Dienstag, 9. Juni 2015

Wiesbaden: Wohnungsmakler umgeht Bestellerprinzip

Seit 1. Juni 2015 gilt für Wohnungsmakler das so genannte Bestellerprinzip. Die Kosten des Maklers müssen bezahlt werden durch den, der ihn mit der Vermittlung einer Mietwohnung beauftragt.

Makler will Geld vom Mieter: Auszug aus einem Wohnungsangebot im Portal Immowelt.de
Ich habe jetzt in Immowelt eine Makler-Anzeige gesehen, die ich doch als sehr dreist empfinde. Warum sie dreist ist, sieht man aus dem Screenshot, den ich hier in diesem Blogbeitrag abbilde.

Die Wohnung scheint wirklich toll zu sein: Zentral gelegen und mit einer bombastisch großen Dachterrasse. Der Makler bietet sie an und schreibt dann, dass er sie doch nicht anbietet - außer der Mietinteressent erteilt ihm einen eigenen Suchauftrag. Weil - der Vermieter stimmt zwar einer Vermittlung zu, aber der böse Gesetzgeber verbietet die Vermittlung.

Ich halte das für eine Lüge: Was der Gesetzgeber verbietet ist, dass der Mieter zur Kasse gebeten wird wenn der Vermieter den Auftrag erteilt hat, dass ein neuer Mieter für die Wohnung gefunden werden soll. Und für mich wird klar deutlich, dass der Makler will, dass der Mieter bezahlt obwohl er den Vermittlungauftrag ja offensichtlich nicht vom Mieter hat. Für mich ist das eine Umgehung der gesetzlichen Vorschriften.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen