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Dienstag, 28. Mai 2019

Vergleichsportal muss Vergleich von Kfz-Tarifen ändern

Im Dezember 2014 bin ich im Blog kurz auf das Thema Vergleichsportale für Versicherungen eingegangen. Die bekannten Seiten dienen nicht uneigennützig dem Verbraucherschutz. Es handelt sich um Versicherungsmakler. Dennoch finde ich sie toll, denn Versicherungen kann man hier sehr transparent vergleichen.

Aber Check24 vergleicht nicht nur mit den Versicherungen, die dort vermittelt werden. Auch andere Versicherungen werden berücksichtigt. AssCompact berichtet jetzt aber von einem Urteil, dass Check24 zwingt seine Darstellung etwas zu ändern. Die Kfz Tarife müssen jetzt ohne Nennung des Preises dargestellt werden.

Ich finde das schade. Denn jetzt weiß ich letzten Endes nicht mehr, für welchen Preis ich einen Tarif mit den von mir gewünschten Leistungen bekommen kann.

Dass Check24 auch Tarife anzeigt, die nicht vermittelt werden, hat für mich als Verbraucher nämlich etwas sehr Gutes: ich kann mir leichter eine Meinung dazu bilden, ob ich die Versicherung abschließen möchte oder ob ich lieber doch erst noch einmal bei einem anderen Anbieter nachfrage, dessen für mich gute Leistung zu einem günstigeren Preis zu haben ist.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Handelsblatt vs. DEBEKA: Manege frei für die nächste Runde

Wegen der Tippgeberpraxis in Behörden tobt ein regelrechter Medienkrieg mit gravierenden Vorwürfen. Selbst die Interessenvertretung der Versicherungsvermittler hat sich schon zu Wort gemeldet.

Nun gibt es weitere Attraktionen in diesem Circus, die dem dankbaren Publikum geboten werden.

Das Handelsblatt wirft der DEBEKA vor, auch über Kontakte zur Polizeigewerkschaft Versicherungen zu vertreiben.

Ein Gedanke: Gewerkschaften haben viele Mitglieder. Durch die Vereinbarung von Gruppenversicherungen können diese bei den Beiträgen profitieren. Auch kann es sein, dass Beamte, die sich privat zu versichern haben, durch Gruppenversicherungsverträge am Thema Gesundheitsprüfung ganz oder zum Teil vorbei kommen. Das weiß ich zwar nicht von der DEBEKA, mir ist sowas aber in Zusammenhang mit anderen privaten Krankenversicherungen und berufsständischen Organisationen bekannt. 

Insofern finde ich das, worüber das Handelsblatt hier berichtet, nicht beanstandenswert. Es reizt einen geradezu die Frage zu stellen, ob berufsständische Organisationen der Journalisten ihren Mitgliedern irgendwelche Vorteile bieten. Dazu, so dachte ich, seien solche Organisationen eigentlich da. Und ich fände das dann auch nicht zu beanstanden. Aber diesem Reiz gebe ich über diesen Absatz hinaus nicht nach.

Der eigentliche Hammer kommt aber in einer Meldung von ProContra Online. Die DEBEKA hat gegen das Handelsblatt nach dieser Meldung eine einstweilige Verfügung erwirkt. Hierzu gibt es auch eine Pressemitteilung der DEBEKA. Danach darf das Handelsblatt folgendes nicht mehr tun:

  • Den Eindruck erwecken, die DEBEKA unterhalte ein "geheimes System von Zuträgern" in der Beamtenschaft.
  • Die DEBEKA zahle im Vorfeld eines Vertragsabschlusses für einen "bloßen Tipp" 50 Euro.
  • Tippgeber würden zu einer vom rheinland-pfälzischen Ministerium abgemahnten Gewinnerzielung "angestachelt."
  • Das hessische Innenministerium habe die mit Provisionen honorierten Tätigkeiten der Beamten als Tippgeber am 20.12.2010 in einem Erlass als "illegal" bezeichnet.
Welches rheinland-pfälzische Ministerium hier abgemahnt haben soll, wird nicht gesagt. Das vermisse ich. Dass aber ein Gericht entscheidet, diese doch sehr zentralen Vorwürfe dürften nicht mehr verbreitet werden, wirft ein schales Licht auf die Recherche des Handelsblatts.

