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Dienstag, 24. November 2015

Filmabend im Verein: Unterhaltung mit anschließendem Ärger?

In Vereinen kommt es immer wieder mal vor, dass man einen Filmabend machen möchte. Eine Einladung wird per Mail oder Vereinszeitschrift an die Mitglieder und Interessenten geschickt. Vielleicht wird auch noch ein Hinweis auf die Homepage gestellt.

Ich hatte mit so etwas vor kurzem zu tun. Und ich kann nur sagen: Hier muss man gut aufpassen! Auf DVDs, wie sie jeder daheim hat, steht klar, dass eine öffentliche Vorführung nicht erlaubt ist. Lest bitte, was auf den Verpackungen steht!

Da stellt sich schnell die Frage, was unter öffentlich zu verstehen ist. Hier habe ich dann die Meinung gehört, dass die Vorführung im Vereinsheim niemals öffentlich sei. Denn Zugang hätten ja nur Mitglieder und deren Freunde. Das gelte auch, wenn man z.B. auf der Homepage für den Filmabend wirbt.

Leute: Das ist falsch!

Für das Wort öffentlich gibt es keine verbindliche juristische Definition. Es hat verschiedene Bedeutung, siehe Klick auf den Link. Es kommt darauf an, dass der Film grundsätzlich von jedermann gesehen werden kann. Und weise ich auf den Filmabend im Internet hin, ist diese Voraussetzung erfüllt.

Damit gilt: Auch die Vorführung im Vereinsheim ist 'öffentlich', zumindest wenn öffentlich (also in der Vereinszeitschrift, per Newsletter, Flugblatt oder auf der Homepage des Vereins) bekannt gegeben wird.

Vom Verband der Filmverleiher gibt es ein Flugblatt zu dem Thema. Auf das möchte ich Euch hinweisen. Soweit ich es beurteilen kann, gibt es die Rechtslage recht gut wieder.

In dem Zusammenhang eine fiese Sache: Wird ein solcher Filmabend auch nur angekündigt, eröffnet § 97 UrHG die Möglichkeit zur Abmahnung. Auf gut Deutsch: Nach dem Filmabend kann per Anwaltspost der Ärger in den Verein flattern. Und das ist die Sache wohl kaum wert.