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Dienstag, 4. März 2014

Autokauf: Vorsicht vor Betrug durch Manipulation des Tachos

Tacho mit Kilometerstand: Zurückdrehen ist beliebt
Der Preis eines Gebrauchtwagens ist stark abhängig von seiner Laufleistung. Ein vier Jahre alter Golf wird mit einem höheren Preis bezahlt, wenn er nur 40.000 km statt 140.000 km auf dem Tacho stehen hat.

Das ist ein Fakt, den jeder von uns kennt und versteht. Leider ruft dieser Umstand aber auch kriminelle Leute auf den Plan. Durch das Zurückdrehen des Tachos wird ein niedrigere Laufleistung vorgespiegelt als es der Wirklichkeit entspricht. Für mich ist das Betrug, weil Käufer so dazu verleitet werden einen höheren Preis zu zahlen als sie es bei Kenntnis der wirklichen Laufleistung tun würden. Die Autonachrichten sprechen etwas neutraler von einem "getricksten Wertzuwachs."

Bei Automativ.de habe ich einen recht informativen Beitrag zum Thema gefunden. Den Film kann man sich gut mal ansehen. Auch auf t-online wird empfohlen, Gebrauchtwagen kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Im Netz finde ich diverse Hinweise, mit denen man Manipulationen erkennen kann. Stellen Sie sich folgende Fragen:
  • Passen die Abnutzungsspuren des Autos zu Alter und Laufleistung?
    Bei eher jüngeren und gut gepflegten, aber viel gefahrenen Autos funktioniert das allerdings für Laien wie z.B. mich selbst eher nicht so gut.
  • Stimmen die Kilometer-Angaben im Service-Heft zum Stand laut Tacho?
    Lassen Sie sich auch die Rechnungen für die Wartungen zeigen. Dort müssten die Kilometerstände ebenfalls vermerkt sein.
    Ich habe den Hinweis gefunden, dass ein Indiz für die Manipulation des Wartungsheftes sein kann, dass alle Einträge mit der selben Schrift und dem selben Stift gemacht wurden. Das mag sein. Aber wenn das Auto immer in der selben Werkstatt gewartet wurde, ist die gleiche Schrift bei verschiedenen Einträgen gut zu erklären. Und ich persönlich traue mir nicht zu, unterschiedliche Minen der selben Kugelschreiberfarbe zu erkennen.
  • Passt der Zettel am Ölmeßstab zum aktuellen Tachostand?
    Hier hilft ein Blick in den Motorraum weiter. Und der Zettel am Ölmeßstab sollte natürlich auch zum Wartungsheft passen.
  • Auskünfte der Vorbesitzer zum Kilometerstand passen zum aktuellen Tachostand?
    In der Zulassungsbescheinigung Teil 2 (bzw. Fahrzeugbrief) finden Sie, wer früher Besitzer des Autos war. Wenn es sich dabei nicht um den Verkäufer selbst handelt, kann man den früheren Besitzer kontaktieren. Das ist nie verkehrt, weil man so neben Informationen zur Laufleistung z.B. auch etwas über Unfallschäden oder Macken erfahren kann.
Aus Antworten zu den Fragen kann man keinen Beweis für eine Tachomanipulation oder gar eine Betrugsabsicht des Verkäufers ableiten. Es handelt sich lediglich um ein Indiz.

Aber sagt Ihnen das Bauchgefühl, daß irgendetwas nicht stimmt, so habe ich eine letzte Empfehlung: kaufen Sie das Auto nicht. Es gibt genügend ehrliche Verkäufer, und auch genügend Fahrzeuge bei denen alle Angaben stimmen.