Samstag, 7. Dezember 2013

Kfz-Versicherer und die Werkstattsteuerung

Das Versicherungsmagazin meldet, dass Autoversicherer die Werkstattsteuerung stärken. Aufhänger ist, dass die Allianz ein eigenes Werkstattnetz aufbauen will und sich damit wohl faktisch vom bisher praktizierten "Fairplay-Konzept" abwendet. Das ist ohnehin umstritten, übrignes nicht nur bei Anwälten oder Sachverständigen. Ätzende Kommentare zu dieser Neuausrichtung bei der Allianz sind im Netz aber auch schon zu finden.

Die Tarife mit Werkstattbindung werden als Maßnahme gegen die Kosten-Explosion bei der Schadensregulierung angesehen. Die Allianz betont denn auch, dass man bei der Werkstattsteuerung künftig deutlich aktiver sein wolle als bisher.

Ein Versuch des Schadenmanagements sind Werkstattbindungstarife auf jeden Fall. Die günstigeren Reparaturkosten werden an die Kunden in Gestalt niedrigerer Beiträge weitergegeben, so dass diese auf jeden Fall auch etwas davon haben. Allerdings sind in der Praxis auch Umgehungsstrategien freier oder markengebundener Werkstätten zu beobachten. Sofern mit verdeckten Rabatten gearbeitet wird ('den Abzug von der Entschädigung wg. Verstoß gegen die Werkstattbindung musst Du nicht bezahlen') wird die Sache auch schnell heikel.

Ob sich die Werkstattbindungstarife wirklich rechnen, kann ich nicht beurteilen. Ich sehe im Glas-Bereich aber so viel Mißbrauch, dass ich persönlich der Meinung bin, dass man sie hinterfragen darf.

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