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Montag, 14. Juli 2014

Weltmeister: StVO ausgesetzt?

Deutschland ist Fußball-Weltmeister!

Auf den Straßen Wiesbadens herrscht der Ausnahmezustand. Die Menschen freuen sich. Sie tanzen auf den Straßen. Sie schwenken die Fahnen. Der Autocorso ist moderat, die Hupen sind es nicht.

StVO? Was sagt die dazu. Egal, faktisch ist sie ausgesetzt. Nicht nur in Wiesbaden. Was ein geiler Tag!

Freitag, 6. Juni 2014

Es ist Fußball: Fahne am Auto und Autocorso - was man machen kann - und was man besser nicht tut

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien steht an. Ich möchte auf einen Beitrag auf NTV hinweisen, in dem der Verkehrsexperte Karl Walter Tipps dazu gibt, was mit dem Auto aus Fußball-Begeisterung auf den Straßen machen darf, und was nicht.


Die Straßenverkehrsordnung verbietet die Fähnchen an den Autos nicht. Umkehrschluss: grundsätzlich sind sie erlaubt.
Aber: man darf keine Anderen gefährden. Passiert das, muss man für die Folgen einstehen. Das kann teuer werden, also Obacht!

Bricht ein Fähnchen ab, verdeckt es dem Fahrer die Sicht oder führt es sonst wie zu einem Schaden, ist das mehr als nur ärgerlich. Insofern empfiehlt der Verkehrsexperte Karl Walter, beim Kauf unbedingt auf gute Qualität zu achten. Billigware kann eher zu Schäden führen, insbesondere weil die Halterungen nicht so gut sind. Und spätestens wenn dann der Schadensfreiheitsrabatt belastet wird, weil einem anderen die Fahne mit Stange das Auto zerkratzt hat, wird jeder Fußballfan das im eigenen Portemonnaie spüren.
Weitere Tipps vom Verkehrsexperten Walter:
  • Hände weg vom Innenspiegel: WM-Dekoration im Fahrerbereich ist tabu. Baumelnde Schals oder Wimpel lenken während der Fahrt ab und behindern die Sicht.
  • Aufkleber, Bespannungen oder Lackverzierungen dürfen das Kennzeichen nicht verdecken.
  • So genannte „Car-Bikinis“, Flaggen für Autospiegel, müssen den Blinker sowie die Sicht nach hinten freilassen. Ein Verstoß gilt als Ordnungswidrigkeit, der Sünder muss mit einem Bußgeld rechnen.
  • Wenn man sehr schnell fährt, können die Fähnchen durch den Fahrtwind abbrechen. Vor Fahrten - z.B. auf Autobahnen - sollte man sie abbauen.
Eine klare Warnung gab es von Karl Walter davor, in Autocorsos am Auto rumzuhängen und nicht auf den Sitzen zu bleiben. Das ist gefährlich. Und wenn dann etwas passiert und sich jemand schlimm verletzt, sind die finanziellen Folgen für ihn selbst auch gravierend. 

Dem kann ich nur zustimmen! Ich selbst hatte schon mal mit einem Fall zu tun, in dem jemand im Kofferraum saß und die Beine hinten aus dem Auto hängen ließ. Der Hintermann fuhr leicht auf. Was normalerweise nur zu etwas Blechschaden führen würde, hatte hier zwei zerquetschte Beine zur Folge. Leute, sowas muß wirklich nicht sein!

Samstag, 14. September 2013

Straßenverkehrsordnung wurde zum 01.04.2013 geändert

Zum 01.04.2013 traten Änderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft.

Einige Medien berichteten, so Spiegel, Welt oder die Tageszeitung. Ich finde die Blickwinkel, unter denen berichtet wird, recht interessant - vergleicht das mal. Was die Bußgelder angeht, gibt der Auto Club Europa eine recht gute Übersicht.

Für die Juristen gilt, dass jetzt alle Fachliteratur zu überarbeiten ist. Derzeit wird der Fachanwaltskommentar Verkehrsrecht überarbeitet und hat eine gute Chance, in seiner zweiten Auflage (die gegenüber der ersten deutlich verbessert sein dürfte) die erste Kommentierung der StVO zu liefern.

Ich finde die Änderungen, soweit sie den Inhalt der Normen betreffen, nicht weiter gravierend. Aber man hat auch die Sprache geändert und das ganze jetzt geschlechtsneutral formuliert. Wer immer auf diese Idee gekommen ist, scheint im zuständigen Ministerium bei Betreten des Arbeitsplatzes sein Hirn an der Garderobe abgegeben zu haben. Die StVO ist jetzt nur noch schwer lesbar. Juristen sollten damit klar kommen, aber eigentlich sollte sowas wie die StVO auch von normalen Bürgern verstanden werden können. Hier hat das Ministerium in sehr erschreckender Weise eine Bürgerferne demonstriert. Da war es einigen Leuten wohl wichtiger, in esoterischen Politzirkeln der linken Szene zu reüssieren als etwas zu machen, womit alle Menschen in Deutschland etwas anfangen können. Schade eigentlich.