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Samstag, 17. Oktober 2015

HDI: Teilrückzug aus der Altersvorsorge?

Der HDI Konzern setzt bei der betrieblichen Altersvorsorge auf eine neue Strategie. Man wolle sich auf "ertragsstarke und marktrelevante" Geschäftsfelder konzentrieren. Versicherungswirtschaft Heute bezeichnet das als Teilrückzug aus der betrieblichen Altersvorsorge. Ich meine, dass Versicherungskonzerne aus der Niedrigzinsphase ihre Konsequenzen ziehen müssen. Nichts anderes tut der HDI bei dieser veränderten Strategie.

Montag, 23. September 2013

Die andere Seite der Altervorsorge: wackelnde Betriebspensionen

Anfang September 2013 kamen Meldungen in die Medien, dass die Lufthansa den Tarifvertrag zu Betriebspensionen aufkündige. Heute komme ich auf die betriebliche Altersvorsorge zu sprechen.

Ich lese ja gerne das Online-Angebot der Welt. Dort gab es im März einen Beitrag zur Sicherheit von Betriebspensionen. Danach schien alles gut. Mitte September meldete die Welt dann, dass Hundertausenden ein Rentenschock drohe. Dies, weil die Unternehmen ihre Zusagen an die Mitarbeiter teilweise nicht werden einhalten können.

Ich meine, man sollte sich die Sache erst einmal sehr gut ansehen, ehe man sie beurteilt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Betriebsrente und einer Betriebspension?

Renten werden aus Kapitalrückstellungen erbracht, die während der Lebensarbeitszeit vorgenommen sind. Geld ist also im Grunde vorhanden, die Ausgaben für die Renten werde aus dem vorhandenen Kapital bestritten. Bei Pensionen werden die Zahlungsverpflichtungen nicht aus zuvor angespartem Geld erfüllt, sondern aus dem Betriebsergebnis des jeweiligen Unternehmens.

Dennoch müssen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ehemalige Angestellte eigentlich nicht befürchten, dass ihre betriebliche Altersvorsorge gefährdet ist, geht es dem Unternehmen mal schlecht oder droht die Insolvenz.

Es ist so, dass Betriebsrenten und -pensionen doch eine recht verlässliche Form der Altersvorsorge sind. In Deutschland sind Betriebsrentner im internationalen Vergleich auch relativ kompfortabel geschützt. Es gibt den Pensions-Sicherungs-Verein, der bei notleidenden betrieblichen Pensionskassen einspringt. Er hat in der Vergangenheit selbst die Folgen von Unternehmensinsolvenzen für Betriebsrentner auffangen können. Nach meiner Meinung ist ein solcher Sicherungsfonds eine wirklich gute und in unserem Vorsorgesystem unverzichtbare Sache. Es gibt sogar eine gesetzliche Insolvenzsicherung.

Aber einen Knackpunkt gibt es doch bei Unternehmen, die keine Kapitalrückstellungen gebildet haben, sondern die ihre Pensionsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsergebnis bestreiten. Kommen die in wirtschaftliche Schwierigkeiten und können sie allgemein ihre finanziellen Verpflichtungen nicht mehr bedienen, betrifft das auch ihre Pensionäre. Das kommt aufgrund der Vorschriften zur Unverfallbarkeit von Ansprüchen und zur Verpflichtung einer Insolvenzsicherung heute kaum mehr vor.

Was in der Vergangenheit erworbene Renten- und Pensionsansprüche angeht, können die Arbeitnehmer meiner Meinung nach beruhigt sein. Die Arbeitgeber können da nicht viel machen. Allerdings gilt das nicht auf alle Zeit, sofern es um neue Ansprüche geht die aufgebaut werden. Wenn also Tarifverträge zur betrieblichen Alterssicherung gekündigt werden, entfällt diese nicht für die Vergangenheit. Aber die Regeln dazu müssen neu ausgehandelt werden. Diese Aufgabe liegt dort, wo das wie z.B. bei der Lufthansa passiert ist, nun bei den Tarifparteien.

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Dass Verzinsungsversprechen von 7% in der derzeitigen Situation am Kapitalmarkt nicht dauerhaft gehalten werden können, kann ich nachvollziehen. Aber ich sehe auch, dass das in Deutschland übliche System der betrieblichen Altersvorsorge wesentlich sicherer und zuverlässiger ist als die gesetzliche Rente, die dem politischen Zugriff der jeweils Regierenden leider ausgeliefert ist (die aus ihr irgendwelche sozialen Wohltaten bezahlen, für die es zuvor keine Einzahlungen mit Rückstellungen gab). Insofern dürfen Angestellte, die entsprechende Anwartschaften erworben haben, beruhigt sein. Ich selbst bin es jedenfalls.