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Montag, 14. September 2015

Ferrari für 200.000 € ist jetzt Schrott - das hat Konsequenzen für den Fahrer

Bei einem illegalen Autorennen in Köln hat ein nur 22 Jahre alter Fahrer einen Ferrari 488 GTB geschrottet. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, dass dieser ca. 200.000 € wert sei. Laut Express betrage der Wert gar 250.000 €. Das Fahrzeug gehörte ihm nicht, sondern einem Händler aus Hannover.

Passiert ist das ganze im Autobahntunnel der A 57. Der Fahrer hat offenbar die Kontrolle über den Ferrari verloren und ist gegen die Tunnelwand gekommen.

Kein Ferrari, aber auch Schrott!
Halbstarke, die sich mit großen Schlitten des Nachts die Rennen liefern, sind auch wo anders ein Problem. In Köln sucht die Polizei nach Zeugen. Insbesondere möchte man den Fahrer des anderen Fahrzeugs finden, das am Rennen beteiligt war. Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat 2 unter der Rufnummer 0221/229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. 

Wirklich abschreckend wird sein, dass der 22 Jahre alte Fahrer den angerichteten Schaden wohl selbst wird abbezahlen müssen. Zwar dürfte für den Ferrari eine Vollkaskoversicherung bestehen. Aber die Teilnahme an einem illegalen Rennen stellt eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung dar.* Zudem durfte man vor Ort nur 50 km/h fahren - der gute Mann war weit schneller unterwegs. Da kann man darüber nachdenken, dass er den Schaden bedingt vorsätzlich verursacht hat. Daher wird die Versicherung dem Fahrer den Versicherungsschutz versagen.

Wenn die Kaskoversicherung zahlt, kann sie dann sie die Entschädigung vom Fahrer ohne Versicherungsschutz in voller Höhe zurück verlangen. Und vor diesen Schulden wird er sich auch nicht durch eine Privatinsolvenz drücken können (ein beliebter Trick bei gewissen Leuten). Denn durch eine unerlaubte Handlung entstandene Verbindlichkeiten werden durch die Privatinsolvenz nicht erfasst. Das ergibt sich aus § 302 der Insolvenzordnung (InsO). Und von einer unerlaubten Handlung kann man bei der Teilnahme an einem illegalen Straßenrennen doch wohl sprechen, oder?

Dass der Führerschein des Fahrers jetzt erst einmal weg ist, dürfte damit sein kleinstes Problem sein.



* Anmerkung: Nach den AKB 2015. Nach frühreren AKB ist das rechtlich etwas komplizierter. Aber auch dort läuft es darauf hinaus, dass kein Versicherungsschutz in der Kasko besteht.