Das Heroon in Messene ist nicht nur ein (verhältnismäßig) gut erhaltenes Gebäude aus alten Zeiten und ein beliebtes Fotomotiv.
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| Das Heroon von Messene |
Pausanias berichtet, dass in ihm ein Bild des Epamiondas aufbewahrt wurde, das aus Bronze gearbeitet war. Er war ein Staatsmann und Feldherr, der als Erfinder der „schiefen Schlachtordnung.“
Diese Taktik setzte darauf, für den Gegner nicht erkennbar einen Heeresflügel deutlich stärker zu besetzen als den anderen. So kann auch gegenüber einem viel stärkeren Gegner eine zumindest punktuelle Überlegenheit erreicht werden.
Am 5. August 371 v.Chr. standen sich die Heere von Sparta und Theben bei Leuktra zur Schlacht gegenüber. Theben war zahlenmäßig deutlich unterlegen. Die Taktik der schiefen Schlachtordnung verhalf den Thebanern dennoch zum Sieg, auch waren ihre Verluste relativ gering. Die von Epamiondas genutzte und wohl erfundene Taktik führte Theben also nicht nur zur Großmacht. Sie hatte auch zur Folge, dass nicht so viele Kämpfer sterben mussten wie sonst zu erwarten gewesen wäre. Ich finde, dass hat etwas.
An diese Geschichte denke ich jedenfalls beim Blick auf das Heroon in Messene.

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