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Mittwoch, 9. September 2015

Autonomes Fahren, Boston Consulting und die Haftung der Fahrzeughalter

Autonomes Fahren mit dem eigenen Auto ist ein Trend für die Zukunft. Das bedeutet, dass man zwar am Steuer sitzt - das Auto erledigt aber den Rest und bringt einen von A nach B.

Da stellt sich natürlich die Frage nach der Haftung, wenn trotz der Technik mal etwas passiert. Versicherungswirtschaft heute berichtet über eine Studie von Boston Consulting. Boston Consulting kommt zum Ergebnis, dass die Besitzer für die richtige Wartung der Fahrzeuge verantwortlich sind und daher haften, wenn etwas passiert. Sie berichten über ihre Studie auch auf der eigenen Homepage. BCG erwartet dabei, dass sich die Haftung auf die Hersteller verlagern kann.

Es mag sein, dass es eine solche Erwartungshaltung auf Seiten der Kunden gibt. Es mag auch sein, dass Hersteller im Rahmen der Markteinführung der neuen Technik entsprechende Garantieversprechen abgeben werden.

Aber im Prinzip ist die Haftungsfrage klar. Den Fahrer trifft eine Haftung, wenn ihm ein Verschulden an einem Unfall zuzurechnen ist. Ein solches Verschulden kann darin liegen, dass er die Wartungen des Fahrzeugs nicht ordnungsgemäß hat vornehmen lassen.

Aber unabhängig vom Verschulden greift immer die Haftung aus Betriebsgefahr. Und die trifft immer den Halter. In Deutschland ist das in § 7 Absatz 1 Straßenverkehrsgesetz (StVG) geregelt. Das Gesetz greift auch bei neuen Technologien wie dem autonomen Fahren.

Es ist eine Frage der Ehrlichkeit, wenn die Hersteller ihren Kunden da keine falschen Versprechen machen. Letzten Endes müssen die Kfz-Versicherer die mit dem autonomen Fahren verbundenen Risiken bewerten. Denn nur so lässt sich eine Prämie kalkulieren.