Dienstag, 11. März 2014

Autonomes Fahren - der Bruder wird immer größer, den Politik und Autohersteller da für uns basteln

Auf Spiegel Online habe ich heute einen sehr, sehr interessanten Bericht zum autonomen Fahren gesehen. Danach macht Volvo Tests mit einer neuen Technologie, die wesentlich zuverlässiger ist als z.B. eine auf GPS basierende Technik. Es werden in die Straße Magnete eingelassen, die vom Auto erkannt werden. Dieses kann mit einer Präzision bis auf 10 cm seine Position bestimmen und autonom fahren.

Die andere Technik, mit der so etwas möglich werden könnte, stützt sich auf GPS und wird als Telematik bezeichnet. Unter datenschutzpolitischen Gesichtspunkten halte ich sie für höchst problematisch. Aber unsere Politiker haben in Europa und den nationalen Staaten die entsprechenden Gesetze bereits gemacht, so dass die Fakten geschaffen sind.

Wenn die Bürger bemerken, dass ihnen der totale Überwachungsstaat verordnet wurde (das funktioniert genauso gut wie die Positionsbestimmung mit dem Handy), wird es zu spät sein. Die neue von Volvo getestete Technologie birgt diese Gefahr nicht.

Aber, und das muss man sehen: verbindet man die Informationen, die sich aus beiden Techniken gewinnen lassen, ist eine Echtzeitüberwachung jedes (ab 2015 neu zugelassenen) Autos in Europa bis auf eine Präzision von 10 cm möglich.

Ich kann mir vorstellen, dass sich ein Markt von spezialisierten Werkstätten etablieren wird, die Telematik-Systeme aus den Autos ausbauen. Selbst entwickele ich immer mehr Sympathie für derartige subversive Maßnahmen. Ganz ehrlich: was uns da an Möglichkeiten für den Überwachungsstaat droht, gefällt mir überhaupt nicht!

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