Mittwoch, 12. März 2014

Bewertungsreserven, mehr Informationen zu den Plänen des Gesetzgebers

Heute habe ich weitere Informationen zum aktuellen Vorhaben des Gesetzgebers gelesen.

Die Versicherungsbranche hat sich mit ihrer Initiative keinen großen Gefallen getan. Die Welt nennt das einen Schlag ins Gesicht der Versicherten. Die FAZ fragt, wer die Versicherten rettet.

In der Papierausgabe der FAZ von heute habe ich allerdings zwei Aspekte des Gesetzgebungsvorhabens gelesen, die man auch sehen muss:
  • Lebensversicherer können von den neuen Möglichkeiten zu den Bewertungsreserven Gebrauch machen, müssen dies aber nicht. Wenn sie den Garantiezins so gewährleisten können, bleibt alles beim Alten.
  • Machen Lebensversicherer aber von den neuen Möglichkeiten Gebrauch, bluten sie auch:
    • Es dürfen keine Dividenden mehr an die Aktioäre ausgeschüttet werden.
    • Die Provisionen für den Vertrieb werden deutlich begrenzt.
Mein Fazit: Gehen Versicherer an die Bewertungsreserven, ist dies ein Eingeständnis, dass sie einst gegebene Versprechen nicht halten können. Ein Armutszeugnis für jede Gesellschaft, die es sich ausstellen muss.

Gleichzeitig wird der Vertrieb geringer verprovisioniert. Insbesondere Makler, die persönlich bei ihren Kunden in der Haftung stehen, werden nicht nur die niedrigeren Provisionen, sondern vor allem das entsprechende Alarmsignal für die Gesellschaft zum Anlass nehmen, die Kunden an andere Lebensversicherungen zu vermitteln. Für die Lebensversicherungen eröffnet sich damit ein dann nur noch schwer zu durchbrechender Teufelskreis.

Für betroffene Kunden, die nun niedrigere Auszahlungen erhalten als sie bis vor kurzem noch erwarten durften, bleibt die Angelegenheit trotzdem doof. Es lohnt sich, die Entwicklung im Auge zu behalten.

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