Veränderungen auf der Erde. Die neu aufkommenden Hadriosaurier lebten ganz ähnlich wie er Iguanodon. Wahrscheinlich konnten sie sich besser anpassen und verdrängten den Iguanodon. Der starb aus.
Fossilienfunde des Iguanodon
Der Iguanodon ist insofern spannend, weil seine Fossilien die ersten sicher zuweisbaren Dinosaurierfossilien sind. Schon deshalb ist der Iguanodon ein für die Paläontologie sehr spannendes Tier. Es war im Jahr 1809, als Wiliam Smith in der Nähe von Cuckfield in Sussex (Großbritannien) das Fragment eines großen Schienenbeinknochens fand.
1822 entdeckte Gideon Mantell in der gleichen Gegend mehrere Zähne des Iguanodon. Zunächst nahm man an, dass dieses Tier sich ähnlich einem Leguan auf vier Beinen fortbewegt hat. Schnell erkannte man jedoch, dass die Vorderläufe kürzer waren und dachte an eine känguru-artige Fortbewegung.
In den nächsten Jahrzehnte fand man auf der ganzen Welt Fossilien des Iguanodon. Berühmt sind vollständige Skelette, die man 1878 in einer Kohlemine bei Bernissart fand. Sie gelten bis heute als die wohl ikonischsten Exemplare eines Iguanodon. Insgesamt 31 Tiere sind aus einer Tiefe von 322 m ans Tageslicht gebracht worden.
In Nehden (Nordrhein-Westfalen) ist eine ganze Iguanodon-Gruppe gefunden worden. Erfahre mehr darüber auf der Seite des Feriendorf Nehden. Besonders an diesem Fund ist, dass auch zwei Skelette von Jungtieren mit dabei waren.
Weitere Funde sind in West- und Mitteleuropa, Rumänien, Nordafrika, Nordamerika und in der Mongolei gemacht worden. Das zeigt, dass der Iguanodon eine auf der damaligen Welt wirklich weit verbreitete Tierart war.
Die Funde aus Bernissart sind in Brüssel zu sehen, und zwar im Königlichen Museum der Naturwissenschaften. Wenn Du Dich für den Iguanodon interessierst, ist das wahrscheinlich die bestmögliche Wahl.
Mein Fazit
Der Iguanodon hat es nicht zum Popstar der Unterhaltungsbranche gebracht, wie zum Beispiel der T-Rex. Er taucht ab und zu in gut gemachten Dokumentationen auf, zum Beispiel der BBC.
Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass er wirklich sehr weit verbreitet war. Er zeigte ein komplexes Sozialverhalten. Ich finde den Iguanodon spannend.
Veröffentlichungen zum Iguanodon
Der Iguanodon ist zwar schon lange bekannt. Aber für die wissenschaftliche Forschung ist er nach wie vor von sehr hohem Interesse.
Hier sind einige wissenschaftliche Publikationen über den Iguanodon. Durch Klick auf den jeweiligen Link könnt ihr ein Abstract und dort ggf. auch die Veröffentlichung selbst aufrufen.
