Posts mit dem Label Carsharing werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Carsharing werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 3. September 2014

Carsharing: Hinweis auf Studie von Civity

Carsharing: ein Auto, mehrere Nutzer
Das Thema Carsharing wurde hier im Blog schon behandelt. Ist es ein Weg in die Hölle?

Seitens der Autovermieter, die im Bundesverband der Autovermieter (BAV) organisiert sind, gibt es jedenfalls Bedenken gegen privates Carsharing. Man muss dabei sehen, dass hier eine Konkurrenz mit ungleichen Wettbewerbsbedingungen zu entstehen droht. Aber die vom BAV genannten Argumente sind durchaus ernst zu nehmen.

Jetzt wird eine neue Studie bekannt, die von Civity erstellt wurde. Das ist ein Beratungsunternehmen für öffentliche Dienstleistungen. Hier muss man eine Nähe zum öffentlichen Nahverkehr sehen. Der SPIEGEL berichtet über die Studie. Die Studie mit dem Titel urbane Mobilität im Umbruch kann direkt beim Unternehmen angefordert werden. Auszüge befinden sich auch auf der Homepage.

Auf dieses Thema möchte ich die Leser meines Blogs zur Meinungsbildung hinweisen.

Samstag, 7. Juni 2014

Carsharing: Idee aus der Hölle oder die Zukunft der Mobilität?

Im Sommer letzten Jahres habe ich Euch auf das Thema Carsharing aufmerksam gemacht.

Die Grundidee ist einfach: man hat ein Auto und lässt es andere - gegen Beteiligung an den Kosten - mit benutzen. Es gibt privates und gewerbliches Carsharing. Für Autovermietungen kann es durchaus ein interessantes Geschäftsfeld sein. Neue Startups organisieren privates Carsharing.

Ich habe jetzt in einem Blog der Welt einen interessanten Erfahrungsbericht von Cordula Schmitz zu ihren Erfahrungen beim Carsharing gesehen. Auf den möchte ich Euch hinweisen. Sie nennt privates Carsharing eine Idee aus der Hölle. Bei der Lektüre ihres Blogeintrags habe ich sehr schmunzeln dürfen. Vielleicht geht es Euch auch so?

Montag, 17. März 2014

Ersatz von Mietwagenkosten bei fehlender Zulassung als Mietfahrzeug

Auf Anwalt.de habe ich heute einen interessanten Beitrag von Rechtsanwalt Christian Setzpfandt gefunden. Er diskutiert, wie ein Mietwagen zugelassen sein muss.

Er stellt zunächst (richtig) fest, dass ein Auto als Mietfahrzeug zugelassen sein muss. Ist es das nicht, wird es aber trotzdem gewerblich vermietet, kann dies wettbewerbswidrig sein.

Die Branche der Autovermieter hat vor diesem Hintergrund ihre Schwierigkeiten mit privatem Carsharing. Die gewerblichen Autovermieter haben für Versicherungen und auch die järliche Vorführung zur Hauptuntersuchung nach ihrer Meinung höhere Kosten als Privatleute, die ihr Auto gelegentlich jemand anderem überlassen. Interessant finde ich den Hinweis, dass deswegen im vergangenen Jahr eine Klage gegen einen Carsharing-Anbieter erhoben wurde. Ich denke, so ein Prozess bringt für alle Beteiligte die notwendige Rechtsklarheit.

Dann führt Rechtsanwalt Setzpfandt (ebenfalls richtig) aus, dass eine möglicherweise fehlende Zulassung als Mietwagen keine Auswirkungen auf die Erstattungspflicht der Mietkosten gegenüber dem Geschädigten haben muss.

Ich persönlich empfehle trotzdem, stets auf die Zulassung eines Mietwagens zu achten, wenn Sie bei einem Autohaus oder einer Autovermietung ein Fahrzeug mieten. Nur wenn ein Auto auch als Mietwagen zugelassen ist, können Sie als Mieter davon ausgehen, dass in Sachen Sicherheit alles  in Ordnung geht. 