Nun muss man sehen, dass es sich um eine einstweilige Verfügung handelte. Die werden auch ohne vorherige Anhörung des Antragsgegeners erlassen, wenn es sich um gravierende und dringende Angelegenheiten handelt. So wird es die DEBEKA wohl sehen, sonst hätte sie diese rechtlichen Schritte nicht unternommen und sie hätte auch keine Pressemitteilung zu dem Thema gemacht. Und damit kann es gut sein, dass das Handelsblatt die Angelegenheit ganz anders sieht und seinerseits die ihm möglichen Rechtsmittel gegen diese Verfügung einlegt.

Mir kommt das ganze inzwischen vor wie eine Zirkusvorführung. Nur weiß ich nicht, ob es sich um journalistische Akrobatik erster Güte handelt, oder um eine drittklassige Clownvorstellung. Und wer der Beteiligten was ist, weiß ich inzwischen auch nicht mehr. Ich denke, im Laufe des nächsten Jahres wird das geneigte Publikum mehr erfahren können.

Freitag, 13. Dezember 2013

Versicherungsvermittler kritisieren Tippgeber in den Behörden

Anfang Dezember bin ich hier auf einen Bericht des Handesblatts eingegangen. Es zeigte auf, wie Beamte in Behörden Versicherungsvertrieb machen und sich teils dadurch lukrative Nebeneinkünfte verschafften.

Nunmehr hat sich der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V (BVK) zu der Sache geäußert und deutliche Kritik geübt. Bestätigt sieht der BVK sich, wie er kurz danach in einer zweiten Pressemitteilung erklärte, durch ein Urteil des BGH zum Versicherungsvertrieb über Tchibo.

Das Handelsblatt hat zudem weiter recherchiert. Es dokumentiert, wie das Netzwerk zwischen Beamten und einer Versicherungsgesellschaft funktioniert.

Auf meinen letzten Blogeintrag hat mir ein Bekannter etwas sehr interessantes erzählt, von dem ich hier gerne berichten möchte. Als er sein erstes juristisches Staatsexamen geschrieben hatte und auf die Noten wartete, wurde er von einem Versicherungsvertreter auf eine private Krankenversicherung angesprochen. Denn die benötige er im Referendariat. Der Mann wusste also vom bestandenen Examen, ehe mein Bekannter (der Prüfling!) davon etwas wusste. Das finde ich dann schon eine sehr krasse Sache.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Beamte: Tippgeber in der Versicherungswirtschaft oder Versicherungsagentur während der Dienstzeit?

Das Handelsblatt brachte zwei interessante Berichte über den Versicherungsvertrieb in der Beamtenschaft.

Zwei namentlich genannte Konzerne (Bericht vom 26.11.2013 und vom 02.12.2013) haben sich traditionell auf die Beamtenschaft als Kundenklientel konzentiert.

Das Handelsblatt möchte wohl weiter recherchieren. Man ruft die Leser dazu auf, Insiderinformationen direkt dorthin zu berichten.

Es ist wohl legal, wenn Beamte einem Versicherungsvermittler einen Hinweis auf einen möglichen neuen Kunden geben, und für diesen Tipp eine Vergütung erhalten. Ob es mit dem Beamtenrecht zu vereinbaren ist, wenn während der (vom Steuerzahler bezahlten) Dienstzeit eine Versicherungsagentur mit bis zu 1.000 Kunden betrieben wird, steht für mich da auf einem anderen Blatt. Ich persönlich finde, das müsste man schon trennen.

