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Montag, 1. Dezember 2014

Betrug durch vorgetäuschte Schäden

Versicherungswirtschaft heute berichtet von einem Betrugsfall mit vorgetäuschten Schäden.

Ein Kunde hatte eine Hausratversicherung geschlossen und dabei das Risiko des Diebstahls von Fahrrädern mit eingeschlossen. Kurze Zeit später meldete er die Entwendung von zwei Rädern. Preis 1.999,- € bzw. 1.899,- €. Belegt hatte der Kunde das mit Rechnungen eines Online-Händlers sowie handschriftlich ausgefüllten Fahrradpässen des ADFC.

Eine Nachfrage beim Händler hat ergeben, dass die Räder seinerzeit zwar bestellt wurden (daher die Rechnungen), nicht jedoch bezahlt und abgenommen. Die Sache wurde zur Anzeige gebracht. Die Ermittlungen ergaben, dass noch andere Versicherer geschädigt waren. Hier hatte die Masche offensichtlich Erfolg.

Was ich persönlich hier sehr gut finde ist, dass die Sache angezeigt wurde. Den Mitarbeitern der ARAG Hausratversicherung möchte ich ein Kompliment für diesen Schritt machen.

Klassisch sehen Versicherer ihre Aufgabe bei der Betrugsbekämpfung darin, unberechtigte Forderungen abzuwehren. Damit hat sich die Sache dann erledigt, die Einsparung kann man intern als Erfolg verbuchen. Für die Betrüger bedeutet das allerdings, dass ein echtes Risiko beim Versicherungsbetrug nicht besteht. Das Geld, auf das man keinen Anspruch hat, bekommt man nicht. Das war's dann auch. Vielleicht wird der Versicherungsvertrag gekündigt. Dann geht man woanders hin. Echte, spürbare Konsequenzen gibt es nicht.

Legen Versicherungsunternehmen Wert auf Prävention, werden sie gerade auch bei vorgetäuschten Standardschäden stets Anzeige erstatten. Das spricht sich in einschlägigen Kreisen schnell herum. Die Betrüger werden dann vorzugsweise zu Versicherern gehen, mit denen man es ohne Konsequenz machen kann. Der ARAG möchte ich daher für den von ihr beschrittenen Weg ein Kompliment machen.