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Montag, 10. Februar 2014

ADAC: Reifentests sind nicht manipuliert - oder doch?

Am 04.02.2014 berichtete die Süddeutsche, dass möglicherweise auch die Reifentests des ADAC manipuliert seien. Laut dem Spiegel bestreitet der ADAC dies.

Damit sehe ich die Süddeutsche in der Pflicht, uns interessierten Lesern doch mal harte Fakten für den Bericht zu präsentieren. Immerhin hat die Redaktion eine eidesstattliche Versicherung eines Zeugen, den sie - Informantenschutz - namentlich nicht nennt.

Die Beauptung, der ADAC habe auch diesen Test manipuliert, ist sicher als geschäftsschädigend anzusehen. Normalerweise müsste, wenn das unwahr wäre, der ADAC rechtliche Schritte gegen die Süddeutsche unternehmen. Denn auch ein Qualitätsmedium hat nicht das Recht, Unwahrheiten zu berichten und damit diejenigen, die vom Bericht betroffen sind, zu schädigen.

Aber möglicherweise geht man der Sache beim ADAC derzeit intern noch nach und unternimmt Schritte erst dann, wenn man sich sicher ist, dass Vorwürfe haltlos sind.

Unabhängig von dieser konkreten Angelegenheit ist eines interessant: alleine, dass ADAC auf einem Test drauf steht, ruft beim neutralen Leser den Gedanken hervor, dass die Sache manipuliert sein könnte. Das liegt sicher auch an Berichten zu Badegewässern und Fahrzeugranking.

Die Strategieberatung 2hm & Associates GmbH hat eine Verbraucherumfrage gemacht. Danach ist die Reputation des Clubs stark beschädigt. Gut jeder zweite Verbraucher hat weniger Vertrauen in den ADAC als das früher noch der Fall war.

Da die meisten der Mitglieder dem Club aber die Treue halten und in dieser Situation bereit sind, ca. 150 MIO € mehr an Beiträgen in die Kasse zu legen als früher, hat der ADAC nach meiner Einschätzung aber die Chance, aus dieser Krise gestärkt heraus zu gehen.