Mittwoch, 6. August 2014

Debeka und Handelsblatt: die Auseinandersetzungen gehen weiter

Ende letzten und Anfang diesen Jahres habe ich über das Tippgebersystem der Debeka berichtet. Für mich hatte es den Anschein, als liefere sich das Handelsblatt einen Schlagabtausch mit dem Versicherungskonzern. War das nur verbale Kraftmeierei?

Nunmehr berichtet der Nachrichtendienst Das Investment von einer Richtigstellung, die das Handelsblatt veröffentlicht habe. Hier heißt es:
In der Ausgabe vom 13. November 2013 haben wir berichtet, dass die Debeka ein geheimes System von Zuträgern und Zuwendungen unterhalte.
und:
Hierzu stellen wir klar, dass die Debeka öffentlich für die Nennung von Interessenten für Verträge wirbt.
 Gut. Das verstehe ich so, dass die vermeintliche Geheimtuerei der Debeka keine war. Allerdings berichtete das Handelsblatt am 16.07.2014 von massiven Hausdurchsuchungen bei der Debeka durch die Staatsanwaltschaft. Mehr als 100 Büros und Privaträume von Mitarbeitern sollen durchsucht worden sein. Es geht um den Verdacht der Bestechung. Das ist schon starker Tobak, meine ich.

Das Thema Datenschutz in Zusammenhang mit der Debeka habe ich hier im Blog auch schon ansprechen müssen. Im Mai berichtete das Handelsblatt, dass die BaFIN Mängel beim Datenschutz festgestellt habe.

Die Versicherungswirtschaft hat sich einem Code of Conduct unterworfen. Eine Selbstverpflichtung, die über das Bundesdatenschutzgesetz hinausgeht. Die Beitrittsliste ist vom GDV im Internet veröffentlicht worden. Danach ist die Debeka-Gruppe dem Code of Conduct zum 01.05.2013 der Selbstverpflichtung beigetreten. Ich nehme daher an, dass die von der BaFIN beanstandeten Sachverhalte zeitlich davor lagen.

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