Dienstag, 8. September 2015

Die armen Würste von Captain HUK

Mein Beitrag zu einem Urheberrechts-Thread bei Captain HUK hat doch einige lustige Reaktionen hervorgerufen. Da war wohl insbesondere das Angebot an "Willi Wacker" ausschlaggebend, ihm eine Flasche Wein zu spendieren wenn er sich traut, sich mal persönlich bei mir zu melden.

Die Nutzer Hans-Werner F. und Franz E. spendieren ihm jeweils eine Flasche dafür, dass er sich nicht bei mir meldet. Damit haben sie mich überboten.

Geradezu entsetzt scheinen die beiden über meinen Blog zu sein. Denn sie nehmen meinen Beitrag so wahr, dass ich auf dem Blog von Captain HUK geradezu herumhacke. Meine größte Missetat dabei: Im Versicherungslager zu stehen. Eine eigene Meinung zu haben, und dazu noch eine andere als sie selbst: Das scheint mir wahrhaft ein schlimmes Gedankenverbrechen zu sein.

Meine berufliche Tätigkeit ist bekannt. Dazu habe ich in meinem Impressum auch klargestellt, dass ich in meinem Blog nur meine persönliche Meinung schreibe und nicht für jemand anderen sprechen kann oder möchte. Das findet sich unter Punkt b) der rechtlichen Hinweise.

Das schöne bei Captain HUK ist aber, dass sie sich immer wieder selbst demaskieren. Nach eigenem Verständnis sehen sich die Aktivisten dort als Verbraucherschützer. Aus sehr vielen im Blog veröffentlichten Urteilen wird deutlich, dass es sich um Sachverständige & Friends handelt, die vor allem ihre recht hohen Rechnungen immer wieder vor Gericht verteidigen möchten. Es geht nicht um Verbraucherschutz (der Verbraucher muss deren Honorare durch seine Versicherungsbeiträge bezahlen und weiß als Auftraggeber oft nicht, was für Kosten er durch den Auftrag an den Sachverständigen verursacht).

Es geht diesen Leuten darum, die eigenen wirtschaftlichen Interessen zu propagieren.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich halte das für legitim. So wie ich in meinem Blog auch meine eigene Meinung zu diversen Themen kund tue.

Willi Wacker bin ich geradezu dankbar, dass er in einer Einleitung zu einem Urteil dann doch etwas zu meinem gestrigen Eintrag gesagt hat. Seine Entscheidung, sich mir gegenüber nicht outen zu wollen, lasse ich ihm natürlich. Ich finde sie feige. Wenn man seine Ansichten in der Öffentlichkeit sagt, sollte man auch dazu stehen. Aber es ist in unserer Gesellschaft erlaubt, ein Feigling zu sein.

So schlimm ist das, was er postet, ja nun auch wieder nicht. Es ist schlicht nur eine Vertretung seiner wirtschaftlicher Interessen. Und so berichtet er von einem Urteil eines Amtsgerichts, das sehr hohe Sachverständigenkosten, die außergerichtlich nicht in voller Höhe bezahlt worden waren, dann doch zugesprochen hat. Damit schließt sich der Kreis. Denn nur darum geht es: Die maximale Kohle herauszuholen und nicht darum, Verbraucher zu schützen.

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