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Dienstag, 28. Mai 2019

Vergleichsportal muss Vergleich von Kfz-Tarifen ändern

Im Dezember 2014 bin ich im Blog kurz auf das Thema Vergleichsportale für Versicherungen eingegangen. Die bekannten Seiten dienen nicht uneigennützig dem Verbraucherschutz. Es handelt sich um Versicherungsmakler. Dennoch finde ich sie toll, denn Versicherungen kann man hier sehr transparent vergleichen.

Aber Check24 vergleicht nicht nur mit den Versicherungen, die dort vermittelt werden. Auch andere Versicherungen werden berücksichtigt. AssCompact berichtet jetzt aber von einem Urteil, dass Check24 zwingt seine Darstellung etwas zu ändern. Die Kfz Tarife müssen jetzt ohne Nennung des Preises dargestellt werden.

Ich finde das schade. Denn jetzt weiß ich letzten Endes nicht mehr, für welchen Preis ich einen Tarif mit den von mir gewünschten Leistungen bekommen kann.

Dass Check24 auch Tarife anzeigt, die nicht vermittelt werden, hat für mich als Verbraucher nämlich etwas sehr Gutes: ich kann mir leichter eine Meinung dazu bilden, ob ich die Versicherung abschließen möchte oder ob ich lieber doch erst noch einmal bei einem anderen Anbieter nachfrage, dessen für mich gute Leistung zu einem günstigeren Preis zu haben ist.

Samstag, 19. März 2016

Die Datensammelwut Eurer Autos und Kühlschränke

Holger Appel hat in der FAZ einen kurzen Beitrag über Autos geschrieben, die Daten sammeln. Die Überschrift 1984 nimmt Bezug auf das Buch von George Orwell. Er berichtet davon, dass die HUK auf Basis des Fahrverhaltens maßgeschneiderte Tarife für ihre Kunden anbieten wolle. Telematik ist in der Versicherungswirtschaft ein Modethema. Es bringt für die Kunden jedoch keinen wirklich messbaren Vorteil. Das bisherige System der Schadensfreiheitsklassen bildet einen "guten" oder "gefährlichen" Fahrstil heute bereits ab.

Das Internet der Dinge ist ein beliebter Werbeslogan. Bislang konnte ich mir recht wenig darunter vorstellen. Die Firma Bosch steigt nunmer in die digitale Datensammlung ein, und zwar mit einer eigenen Cloud. Worin der Vorteil für mich als Kunden liegen soll, wenn digitale Informationen über meinen Kühlschrank oder meine Waschmaschine in der Cloud von Bosch liegen, weiß ich nicht. Bei einer Qualitätsmarke erwarte ich, dass diese Teile recht lange funktionieren. Und was in beiden liegt, weiß ich selbst. Dafür brauche ich keine Information aus dem Internet.

Ich nehme wahr, dass es in allen großen und innovativen Unternehmen Leute gibt, die jeder neuen technischen Möglichkeit offen gegenüber (das ist gut) stehen und die diese Möglichkeit fast um jeden Preis für ihr Unternehmen nutzen wollen (das ist oft nicht sinnvoll). Das muss man sehen. Technik ist kein Selbstzweck, sie muss mir als Kunden unmittelbar nutzen.

Ein Unternehmen, dass diesen echten Mehrwert für die Kunden aus dem Auge verliert, ist nach meiner Meinung ein schlechtes Unternehmen. Das gilt sowohl für Kfz-Versicherungen als auch für die Hersteller von Kühlschränken oder Waschmaschinen. Insofern bin ich gespannt, was uns da noch alles so blühen wird.

Samstag, 15. März 2014

Neues zur Werkstattoffensive der HUK Coburg

Am letzten Sonntag habe ich darüber berichtet, dass Kunden der HUK Coburg voraussichtlich in Kürze auch ihre Inspektionen im Werkstattnetz der Versicherung machen lassen können. Dies hat für reichlich Aufmerksamkeit in allen interessierten Kreisen geführt. Auf die Beiträge von Autohaus oder einen neuen Beitrag beim Blog Captain HUK möchte ich in diesem Zusammenhang hinweisen.

Nun entnehme ich einem Beitrag der Welt doch noch mehr Details. Danach hat die HUK eine eigene Tochtergesellschaft gegründet, die dieses Geschäft betriebt. Details kenne ich nicht, aber das Verbot versicherungsfremder Geschäfte dürfte so kein Thema mehr sein. Das letzte Wort zum Thema wird dann aber vermutlich die BaFIN haben.

