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Mittwoch, 13. Januar 2016

Kalifornien: an diese Regeln müssen selbstfahrende Autos sich halten

In Deutschland wird das Thema Telematik unter dem Gesichtspunkt von Versicherungstarifen diskutiert. In den USA geht es primär um autonomes Fahren. Die Welt berichtet, dass Kalifornien nun als erster Staat dafür Regeln aufstellen will.

Fahrzeuge, die komplett autonom ohne Fahrer operieren können, sollen danach nicht zugelassen werden. Für den Anfang finde ich das völlig richtig, denn die Technologie ist nun einmal neu.

Zudem dürfen die autonom fahrenden Autos nur von den Herstellern selbst betrieben oder nur verliehen werden. Leasing wäre demnach zulässig. Aber nach Ende des Leasingvertrages müssen die Hersteller die Fahrzeuge dann zurück nehmen.

Für Schäden soll der Betreiber des Fahrzeugs haften. Eine solche Halterhaftung kennen wir in Deutschland auch. Diesen Punkt halte ich für selbstverständlich.

Letzten Endes ist die Technologie neu. Und der Umgang des Gesetzgebers damit - nicht nur in Kalifornien - ist auch nicht ganz einfach. Ich denke, nach einiger Zeit werden Technik und rechtliche Anforderungen sich aufeinander eingespielt haben. Dass unbeteiligte Dritte geschützt werden müssen, ist klar. Und dieses Ziel sehe ich bei dem, was in Kalifornien derzeit diskutiert wird.

Dienstag, 5. Januar 2016

Volkswagen: für die Manupulationen beim Abgas droht eine Strafe von bis zu 90 Milliarden Dollar

Am 04.01.2016 wurde bekannt, dass das Justizministerium der USA gegen VW zu Gericht zieht. Dieses wurde vom amerikanischen Justizministerium auf seiner Homepage bekannt gegeben.
Die Welt berichtet, dass eine Strafe von bis zu 90 Milliarden US-Dollar drohe.

Bereits Anfang Dezember wurde bekannt, dass VW das kommende Geschäftsjahr mit Krediten in Höhe von 20 Milliarden Euro plane. Diese Summe wird vermutlich nicht ganz reichen, sollte Volkswagen in voller Höhe in den USA verurteilt werden.

Der Aktienkurs der VW-Vorzugsaktie ist deutlich ins Minus gedreht. In den letzten sieben Tagen haben wir in der Spitze mehr als 10% Kursverlust gegenüber den Kursen "zwischen den Jahren" gesehen. Heute (Dienstag) ging es auch sehr turbulent zu. Da sich im Aktienkurs die Bewertung eines Unternehmens und seiner Geschäftsaussichten niederschlägt, kann dies nur als ein Zeichen größter Unsicherheit des Kapitalmarkts hinsichtlich der Auswirkungen der US-Verfahren auf den VW Konzern angesehen werden.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Totalüberwachung durch westliche Staaten?

Der SPIEGEL berichtet, dass Frankreich seinen Geheimdiensten sehr weitgehende Rechte bei der Überwachung des digitalen Datenverkehrs seiner Bürger einführt. Bürgerrechts-Aktivisten sehen das sehr kritisch.

Die Erfassung von Metadaten der Kommunikation ist keineswegs neu. 2013 wurde bekannt, dass die Briefpost in den USA diesbezüglich seit mehr als einem Jahrzehnt schon im Focus der Dienste ist.

Ich finde, man muss aber in dem Kontext auch sehen, welche ihrer Daten die Menschen großen Unternehmen freiwillig zur Verfügung stellen. Die Datensammelei von Facebook war schon öfters Thema in meinem Blog. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sieht Google bereits auf dem Weg zur eigenen Staatlichkeit.

Ja, ich sehe auch Tendenzen in der westlichen Welt, bei uns den Überwachungsstaat einzuführen. In Europa sind die Einführung von eCall oder in Deutschland die Pkw-Maut für mich erste Schritte. Aber die Auswertung der ja bereits vorhandenen Datenströme durch staatliche Dienste finde ich relativ unproblematisch.

Montag, 2. September 2013

Tempolimit - die Phantomdebatte

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat mit seiner Überlegung zur Einführung eines generellen Tempolimits auf der Autobahn ein für ihn wohl unerwartet heftiges Echo ausgelöst. War früher oft von einem Limit von 130 km/h die Rede, sollen es nun 120 km/h sein. Naja, aufgrund des Echos ist er vom Thema erstmal wieder abgerückt. Aber ich möchte doch noch mal da drauf eingehen.

Der ADAC war gleich dagegen. Die Welt zeigt sich genervt von der volkspädagogischen Attidüde, mit der der Vorschlag daher kommt. Nachdem selbst aus der SPD kritische Stimmen kamen, nahm Gabriel von der Sache wieder Abstand. So berichtete es Spiegel Online.

Lesenswert fand ich hierzu einen Betrag der Frankfurter Rundschau. Diese brachte es auf den Punkt: um das Tempolimit tobt bei uns ein Glaubenskrieg.

Es mag sachliche Gründe für und gegen ein Tempolimit geben. Den Anspruch der Politik, den Bürger bevormunden zu wollen, sehe ich auch und er stört mich. Ich will nicht aus Glaubensgründen (und das ist noch nicht einmal mein Glaube) gezwungen sein etwas zu tun oder lassen. Gibt es sachliche Gründe, die dafür sprechen, fände ich ein Tempolimit in Ordnung. Nur scheinen die ins Feld geführten sachlichen Gründe nicht so überzeugend und fundiert zu sein wie manche meinen. Denn ansonsten wäre ein Tempolimit schon längst eingeführt worden.

Wenn es käme, wäre das nicht der Untergang des Abendlandes. Wer einmal in den USA mit dem dort recht strikten Limit (je nach Bundesstaat zwischen 55 und 85 Meilen pro Stunde) auf den Highways unterwegs war, weiß, daß man damit zügig vorankommen und zugleich entspannt unterwegs sein kann.

Aber ich finde, wenn es um den Glauben geht und nicht um Wissen, auf dessen Basis politische Entscheidungen gefällt werden, sollte man das auch so sagen. So wie die Debatte lief, hatte ich doch den Eindruck, dass die Politik aufgrund politischen Glaubens Entscheidungen fällen wollte und nicht aufgrund von Sachargumenten. Und das gefällt mir nicht.