Insofern finde ich, dass das Handelsblatt hier schon die richtigen Fragen stellt. Man muss sich auch die Gelder und Geschäftspraktiken ansehen, um die es dabei geht. Die FAZ spricht von illegalem Datenhandel. Der Focus berichtet von bis zu 100 Millionen €, die an mehr als 10.000 Beamte geflossen sein sollen. Nach dem Stern sollen einzelne Beamte hunderdtausende Euro für Maklerdienste erhalten haben. Das ist schon eine Menge.

Die Debeka als einer der betroffenen Gesellschaften widerspricht dem Vorwurf jedoch. Deren Vertriebspraxis stehe in Einklang mit den geltenden gesetzlichen Regeln. Man spricht von Tippgeldern zwischen 0 € und 15 €, was ich persönlich von der Höhe her nicht so dramatisch finde.

Mein Problem ist dabei nicht, dass Versicherungen Vermittlern Provisionen zahlen. So funktioniert der Vertrieb (nicht nur bei Versicherern) nun einmal. Mein Problem ist, dass Beamte aus Steuergeldern entlohnt und eine sehr gesicherte Existenz haben. Das im Gegensatz zur breiten steuerzahlenden Masse der Menschen hierzulande. Ich finde es dann nicht richtig, wenn während der Dienstzeit Nebengewerbe betrieben werden können.

Aus meiner Sicht liegt das Problem nicht bei den in den Medien genannten Versicherungen. Das eigentliche Problem liegt in der Beamtenschaft. Die Dienstherren sind aufgerufen, das zu unterbinden.

Die von der Debeka genannten Provisionen vermögen nicht  die von Focus und Stern genannten Zahlen zu erklären. Dafür sind Tippgelder von maximal 15 € zu niedrig. Mein Mißtrauen richtet sich dabei allerdings durchaus auch gegen die Journalisten, deren Zahlen ich nicht nachvollziehen kann.

Ich hoffe, dass hier noch weitere Aufklärung erfolgen wird.

Dienstag, 27. August 2013

Schutzbrief - Hilfe bei Autopanne

Wer mit seinem Auto unterwegs ist, kann eine Panne haben. Es springt nicht an, hat einen Defekt oder was auch immer. Man braucht dann eine unkomplizierte Hilfe. Jemand, der vorbeikommt. Sich die Sache mal ansieht. Wenn möglich, die Karre wieder ins Laufen bringt.

Klassischerweise sollten Fahrzeughalter daher einen Schutzbrief haben.

Die Leistungen eines Schutzbriefes sind in der Mitgliedschaft in einem Automobilclub (z.B. ADAC oder ACE) mit enthalten. Oder man schließt ihn zusätzlich zu seiner Autoversicherung mit ab. Alle Kfz-Versicherer bieten ihn an, z.B. die HUK.

Die Unterschiede zwischen den jeweiligen Leistungen werden in Verbraucherforen immer wieder diskutiert, so bei Yahoo oder dem Motor-Talk. 2010 kam die Welt zum Ergebnis, dass die Schutzbriefe der Versicherer häufig günstiger seien als die der Automobilclubs.

Ich empfehle, sich genau Gedanken über das zu haben, was man möchte. Wer Mitglied in einem Automobilclub sein möchte, braucht bei seiner Autoversicherung keinen Schutzbrief abzuschließen und zu bezahlen. Wer kein Fan einer Clubmitgliedschaft ist, der ist mit einem Versicherungsprodukt gut beraten. Die jeweiligen Leistungen sind geringfügig verschieden. Insofern kommt man nicht umhin, nicht nur den Preis zu vergleichen, sondern auch was genau man jeweils für sein Geld bekommt.

Die wesentliche Leistung eines Schutzbriefs ist die unkomplizierte Pannenhilfe. Die ist - soweit ich es sehe - bei allen Anbietern gleich gut.