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Donnerstag, 21. Januar 2016

Ersatz von Mietwagenkosten: OLG Dresden schätzt nach dem arithmetischen Mittel zwischen Fraunhofer und Schwacke

Ein Mietwagen ist sehr hilfreich, wenn das eigene Auto kaputt ist.
Immer wieder stehen sehr hohe Mietwagenkosten im Streit, die von Autovermietern unfallgeschädigten Kunden in Rechnung gestellt werden, wenn diese einen unverschuldeten Unfall hatten und deswegen ein Auto anmieten. Gerade erst weist der Bundesverband der Autovermieter Deutschlands e.V. (BAV) darauf hin, dass das OLG Dresden den Ersatz von Mietwagenkosten urteile. Dabei bezieht der BAV sich auf Hinweise, die am 06.05.2015 im Rechtsstreit mit dem Aktenzeichen 7 U 192/14 gegeben worden sind.

Damit ist der BAV allerdings nicht ganz auf dem Laufenden. Mit Urteil vom 30.12.2015 hat das OLG Dresden entschieden, dass es Mietwagenkosten nach dem arithmetischen Mittel der Mietwagenpreiserhebungen von Schwacke und Fraunhofer schätzt. Das Aktenzeichen lautet 1 U 304/15. Insofern meine ich, dass der Hinweis des BAV auf seiner Homepage veraltet ist.


Donnerstag, 10. Oktober 2013

Schwacke Automietpreisspiegel 2013 ist erschienen

Der Bundesverband der Autovermieter Deutschlands (BAV) weist öffentlich darauf hin, dass der Schwacke Automietpreisspiegel 2013 erschienen ist. Seine Mitglieder können das Buch mit einem Rabatt von immerhin 90 Euro beziehen.

Quelle: www.bav.de (09.10.2013)

Der BAV wirft Versicherern gerne mal ein Foulspiel vor, weil sie nicht so begeistert sind, Mietwagenpreise in einer Höhe als Schadensersatz zu bezahlen, wie sie im Schwacke Automietpreisspiegel ausgewiesen sind.

Auch Schwacke als Herausgeber des Marktpreisspiegels weist auf seiner Homepage auf Gerichtsurteile hin, wonach deren Automietpreisspiegel zur Schätzung von Mietwagenkosten geeignet sei, sofern es um Schadensersatz geht.

Es ist schon komisch, wenn ein wirtschaftlich interessierter Verkehrskreis wie die Branche der Autovermieter offen auf seiner Homepage Werbung für einen Mietpreisspiegel macht. Ich dachte bislang, jeder Autovermieter kalkuliert seine Preise selbst und die bestehen dann im Wechselspiel von Angebot und Nachfrage. Dem scheint aber nicht so zu sein. Warum denn haben die Autovermieter es nötig, sich auf dieses Produkt zu berufen?

Und wenn Schwacke auf seiner Homepage darauf hinweist, dass sein Mietpreisspiegel bei Gericht Bestand habe, dann finde ich das auch komisch. Heißt das, dass wer nach einem unverschuldeten Unfall ein Auto mietet, auch zwangsweise zu Gericht muss? Im August habe ich mir im Blog dazu schon einmal Gedanken gemacht. BAV und Schwacke bestätigen diese Gedanken jetzt.