Mittwoch, 19. Februar 2014

Universität Göttingen: Hochschullehrer darf bei Erstellung eines Privatgutachtens Briefkopf der Universität und Institutsadresse nicht verwenden

Bibliothek der Georgia Augusta
Ich selbst habe in Göttingen studiert, bin der Stadt sehr verbunden und werde das auch mein Leben lang bleiben. Daher hat mich eine Meldung der HNA zur Nebentätigkeit von Hochschullehrern aufhorchen lassen.

Ein Hochschullehrer hatte ein (bezahltes) Privatgutachten erstellt. Dabei hatte er den Briefkopf der Uni Göttingen verwendet. Auch hatte er das Gutachten unter der Adresse des Instituts geschrieben, an dem er tätig war.

Das Verwaltungsgericht Göttingen (Aktenzeichen 4 A 217/12) hat entschieden, dass die Verwendung von Universitätsbriefkopf und Institutsanschrift bei einem Privatgutachten nicht zulässig sei. Der Kläger wollte auch erreichen, dass die Uni Göttingen das Gutachten einzieht. Dazu sah das Gericht die Georgia Augusta aber nicht verpflichtet. Es stehe im Ermessen der Hochschule, welche Schritte sie bei einer unzulässigen Verwendung wie hier geschehen ergreift. Dienstrechtliche Maßnahmen, die der Kläger gefordert hatte, kann er von der Universität nicht verlangen.

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