Poseidon, der gewaltige Gott des Meeres, zählt zu den zentralen Gestalten der antiken griechischen Mythologie. Als einer der zwölf olympischen Götter herrschte er nicht nur über das Wasser, sondern war auch mit Erdbeben und Pferden verbunden.
Das war Poseidon
Seine Gestalt faszinierte die antiken Griechen ebenso wie spätere Generationen – als Symbol unkontrollierbarer Naturgewalten, göttlicher Macht und unerschöpflicher Energie.
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| Poseidon (Bild generiert von KI) |
Poseidon ist der Sohn der Titanen Kronos und Rhea. Damit ist er ein Bruder von Zeus, Hades, Hera, Hestia und Demeter. Wie seine Geschwister wurde auch er von seinem Vater Kronos verschlungen und erst später von Zeus wieder befreit.
Nach dem Sturz
des Kronos teilten sich die drei Brüder die Welt: Zeus erhielt den Himmel,
Hades die Unterwelt und Poseidon das Meer.
Poseidons Frau
ist die Meeresnymphe Amphitrite, Tochter des Nereus. Sie gebar ihm mehrere
Kinder, darunter Triton,
einen Meeresgott mit menschlichem Oberkörper und Fischschwanz. Neben seiner Ehe
hatte Poseidon zahlreiche Affären:
- Mit der Gorgone Medusa zeugte er Pegasos, das
geflügelte Pferd.
- Mit Tyro hatte er die Zwillinge Pelias und Neleus.
- Mit Aithra zeugte er Theseus, den
späteren Helden von Athen (neben Aigeus).
- Weitere Kinder waren Polyphem, der
Kyklop, und Orion,
der Riese.
Poseidons
Nachkommen waren oft Giganten, Helden oder Monster – stets Ausdruck seiner
mächtigen, wilden Natur.
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Wesentliche Erlebnisse nach der griechischen Mythologie
Poseidon
spielte in vielen Mythen eine zentrale Rolle:
- Der Gigantenkrieg: Poseidon kämpfte an der Seite der
olympischen Götter gegen die Giganten.
- Der Streit mit Athena: Er bewarb sich um die Schirmherrschaft
Athens, verlor jedoch gegen Athena, die den Olivenbaum erschuf – Poseidon
hatte nur eine Salzwasserquelle entstehen lassen.
- Poseidon und Troja: Er baute gemeinsam mit Apollo die Mauern von
Troja, wurde jedoch von König Laomedon betrogen. Zur Strafe schickte er
ein Seeungeheuer gegen die Stadt.
- Odysseus: In Homers „Odyssee“ ist Poseidon der
erbitterte Feind des Helden Odysseus, den er wegen der Blendung seines
Sohnes Polyphem jahrelang nicht nach Hause kehren lässt.
- Der Bau von Atlantis: In Platons Dialog „Kritias“ wird Poseidon
als Erbauer der mythischen Insel Atlantis dargestellt, die er mit
sterblichen Nachkommen besiedelte.
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Poseidons Stellung im griechischen Pantheon
Im olympischen
Pantheon war Poseidon der Herrscher über alle Gewässer: Meere, Flüsse, Seen und
Quellen. Er war der zweite mächtigste Gott nach Zeus. Seine Zuständigkeiten
umfassten:
- Meeresgewalten: Kontrolle über Wellen, Stürme, Schiffbruch.
- Erdbeben: Sein Beiname „Enosichthon“
(„Erderschütterer“) bezieht sich auf seine Fähigkeit, mit seinem Dreizack
die Erde erbeben zu lassen.
- Pferde: Poseidon galt als Erfinder der Pferde und
wurde auch als „Hippios“ („der Pferdegott“) verehrt.
- Beschützer von Seefahrern: Vor allem in einer seefahrenden Nation wie
Griechenland war sein Beistand essentiell.
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Verehrung: Tempel und Heiligtümer
Poseidon wurde
in ganz Griechenland verehrt, besonders aber in Küstenregionen und bei
Seefahrern.
Wichtigstes Heiligtum:
- Poseidonheiligtum am Kap
Sounion: Dieses majestätisch über
dem Ägäischen Meer gelegene Heiligtum war das bedeutendste
Poseidon-Heiligtum. Es diente den Seeleuten als Ort des Gebets vor langen
Reisen.
10 bekannte Tempel des Poseidon:
- Kap Sounion (Attika)
- Isthmia bei Korinth – bedeutendes panhellenisches Heiligtum mit
Spielen
- Kalaureia (Poros)
- Thermos (Aitolien)
- Tainaron (Lakonia) – Ort eines berühmten Poseidonorakels
- Helike (Achaia) – durch Erdbeben zerstört, einst große
Kultstätte
- Delphi (Nebenkultstätte zum
Apollonheiligtum)
- Rhodos (Lindos)
- Pylos (Messenien)
- Tenos (Kykladen) – Heiligtum mit Verbindung zu Poseidons Sohn
Aeolos

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