Sonntag, 5. Januar 2014

Pofalla Update

Am Freitag und Samstag war der Wechsel des Politikers Ronald Pofalla in den Vorstand der Deutschen Bahn schon Thema hier im Blog. Mich interessiert es vor allem, weil es sich bei der Bahn um den größten Logistikkonzern in Deutschland handelt. Und weil ich der Meinung bin, dass Raffketum der politischen Eliten der Akezptanz unserer Demokratie schaden.

Der Spiegel berichtet, dass sich im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn Widerstand formiert. Man wolle dort die Zahl der Vorstände absenken, nicht aufblähen.

Chef des Aufsichtsrates ist Utz Hellmuth Felcht. Nach einem Bericht der Welt war es so, dass Ronald Pofalla maßgeblich mit der Berufung von Herrn Felcht an die Spitze des Kontrollgremiums befasst war. Die Welt schreibt:
Pofalla habe bei der Auswahl des heutigen Bahn-Aufsichtsratschefs Utz-Hellmuth Felcht eine entscheidende Rolle gespielt, ...
Wenn dem so ist, bekommt die Berufung Pofallas doch ein ziemliches Geschmäckle.

Um es klar zu sagen: ich habe kein Problem damit, wenn Spitzenpolitiker aus der Politik ausscheiden und in der Wirtschaft ihr Auskommen suchen. Ernst Albrecht oder Roland Koch sind Beispiele dafür, wie so etwas honorig und sauber laufen kann. 

Ich habe aber ein Problem mit solchen Geschichten wie in der Angelegenheit Pofalla. Denn  hier entsteht doch der Eindruck, dass es darum  geht, einem Spitzenmann der aus politischen Gründen nicht mit einem hohen Amt versorgt werden konnte, ein finanziell lukratives Trostpflaster zu verpassen. Und das mit einer Vergütung, die weit über dem liegt, was er als Minister und Abgeordneter bekommen hat. Ich finde, sowas geht nicht.

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