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Samstag, 12. Oktober 2013

Winterreifen - worauf müssen Sie achten?

Von Oktober bis Ostern, so lautet die "O bis O Regel" für Winterreifen. Das sei die Zeit, in der man wintertaugliche Bereifung aufgezogen haben sollte. Im großen und ganzen stimmt das auch.

Und es geht schon los. Kaum ist der Herbst so richtig losgegangen, bricht in Süddeutschland der Winter aus. Im Focus ist ein gutes Protokoll zum Schneechaos in Bayern veröffentlicht worden.

Gut finde ich einen Beitrag der Süddeutschen Zeitung dazu, worauf man bei Winterreifen achten sollte. Darauf möchte ich Euch hinweisen.

Behandelt wird
Im zweiten Teil des Berichts geht es um Fragen wie Versicherungsschutz trotz Sommerreifen, Einlagern der Reifen und drohende Geldbußen.

Ich finde, der Redakteur der SZ, der diesen Beitrag verfasst hat, hat einen guten Job gemacht. Leider habe ich seinen Namen nicht gesehen. Aber lest den Artikel, er ist wirklich gut!

Montag, 26. August 2013

Hinweis zum Nachziehen der Schrauben nach Reifenwechsel

Am 21.08.2013 habe ich auf ein von mir in der SVR besprochenes Urteil des LG Heidelberg hingewiesen. Dort ging es darum, dass jemand die Schrauben an den Reifen nach dem Wechsel nicht hat nachziehen lassen. Das Landgericht war der Meinung, die Werkstatt hätte mehr darauf hinweisen müssen und daß sie deshalb zum Teil für die Folgen des Nicht-Nachziehens der Schrauben haften muss.

Mittwoch, 21. August 2013

Reifenwechsel: achtet auf das Nachziehen der Schrauben!

Der Sommer läuft noch. Aber bald kommt der Herbst, und der Winter lässt dann auch nicht auf sich warten. Viele Leute werden dann an ihren Autos die Sommer- zu Winterreifen wechseln.

In Ausgabe 2/2013 der Zeitschrift Straßenverkehrsrecht habe ich ein Urteil des Landgerichts Heidelberg (Aktenzeichen 1 S 9/10) besprochen (Seite 59 f.).

Dort hatte jemand seinen Reifen wechseln lassen. Die Werkstatt hat ihm auf die Rechnung einen Warnhinweis geschrieben "Radschrauben nach 50-100 km nachziehen!!"

Dies geschah nicht. Der Mann fuhr und fuhr, irgendwann veränderten sich Geräuschkulisse und Fahreigenschaft des Fahrzeugs. Statt nachzugucken was ist, fuhr der Mann weiter. Auch ein Klackern bei jedem Brems- und Beschleunigungsvorgang war ihm kein Anlaß nach der Ursache zu suchen.

Dann kam es zum Schaden, nachdem sich eines der Räder während der Fahrt abgelöst hat. Das LG Heidelberg hat die Werkstatt verurteilt, 70% des entstandenen Schadens zu ersetzen. Begründung: Der Warnhinweis auf der Rechnung reiche nicht. Der Kunde müsse die Rechnung nur bis zu seiner Unterschrift lesen, der Warnhinweis stand hier darunter.

Das Mitverschulden des Autofahrers bewertete das Gericht demgegenüber deutlich geringer.

In meiner Anmerkung war ich etwas zurückhaltend. Der Kollege Tamas Ignacz hat das Urteil auf Anwalt.de kommentiert. Das Portal Krafthand macht die Werkstätten denn auch deutlich auf den richtigen Warnhinweis aufmerksam.

Ehrlich gesagt finde ich es aber schon ziemlich hart einer Werkstatt, die den Warnhinweis schriftlich auf der Rechnung - wenn auch unterhalb der Unterschrift - gegeben hatte, eine höhere Haftung zuzusprechen als einem Kunden, der Veränderungen an Geräuschkulisse und Fahreigenschaft an seinem Fahrzeug ignoriert hat. Von einem Musterurteil möchte ich hier nicht unbedingt sprechen wollen.