McDonald, A. T. et al. New Basal Iguanodonts from the
Cedar Mountain Formation of Utah and the Evolution of Thumb‑Spiked Dinosaurs 2010, PLoS ONE
McDonald,
A. T., Barrett, P. M. & Chapman, S. D. A new basal iguanodont (Dinosauria: Ornithischia) from the Wealden (Lower
Cretaceous) of England 2010, Zootaxa
Norman,
D. B. & Barrett, P. M. Ornithischian dinosaurs from the Lower Cretaceous (Berriasian) of England 2002, Special Papers inPalaeontology Norman,
D. B. A taxonomy of iguanodontians (Dinosauria: Ornithopoda) from the lower Wealden
Group (Cretaceous: Valanginian) of southern England 2010, Zootaxa
Verdú,
F. J., Godefroit, P., Royo‑Torres, R., Cobos, A. & Alcalá, L. Individual variation in the postcranial skeleton of the Early Cretaceous
Iguanodon bernissartensis (Dinosauria: Ornithopoda) 2017, CretaceousResearch
Verdú,
F. J., Royo‑Torres, R., Cobos, A. & Alcalá, L. New systematic and phylogenetic data about the early Barremian Iguanodon
galvensis (Ornithopoda: Iguanodontoidea) from Spain. 2018, HistoricalBiology
Verdú,
F. J., Royo‑Torres, R., Cobos, A. & Alcalá, L. Perinates of a new species of Iguanodon (Ornithischia: Ornithopoda) from the
lower Barremian of Galve (Teruel, Spain). 2015, CretaceousResearch
Verdú,
F. J., Royo‑Torres, R., Cobos, A. & Alcalá, L. Systematics and Paleobiology of a New Articulated Axial Specimen Referred to
Iguanodon cf. galvensis (Ornithopoda, Iguanodontoidea) 2021, Journal ofVertebrate Paleontology
In
dieser Auflistung habe ich nur Veröffentlichungen erwähnt, die ich online
gefunden habe. Es gibt weitere Veröffentlichungen, auf die ich online nicht
zugreifen kann. Daher habe ich sie in diesem Beitrag nicht erwähnt.
Das kroatische Internet-Portal morski.hr berichtet über einen Marmorblock, der im Meer vor Kroatien gefunden wurde.
Gefunden hat diesen Block ein Taucher im Meer vor der Insel Olib.
Der Blick ist 2 m breit, 70 cm lang und 70 cm hoch. Dass es sich um Marmor handelt, ist wissenschaftlich noch nicht bestätigt. Die Angabe beruht auf Untersuchungen des Tauchers, der den Block gefunden hat. Sollte sich das bestätigen, würde dieser Marmorblock ca. 2,6 Tonnen wiegen. Deshalb nimmt der Finder an, dass es sich um Material handeln könnte, aus dem ein Sarkophag geschnitzt werden sollte. Das wäre in der Tat eine denkbare Verwendung für solch einen Block.
Antike Keramiken am Fundort
Es ist mithin noch nicht wissenschaftlich festgestellt, dass es sich um einen Block aus römischer Zeit handelt. Allerdings sind an der Fundstelle bereits viele Artefakte aus römischer Zeit geborgen worden. Die machen einen Zusammenhang sehr wahrscheinlich. Der Block könnte mit anderer Ladung auf einem Schiff transportiert worden sein, das hier gesunken ist.
Zumindest für Hobbytaucher könnte dieser Block zu einem interessanten Tauchspot werden. Er ist alt, interessant und relativ einfach zu erreichen. Selbst Tauchanfänger haben hier die Möglichkeit, vor der Küste Kroatiens zu einem Artefakt aus der Antike zu tauchen.
Gaudeamus Igitur ist als Text und Lied vermutlich schon im Mittelalter entstanden.
Christian Wilhelm Kindleben hat es zuletzt bearbeitet, und in seiner Fassung erscheint der Text im ersten gedruckten studentischen Liederbuch von 1781.
Dieses Lied war ursprünglich ein Lied des studentischen Freisinns und des Aufruhrs. So gibt es einen Bericht aus Göttingen, der ein Ereignis aus der Silvesternacht 1828/29 beschreibt. Studenten zogen randalierend durch Göttingen und sangen Gaudeamus. Das änderte sich aber alsbald. Als die Universität Bologna im Jahr 1888 ihr 800-jähriges Bestehen feierte, wurde Gaudeamus Igitur zur Studentenhymne erklärt. Heute ist dieses Lied auf der ganzen Welt bekannt, geschätzt und immer wieder gesungen. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Gaudeamus Igitur das weltweit beliebteste Studentenlied ist.
Der Text von Gaudeamus Igitur
Gaudeamus igitur
Juvenes dum sumus.
Gaudeamus igitur
Juvenes dum sumus.
