Freitag, 22. November 2013

Private Krankenversicherung: geht es noch ein bischen billiger?

Ich habe heute beim abendlichen surfen einen Artikel bei Finanz-Artikel.eu gefunden. Auf den möchte ich hinweisen. Er ist meiner Meinung nach ein gelungenes Beispiel dafür, wie man nicht über das Thema Private Krankenversicherung (PKV) informieren sollte.

Gut finde ich, dass der Leser darauf hingewiesen wird, dass er sich informieren möge.

Aber ansonsten ist der Beitrag verdammt oberflächlich. Es wird nur auf den (derzeitigen) Preis als Kriterium hingewiesen, ohne darauf einzugehn welche Aspekte für den Preis der PKV relevant sind. Auch steht die Möglichkeit, die PKV zu wechseln wie z.B. die Kfz-Versicherung zwar auf dem Papier. Man kann heute die Altersrückstellungen mitnehmen. Aber wirklich rechnet sich das meist nur für den Vermittler der neuen Versicherung, der eine recht hohe Provision einstreichen kann.

Was - und das finde ich schade - bei dem Artikel überhaupt nicht besprochen wird, ist die sehr kleine Solidargemeinschaft in den PKV-Tarifen. Wer in die PKV wechselt, entzieht sich der Solidarität mit deutlich älteren und krankeren Menschen. Dadurch ist seine Prämie sehr günstig. Wird er selbst (mit seiner inzwischen geschlossenen Tarifgemeinschaft) älter und kränker, gehen die jungen und gesunden Versicherten in einen neuen Tarif und entziehen sich so ihrerseits der Solidarität. Daher wird der PKV-Tarif in späteren Jahren verhältnismäßig teuer. Manche Geringverdiener können die Beiträge kaum mehr aufbringen. So sprechen manche dann auch von einer Armutsfalle, die die PKV sei.

Ich hätte erwartet, dass auf diesen Aspekt hingewiesen wird. Eine seriöse Beratung muss auf diesen Aspekt hinweisen. So meine persönliche Meinung. Und bei dem Artikel von Finanz-Artikel.eu hätte ich das auch gut gefunden. Denn der (teure) Preis ist ja sein inhaltlicher Aufhänger.

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