Denn die Versicherungsgesellschaft selbst betreibt das Geschäft jedenfalls nicht, wenn es eine rechtlich eigenständige Tochtergesellschaft tut. Die HUK hat zu dem Thema selbst aber noch keine Mitteilung gemacht, jedenfalls finde ich auf deren Presseseite bislang nichts.

Ich finde das eine sehr spannende Entwicklung. Ob so ein Angebot angenommen wird oder nicht, liegt im Ergebnis ohnehin in der Hand der Verbraucher. Ich selbst gehe mit meinem Auto jedenfalls weiterhin in meine Markenwerkstatt und bin auch bereit, die dortigen Preise zu zahlen. Weil ich weiß, dass diese Werkstatt qualitativ sehr gut arbeitet. Insofern liegt die Meßlatte aus meiner Sicht sehr hoch.

Die HUK geht hier ein gewisses Wagnis ein. Wie es ausgeht, bleibt abzuwarten. Für die Kunden ist es jedenfalls ein attraktives zusätzliches Angebot, über dessen Wahrnehmung sie selbst zu entscheiden haben.

Sonntag, 9. März 2014

Werkstattnetz der HUK Coburg: können Kunden hier kostengünstig den Service machen lassen?

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die HUK Coburg ein eigenes Netz von Kfz-Werkstätten vorbereite. Für Unfallreparaturen gibt es ein solches Netz bereits. In diesem sollen Kunden künftig auch Wartungen und Nicht-Versicherungsschäden zu günstigen Konditionen durchführen lassen. Soweit ich es verstanden habe, geht es der HUK dabei primär um Kundenbindung.

Das finde ich einen sehr interessanten Ansatz, den man aber durchaus aber auch kritisch sehen kann. Diese Kritik macht sich in Blogs wie z.B. Captain HUK bereits Luft.

Der Bundesgerichtshof hat im letzten Jahr die Werkstattklausel für Gebrauchtwagen gekippt. Es ist folgerichtig, dass sich Marktteilnehmer Gedanken machen, wie sie diese Chance für eigene Angebote nutzen können.

Aber ob eine Versicherung selbst so ein Netz betreiben darf, sehe ich kritisch. § 7 Abs. 2 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) statuiert ein Verbot versicherungsfremder Geschäfte. Diese Grenze sehe ich erreicht, wenn zum Kfz Werk- oder Dienstleistungen angeboten oder vermittelt werden, die mit Versicherungsfällen nichts zu tun haben. Inwiefern das bei den Überlegungen der HUK ein Thema ist, kann ich mangels näherer Kenntnis aber nicht beurteilen.

Eines muss man der HUK aber lassen. Sie ruht sich nicht auf ihrem Erfolg als mittlerweile wohl größtem deutschen Kfz-Versicherer (2012 waren dort 9,3 MIO Fahrzeuge versichert) aus. Sie macht sich Gedanken, wie sie sich ihre Position sichern kann.

Auch Fahrzeughersteller betreiben Versicherungsdienste, so z.B. VW mit der Volkswagen Versicherung AG. Insofern kann man Überlegungen bei Kfz-Versicherern, auch über reine Versicherungsdienste hinausgehende Angebote zu machen, nur als legitim bezeichnen. Über die Grenzen dessen, was zulässig ist und was nicht, muss letzten Endes ohnehin die BaFIN entscheiden.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Datenschutz und Autofahrt

Das Thema Auto und Datenschutz kommt immer wieder hoch. Aktuell findet in Goslar der Verkehrsgerichtstag statt, der sich diesem Thema auch widmet. Der Arbeitskreis VII beschäftigt sich unter dem Motto "Wem gehören die Fahrzeugdaten?" mit diesen Fragen:
  • Vernetzte Datenbox Fahrzeug
  • Big Data contra Datenschutz
  • Prävention und Repression
Als Referenten sind unter der Leitung von Dr. Walter Eichendorf (Präsident DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn) dabei:
Im Blog habe ich mich schon gefragt, wo die gesellschaftliche Diskussion bleibt und kurz danach ein zartes Beginnen feststellen dürfen.

In der Welt lese ich heute einen interessanten Bericht dazu, dass denkbar sei, dass das Auto die eigenen Verkehrsverstöße meldet.

ZDF Wiso hat Anfang dieser Woche einen Bericht hierzu gebracht und darauf hingewiesen, dass man über Telematik auch messen kann, ob jemand eher riskant fährt oder defensiv. Erste Versicherungen scheinen sich Gedanken dazu zu machen, eine vorsichtige Fahrweise durch Prämiennachlässe zu belohnen.

Vor diesem Hintergrund bin ich mal gespannt, was aus der Versicherungswirtschaft zu dem Thema gesagt wird. Die HUK Coburg scheint dazu in ihrem Unternehmensblog etwas sagen zu wollen.