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Samstag, 15. März 2014

Neues zur Werkstattoffensive der HUK Coburg

Am letzten Sonntag habe ich darüber berichtet, dass Kunden der HUK Coburg voraussichtlich in Kürze auch ihre Inspektionen im Werkstattnetz der Versicherung machen lassen können. Dies hat für reichlich Aufmerksamkeit in allen interessierten Kreisen geführt. Auf die Beiträge von Autohaus oder einen neuen Beitrag beim Blog Captain HUK möchte ich in diesem Zusammenhang hinweisen.

Nun entnehme ich einem Beitrag der Welt doch noch mehr Details. Danach hat die HUK eine eigene Tochtergesellschaft gegründet, die dieses Geschäft betriebt. Details kenne ich nicht, aber das Verbot versicherungsfremder Geschäfte dürfte so kein Thema mehr sein. Das letzte Wort zum Thema wird dann aber vermutlich die BaFIN haben.

Denn die Versicherungsgesellschaft selbst betreibt das Geschäft jedenfalls nicht, wenn es eine rechtlich eigenständige Tochtergesellschaft tut. Die HUK hat zu dem Thema selbst aber noch keine Mitteilung gemacht, jedenfalls finde ich auf deren Presseseite bislang nichts.

Ich finde das eine sehr spannende Entwicklung. Ob so ein Angebot angenommen wird oder nicht, liegt im Ergebnis ohnehin in der Hand der Verbraucher. Ich selbst gehe mit meinem Auto jedenfalls weiterhin in meine Markenwerkstatt und bin auch bereit, die dortigen Preise zu zahlen. Weil ich weiß, dass diese Werkstatt qualitativ sehr gut arbeitet. Insofern liegt die Meßlatte aus meiner Sicht sehr hoch.

Die HUK geht hier ein gewisses Wagnis ein. Wie es ausgeht, bleibt abzuwarten. Für die Kunden ist es jedenfalls ein attraktives zusätzliches Angebot, über dessen Wahrnehmung sie selbst zu entscheiden haben.

Montag, 16. September 2013

OLG Oldenburg: 50% Schadensersatz wenn Unfall nicht aufklärbar ist

In Autohaus Online wird von einem Urteil des OLG Oldenburg berichtet (Aktenzeichen 6 U 64/12, Urteilsdatum 11.05.2012).

Darin geht es um folgendes: ein einer Baustelle fuhren ein Pkw und ein Lkw nebeneinander. Beide berührten sich, ein Schaden entstand. Nicht geklärt werden konnte, ob der Pkw in die andere Fahrbahn kam oder der Lkw. Das OLG Oldenburg entschied, dass der Schaden je hälftig zu teilen ist. Wegen Unaufklärbarkeit muss jeder der Beteiligten dem jeweils anderen je 50% des Schadens ersetzen.

Ich finde die Entscheidung jetzt richtig so. Eine Haftung für entstandene Schäden gibt es aus zwei Rechtsgründen: einmal Verschulden, das andere mal die Betriebsgefahr.

Ein Verschulden läge vor, wenn man einem Fahrzeug hätte nachweisen können, dass es die Spur gewechselt hat. Das war nicht möglich, also konnte keinem der Beteiligten ein Verschulden nachgewiesen werden. Ergebnis: keine Haftung aus Verschulden.

§ 7 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) bestimmt, dass man einen Schaden ersetzen muss, der bei dem Betrieb eines Kraftfahrzeugs entstanden ist. Das heißt aber noch nicht, dass der Schaden voll ersetzt werden muss. § 17 Absatz 1 StVO besagt, dass der Umfang der Ersatzpflicht davon abhängt, in welchem Maße der Schaden verursacht wurde. Wie bei der Haftung aus Verschulden muss man das aufklären.

Ist das nicht möglich, sind beide Fahrzeuge in der Haftung. Keiner kann sich entlasten, keinem ist die alleinige Verursachung nachzuweisen. Also 50% Haftungsquote.

Wie hätte man am besten mit der Sache umgehen können? Ich persönlich hätte hier meine Vollkaskoversicherung in Anspruch genommen und damit wäre der Schaden an meinem Fahrzeug ersetzt worden. Wegen dem Rest hätte ich dann nach dem so genannten Quotenvorrecht die Ansprüche bei der anderen Seite geltend gemacht. Das hätte mir nicht nur einen Teil des Höherstufungsschadens ersetzt, sondern auch die Selbstbeteiligung in der Kasko. Wegen dem Anteil des Fahrzeugschadens müssten sich dann die beiden beteiligten Kfz-Versicherer mit der Angelegenheit beschäftigen, ich hätte nicht prozessieren müssen.

Den Fall, um den es hier ging, kenne ich nicht näher. Wenn der beteiligte Autofahrer keine Vollkasko hatte, funktioniert das leider nicht. Dann bleibt wirklich jeder der Beteiligten auf der Hälfte seines Schadens sitzen – und muss dem anderen die Hälfte dessen Schadens ersetzen.

Donnerstag, 12. September 2013

2 Milliarden Euro Schaden durch Betrug im Kfz-Bereich

Auf seinem Online-Portal meldet Autohaus, dass durch Betrug zu Lasten von Kfz-Versicherungen ein Schaden von 2 Milliarden Euro entstehe.

Auf das Thema wurde schon von mir hingewiesen. Zum Beispiel kann ein verdeckter Rabatt durch 'Erlass' der Selbstbeteiligung in der Kasko-Versicherung als Betrug einzustufen sein. Das merkt man in der Branche. So weist der BVSK in einem Rundschreiben darauf hin, dass eine Versicherung zu diesem Thema gezielt ermittelt.

Der BVSK schreibt darin, dass die Versicherung neben einer Reihe unkritischer Fragen auch nach Bezahlung der Selbstbeteiligung frage. Dann muss das wohl für die Zielgruppe dieses Rundschreibens eine kritische Frage darstellen. Das finde ich komisch. So erweckt der BVSK, dass er Betrugsbekämpfung nicht so gut findet. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der BVSK das auch so meint. Wahrscheinlich ist das nur ungeschickt formuliert.