Post jucundam juventutem
Post molestam senectutem
Nos habebit humus.
Nos habebit humus.
Ubi sunt, qui ante nos
In mundo fuere,
Ubi sunt, qui ante nos
In mundo fuere,
Vadite ad superos,
Transite ad inferos,
Ubi iam fuere.
Ubi iam fuere.
Vita nostra brevis est
Brevi finietur.
Vita nostra brevis est
Brevi finietur.
Venit mors velociter
Rapit nos atrociter
Nemini parcetur.
Nemini parcetur.
Vivat Academia,
Vivant Professores,
Vivat Academia,
Vivant Professores,
Vivat membrum quodlibet,
Vivant membra quaelibet,
Semper sint in flore!
Semper sint in flore!
Vivant omnes virgines
Faciles, formosae.
Vivant omnes virgines
Faciles, formosae.
Vivant et mulieres
Tenerae amabiles
Bonae laboriosae.
Bonae laboriosae.
Vivat academia!
Vivant professores!
Vivat academia!
Vivant professores!
Vivat membrum quodlibet
Vivant membra quaelibet
Semper sint in flore.
Semper sint in flore.
Vivat et respublica,
Et qui illam regit,
Vivat et respublica,
Et qui illam regit,
Vivat nostra civitas,
Mecaenatum caritas,
Quae nos hic protegit.
Quae nos hic protegit.
Pereat tristitia,
Pereant osores,
Pereat tristitia,
Pereant osores,
Pereat diabolus,
Quivis Antiburschius,
Atque irrisores.
Atque irrisores.
Studentenlieder sind ein uraltes Kulturgut
Seit Menschen gesellig sind, machen sie Musik und singen
auch. Bei Studenten war das niemals anders. Wohl schon im Mittelalter war das
so, als in Prag, Wien und Heidelberg die ersten Universitäten im Heiligen
Römischen Reich entstanden. Die erste deutsche Studentenliedersammlung ging 1781
in Druck. Heute ist das Allgemeine Deutsche Kommersbuch die bekannteste und beste Sammlung solcher Lieder.
Erstmals ist es 1858 erschienen. Aktuell ist die 167. Auflage von 2019. Sie ist
im Morstadt Verlag in Kehl
erschienen.
Daneben gibt es zahlreiche kleinere Liedersammlungen. In der
Schweiz gibt es ein eigenes Schweizer Kommersbuch und in Belgien gibt es den
Studentencodex.
Studentenlieder im History Blog
Ich habe ein paar Studentenlieder neu vertont und werde die nach und nach bei
YouTube veröffentlichen. Zu einigen davon schreibe ich auch einen Artikel im History
Blog. Dort gibt es auch eine Übersicht zu den
von mir behandelten Studentenliedern. Gaudeamus Igitur ist insofern ein Anfang.
Gaudeamus Igitur auf YouTube
Der Chapel Choir der Glasgow University hat auf YouTube eine wunderschöne Aufnahme von Gaudeamus Igitur veröffentlicht. Die binde ich Euch ein, damit Ihr die richtige Melodie zum Lied hört.
Neuvertonung von Gaudeamus Igitur
In 2025 habe ich eine moderne Version im Rockabilly Stil eingespielt. Die Melodie ist eine ganz andere. Viel Spaß beim Anhören.
Hinweis zu künstlicher Intelligenz / Offenlegung
Dieses Video ist mit der Hilfe von Software und künstlicher Intelligenz erstellt worden.
Das Musikstück selbst habe ich mit Suno AI erstellt. Das ist eine im Internet frei zugängliche KI-Plattform, auf der Du Musikstücke und Lieder erstellen kannst. Ich habe den Text eingegeben und zum Musikstil Vorgaben gemacht. Den Rest hat die KI erledigt.
Bilder zum Video habe ich ebenfalls mit der Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt. Hierzu nutze ich sowohl Copilot als auch ChatGPT. Welche der beiden Tools mir bei diesem konkreten Video geholfen hat, habe ich mir leider nicht notiert. Daher kann ich keine Angabe dazu machen.