Was die Erstattung nach einem Unfall angeht, ist etwas anderes allerdings zur Höhe der Mietwagenkosten zu sagen. Hier kann man schon den Eindruck gewinnen, dass manche Vermieter so hohe Preise berechnen, dass die Kunden geradezu zwangsweise zu Gericht getrieben werden.

Natürlich kann man sagen, dass die "bösen" Versicherer doch einfach mehr bezahlen sollen als sie tun. Zu einem Streit gehören allerdings immer mehrere Leute. Ich selbst beobachte schon eine Praxis, die Rechnungen deutlich teurer zu schreiben wenn im Ergebnis ein Versicherer zahlen soll als wenn der Mieter selbst zahlt. Dass Versicherer dieses Spiel nicht mitspielen, ist plausibel.

Die Frage wettbewerbsrechtlicher Probleme zwischen Autovermietern mit der Frage der Schadensersatzpflicht des Schädigers nach einer unfallbedingten Anmietung zu verknüpfen, finde ich schon recht bemerkenswert. Meiner Meinung hat beides nichts miteinander zu tun.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Der BAV und das private Carsharing

ein Auto, drei Nutzer - der Idealfall
Ein Auto, mehrere Nutzer. Die es nicht intensiv, aber gelegentlich benötigen. Was liegt näher, als sich die Kosten des Gemeinschaftsfahrzeugs zu teilen. Auf Denglisch (= eingedeutsches Englisch) bezeichnet man das dann als Carsharing.

Mit dieser neuen Form der Fahrzeugnutzung hatte ich mich im August schon einmal in diesem Blog beschäftigt.

Der Knackpunkt für manche ist die Tatsache, dass es für Privatfahrzeuge nicht so hohe Zulassungshürden gibt wie für gewerblich vermietete Fahrzeuge. Der Bundesverband der Autovermieter hat am 14.10.2013 in einer auf seiner Homepage veröffentlichten Erklärung dieses Thema auch noch einmal aufgegriffen. Dabei weist er auf einen wohl nicht ganz unrichtigen Aspekt hin:
Wer ein Kraftfahrzeug gegen Geld wechselnden Benutzern vermieten möchte, hat es - jedenfalls derzeit - als Selbstfahrervermietfahrzeug zuzulassen, mit der Folge einer 1-jährigen Frist zur nächsten fälligen Hauptuntersuchung und einer speziellen Versicherungspflicht.
Der Gesetzgeber hatte den Blick auf die Verkehrssicherheit gerichtet, als er diese Zulassungspflicht einführte. Werden Fahrzeuge vermietet, sind sie nach seiner Auffassung stärker in Gebrauch und deshalb auch häufiger mit technischem Sachverstand zu überprüfen. Die Durchsetzung geltender Regeln verfolgen wir nicht auf Wunsch einzelner Unternehmen, sondern im Interesse der Branche der gewerblichen Autovermietungsunternehmen. Viele unserer Mitglieder sind als Familienbetrieb in der Region tätig.
Für die Fahrzeuge gewerblicher Autovermieter gehen wir davon aus, dass diese Zulassungsvorschrift überholt ist, da Mietwagen, bevor technische Mängel auftreten, bereits als sehr junge Gebrauchte wieder verkauft werden, häufig bereits nach 6-9 Monaten. Doch bei den Fahrzeugen privater Vermieter sieht das anders aus. Diese Fahrzeuge sind zumeist sehr viel älter und teilweise schon sehr viele Kilometer gelaufen. 
Daher fordert der BAV folgendes:
Hier liegt es sogar näher, auf eine 1-jährige technische Untersuchung zu bestehen, um Verkehrssicherheitsprobleme bei der Vermietung zu minimieren. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass diese gesetzliche Vorgabe gerade beim Privatcarsharing berechtigt ist. 
Zwar betont der BAV, es gehe ihm nicht darum Konkurrenz zu verhindern, sondern sie zu ermöglichen. Aber man muss schon sehen, dass es ein fleißiger Interessenverband ist, und dass Carsharing für viele Autovermietungen eine interessante Geschäftsperspektive darstellt. 

