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Dienstag, 1. September 2015

Funkchips als Schwachstelle bei der Sicherheit von Autos

Auto weg - dank moderner Technik?
Moderne Autos haben nicht mehr den klassischen Schlüssel, der mechanisch eingesteckt und gedreht werden muss, damit sie sich öffnen oder starten. Das funktioniert per Funk.

Diese Technologie hat illustre Namen wie Keyless Go und ist inzwischen sehr weit verbreitet. Als Marke ist Keyless Go übrigens auf die Daimler AG registriert.

Doch hier gibt es auch Schwachstellen. In den Medien tauchen immer wieder Berichte auf, dass Autos sich hacken lassen:
Diese Geschichten lesen sich recht lustig, wenn man selbst nicht betroffen ist. Das Ärgerliche bei so etwas ist, dass es ja nicht nur darum geht von außen den Scheibenwischer anzustellen oder die Hupe zu betätigen. Wenn echte Bösewichte ein Auto hacken, wollen sie es entweder öffnen um etwas zu klauen - oder sie wollen gleich das ganze Auto stehlen. Und hier beginnt es sehr unangenehm zu werden.

Der Einbruch ins Auto bzw. die Totalentwendung sind über die Teilkasko versichert. Dem Kunden kommen hinsichtlich des Nachweises, dass sich hier ein Dieb unbefugt Zugang verschafft hat, gewisse Beweiserleichterungen zu. Ein Indiz für einen Einbruch sind immer die Spuren, welche von den Einbrechern beim Aufbruch hinterlassen worden sind. Und die gibt es nicht mehr. Natürlich besteht grundsätzlich trotzdem Versicherungsschutz. Aus meiner Sicht sind die technologischen Schwachstellen bei den Chips vor allem eine Herausforderung an die Kfz-Versicherer, damit sachgerecht umzugehen.

Dennoch ist es gut, wenn Kunden sich schützen so gut es geht. Wenn Ihr für Euer Fahrzeug so einen Funkchip habt, sprecht bitte mit Eurem Autohaus über die Sicherheit. Sollte der Hersteller da ein Sicherheitsupdate anbieten - unbedingt machen. Ansonsten kann man nur allgemein ganz vorsichtig sein.

Dienstag, 20. August 2013

Versicherungen und das Internet

Gestern habe ich mir noch Gedanken dazu gemacht, was das Internet und Autos miteinander gemein haben. Im Februar hat sich der Blogger Eckhart Freuwört Gedanken zu Unternehmen, IT-Sicherheit und Hackern gemacht.

Heute erzähle ich von der Realität, die in Gestalt einer ziemlich dummen Panne in der Versicherungswirtschaft aufgetaucht ist. Ich meine nicht den MiniDuke, von dem Spiegel Online heute berichtet.

Die Ruhrnachrichten berichten in ihrer Online-Ausgabe vom 27.02.2013, dass der Provinzial Versicherung in Münster am Dienstag ihre Domain abhanden gekommen ist. Kurze Zeit später hatte die Provinzial die Domain wieder.

Ich stelle mir vor, dass das der Mega-Gau für ein Großunternehmen ist, wenn die Domain flöten geht. Alle Mitarbeiter haben eine eMail, ein Großteil der Kommunikation läuft darüber. Mit der Domain sind natürlich auch die Mitarbeiter nicht mehr erreichbar. Alle elektronische Kommunikation findet schlicht nicht mehr statt. Ich möchte nicht wissen, was da in Münster los war in den letzten 48 Stunden. Die Versicherungskammer war wohl änlich betroffen, hat ihre Domain aber auch zurück.

Wenn ich privat kein Internet mehr zur Verfügung hätte, wäre das ziemlich blöd. Aber ich würde es überleben und für meinen dringenden Bedarf wohl in ein Internetcafe gehen.

Stelle ich mir aber vor, im Job würde die Domain ausfallen und die elektronische Kommunikation nicht mehr stattfinden - ich glaube, das Chaos wäre ziemlich übel. Den betroffenen Unternehmen und ihren Mitarbeitern drücke ich daher die Daumen, dass diese Sache ohne Schaden bewältigt werden kann.