Dienstag, 28. August 2018

Erdogan und die vergoldete Statue in Wiesbaden

Er ist es nicht persönlich. Aber ein vergoldetes Abbild aus Metall: Recep Tayyip Erdoğan.


Auf dem Platz der deutschen Einheit in Wiesbaden wurde eine goldene Statue enthüllt. Ich habe mir das heute angesehen. Sie ist aus Metall und sehr solide.

Als ich heute dort war, hatte ich ein merkwürdiges Erlebnis. Jemand hatte die Figur mit Farbe beschmiert. Türken, die in Wiesbaden lebten, bemühten sich die Farbe zu entfernen. Ich habe sie angesprochen, man konnte ein relativ freundliches Gespräch führen. Aber ein Herr hat mir erklärt, dass "die Deutschen keinen Respekt vor dem Islam" hätten, weil die Figur von  Erdoğan beschmiert wurde.

Das ganze  soll provozieren. Es soll Kunst im Rahmen der Biennale sein. Und die Statue soll während der Biennale stehen bleiben, danach wird sie wieder entfernt. Ein Passant sagte, man hätte genausogut eine Statue von Ulbricht, Pol Pot oder Stalin aufstellen können. Dem ist nur wenig hinzuzufügen.

Es soll sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich sehe aber, dass diese Aktion ist kein positiver Beitrag dazu ist, dass türkische Menschen sich in die deutsche Gesellschaft integrieren. Wer Integration von Zuwanderern doof findet - der kann die Aufstellung dieser Statue gerne öffentlich verteidigen.

Meine Welt ist das nicht.

Dass die Stadt Wiesbaden die Aufstellung dieser Statue erlaubt hat, lag wohl an ein einer gehörigen Portion Naivität. Wenn Passanten sich als Feinde des Islam bezeichnen lassen müssen, weil diese "Provokation" beschmiert wurde, läuft jedenfalls etwas schief. Für die Verantwortlichen wäre das mit etwas Nachdenken auch vorherzusehen gewesen.

Für mich ist das keine Kunst. Es ist ein Beitrag dazu, dass Integration scheitert. Ich finde, diese Statue ist eine gehörige Portion SXXXXXX!