Freitag, 13. Dezember 2013

Werkstattbindung in der Wohngebäudeversicherung?

In der letzten Woche habe ich berichtet, dass die Allianz verstärkt Tarife mit einer Werkstattbindung in der Kaskoversicherung anbieten möchte.

Nun berichtet das Versicherungsmagazin, dass sich Wohngebäudeversicherer eine ähnliche Tarifgestaltung überlegen. Bei Wohngebäuden wird die direkte Empfehlung von Werkstätten oder Dienstleistern auch stärker als Hilfe empfunden, als dies bei Kfz der Fall ist, so Marktexperten.

Nach meiner Meinung zwingt das Ansteigen von Elementarschäden (vor allem durch Überschwemmung, Sturm und Hagel) die Wohngebäudeversicherer, sich Möglichkeiten zu überlegen, wie die Versicherungsprämien für die Kunden künftig bezahlbar bleiben. Es ist generell zu beobachten, dass Werk- und Dienstleistungen dort tendenziell teurer werden, wo ein Versicherer wirtschaftlich aufkommt. Das lässt sich nicht mehr über erhöhte Prämien an die Kunden weitergeben. Und Schadensjahre wie 2013 sind nach Prognosen der Klimaforscher wohl künftig öfters zu erwarten als das in der Vergangenheit der Fall gewesen ist.

Werkstattbindung bedeutet, dass ein Versicherer ein Netz qualifizierter Werkunternehmer und Dienstleister haben muss, auf das er für seine Kunden zurück greifen kann. Ich finde es legitim, da auch vorher über die Preise zu sprechen.

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