Falls Dich das Thema neugierig gemacht hat: Probiere diese Tools doch selbst mal aus.
Hinweis zum Urheberrecht
Dieses Video und das Lied selbst unterliegen nicht dem Urheberrecht. Sie sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz entstanden, was keine „schöpferische Tiefe“ durch einen Menschen bedeutet. Soweit ich mit meinen Vorgaben und Anweisungen und Experimenten und Nachbearbeitungen einen urheberrechtsfähigen Anteil am Video habe, verzichte ich auf die damit zusammenhängenden Rechte.
Du darfst Dir das Lied und das Video gerne für eigene Zwecke herunterladen, in geselliger Runde (auch in Vereinen) abspielen oder auf einen Datenträger speichern und weitergeben. Voraussetzung dafür ist, dass dies ausschließlich nicht-kommerziell erfolgt. Geld darfst Du nicht nehmen, auch nicht als „Unkostenbeitrag“. Wenn Dir die Verwertung des Liedes „Unkosten“ bereitet, die Du von Dritten bezahlt bekommen möchtest, dann lass es bleiben.
Im September 2022 habe ich Euch von der Burgruine Mandelberg berichtet. Sie liegt in der Gemeinde Pfalzgrafenweiler im heutigen Baden-Württemberg. Heute sollt Ihr etwas zur Geschichte dieser Burg erfahren.
Die Burg ist sehr alt. Bereits im 11. Jahrhundert gab es an dieser Stelle eine Burganlage, die jedoch abgerissen und mit der heutigen Burg überbaut wurde. Das erste Jahr, aus dem wir von der Burg wissen, ist 1287. In diesem Jahr wird die Mandelberg zum ersten mal in einer Urkunde erwähnt.
Burgfried der Ruine Mandelberg
Im Jahr 1385 gehörte die Burg einem Hans Müller von Mandelberg. Ihren Namen hat die Burg aber wohl nicht von diesem Eigentümer. Eher dürfte es umgekehrt gewesen sein. Denn Untersuchungen haben ergeben, dass die Anlage einen mandelförmigen Grundriss hatte. Die Ausdehnung betrug 45 mal 32,5 Meter. Von dieser Form erhielten die Burg den Namen Mandelberg. Und so kam auch der Name des Burgherren zustande.
Hans Müller von Mandelberg verkaufte die Burg für 1.000 Gulden an den Grafen Wolf von Eberstein. Dieser behielt die Burg nur für 2 Jahre. 1387 wurde der Markgraf Rudolf von Baden dann Eigentümer der Burg.
Im Jahr 1525 kam es zu Aufständen der Bauern. Deren Unmut richtete sich auch gegen die Besatzung der Burg, weshalb sie diese angriffen. Die Burg wurde zerstört. Sie brannte so sehr aus, dass sie aufgegeben wurde.
Burghof der Mandelberg mit Zisterne
Das Gelände mit den Ruinen verfiel, geriet aber nicht in Vergessenheit. 1970 kaufte die Gemeinde Pfalzgrafenweiler die Reste der Gebäude. Der Wildwuchs der vergangenen Jahrhunderte wurde beseitigt, der Turm wurde renoviert und begehbar gemacht. Heute dient er als Aussichtspunkt in die Gegend.
Die Reste der Burg wurden umfangreich saniert, um sie vor dem weiteren Verfall zu schützen. In diesem Zusammenhang fanden Mitte der 1970er Jahre auch archäologische Untersuchungen statt. Die Leitung hatte seinerzeit das Landesdenkmalamt in Karlsruhe. Dabei konnte die bislang nur aus Quellen für 1525 bekannte Zerstörung der Burg nachgewiesen werden. Für eine Weiternutzung nach der Zerstörung gab es dagegen keine Spuren. Die Burg war also endgültig aufgegeben worden.