Immerhin sieht der BAV jetzt auch, dass bei privatem Carsharing derzeit keine gesondert als Selbstfahrer-Mietfahrzeug zugelassenen Autos notwendig sind. Ich denke, der Gesetzgeber wird die Entwicklung in dem Bereich sehr aufmerksam verfolgen. Derzeit gibt es zum Carsharing noch keinen wirklich großen Markt, aber es scheint einen Bedarf zu geben. Das Auftauchen vieler Vermittlungsplattformen im Internet ist für mich in Indiz dafür. 

Man  muss sich die Angelegenheit sehr in Ruhe ansehen. Wichtig scheint mir, dass für die teilnehmenden Fahrzeuge ein vernünftiger Versicherungsschutz besteht. Bei den mir bekannten Vermittlungsplattformen wird das von diesen gewährleistet, so dass ich da für teilnehmende Verbraucher eher Vor- als Nachteile sehe. Dass Fahrzeuge verkehrstauglich sein müssen, erscheint mir selbstverständlich. Und das möchte ich nicht nur bei Carsharing oder  Mietwagen, sondern bei allen auf der Straße befindlichen Autos gewährleistet sehen.

Freitag, 23. August 2013

Carsharing - neue Form der Fahrzeugnutzung

Die Grundidee ist ganz einfach: ein Auto wird nicht von nur einer Person benutzt, sondern von mehreren Leuten die sich die damit verbundenen Kosten teilen.


Dieses Konzept bezeichnet man als Carsharing. Gestern habe ich in der Welt dazu einen recht interessanten Beitrag gesehen.

Kommerzielles Carsharing kannte ich schon. Ehe ich mir ein Auto zugelegt habe, habe ich überlegt, stattdessen am Carsharing der Deutschen Bahn teilzunehmen. Unser hiesiger Verkehrsverbund, der RMV, bietet ebenfalls ein Carsharing an. Für mich als Besitzer einer Bus-Jahreskarte wäre das auch gar nicht so teuer.

Allerdings gibt es auch privates Carsharing. Das wird nicht unkritisch gesehen. So hat der Bundesverband der Autovermieter (BAV) am 13.03.2013 vor Sicherheitsrisiken beim privaten Carsharing gewarnt.

Die Autovermieter sehen Carsharing allerdings auch als eigenes Geschäftsfeld. Privates Carsharing, das eben nicht gewerblich ist und von dem die Fahrzeughalter auch nicht leben müssen, ist da schon eine erhebliche Konkurrenz. Die Wirtschaftswoche sah die Öffentlichkeitsarbeit des BAV deshalb auch recht kritisch.

Auf der Homepage des BAV fand ich dann auch einen Hinweis auf den Landkreis Wetterau. Dort ist man der Meinung, dass ein Auto als Selbstfahrer-Mietfahrzeug zugelassen (und versichert) sein muss, wenn man auch als Privatperson damit am Carsharing teilnehmen möchte. Ob das rechtlich so richtig ist, da bin ich mir nicht sicher. In der Straßenverkehrsordnung ist der Anknüpfungspunkt an die besondere Zulassungspflicht (und die damit verbundenen Auflagen), dass die Vermietung gewerblich erfolgt. Ich finde, davon kann man nicht sprechen wenn ein Privatmann über eine Carsharingplattform sein Fahrzeug gegen Entgelt ab und am einem Dritten überlässt. Davon kann man auch nicht sprechen, wenn sich zwei oder drei Privatleute gemeinsam ein Auto anschaffen und es wechselnd nutzen. Aber dem Landkreis Wetterau ist zuzugestehen, dass die Straßenverkehrszulassungsverordnung in diesem Punkt schlicht ungenau ist. Ich denke, das sich gerade entwickelnde Carsharing hatte der Gesetzgeber bislang nicht auf dem Schirm. Ob sich daran nach der anstehenden Bundestagswahl etwas ändern wird, muss sich erst noch zeigen.

Ich finde auf jeden Fall, die Sache mit dem Carsharing ist eine spannende Entwicklung. Wie diese in den nächsten Jahren weitergehen wird, interessiert mich sehr.

Wer weiß... vielleicht schaffe ich mein Auto irgendwann doch wieder ab und nehme an einem Carsharing teil.