Donnerstag, 21. November 2013

JP Morgan: 13 Milliarden Dollar als Konsequenz für eine Bank, die büßen muss

Ich habe einige sehr kritische Rückmeldungen bekommen zu meinem Beitrag über die Todesstrafe, die in Vietnam gegen korrupte Banker verhängt wurde.

Zugegeben: das ist ein sehr drastisches Beispiel, wie eine Gesellschaft mit so etwas umgehen kann. Mehr soll der Beitrag nicht sein.

In der Welt habe ich jetzt einen Beitrag über die Buße gelesen, die JP Morgan tun muss. Das Unternehmen soll nach dem eine Strafe von 13 Milliarden US-Dollar zahlen. Konkret geht es um problematische Hypothekenkredite, die in ein innovatives Finanzprodukt verwandelt und weiterverkauft wurden. Als Kredite notleidend wurden, waren diese nicht mehr werthaltig. Auswirkung war, dass viele Anleger, aber auch Hauseigentümer, in finanzielle Bedrängnis gerieten.

Die Zahlung wird zwischen Hausbesitzern und Behörden aufgeteilt. Vier Milliarden Dollar gehen an in Not geratene Hausbesitzer, denen geholfen werden soll ihre Immobilie zu halten. Sieben Milliarden Dollar werden an geschädigte Investoren gezahlt. Die übrigen zwei Milliarden gehen an den Staat.

Und: die Justizbehörden machen klar, dass die Sache damit nicht erledigt ist.

Dass das Unternehmen JP Morgan damit eine Konsequenz zu tragen hat, nach der es finanziell aber weiter bestehen kann, finde ich gut und richtig. Ich finde es aber wichtig zu sehen, dass die dortigen Entscheidungen von Managern getroffen wurden. Und soweit die ihr eigenes Unternehmen geschädigt und großen darüber hinaus gehenden Schaden angerichtet habe, fände ich es auch richtig, wenn die persönlich zur Rechenschaft gezogen werden.

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