Dienstag, 22. Oktober 2013

Autoglas: Vorsicht bei "für Sie kostenlos"

Eine Windschutzscheibe kann getauscht werden.
Qualifizierte Autoglaser machen das einwandfrei.
Im Forum von Motor-Talk bin ich auf eine sehr interessante Diskussion aus Oktober 2011 gestoßen.

Ein Autobesitzer hatte einen Glasbruchschaden. Auf einem Parkplatz traf er auf Autoglaser, die ihm den Austausch anboten. Endgültig geködert haben sie den Mann damit, dass er die Selbstbeteiligung nicht zahlen sollte.

Dann kamen die Monteure und setzten eine neue Scheibe ein, und waren weg. Der Autobesitzer war aber mit der Qualität der ganzen Sache nicht sehr zufrieden. Blöd nur, dass die mobilen Autoglaser für ihn nicht mehr greifbar waren.

Er nennt eine konkrete Firma. Die ist mir bekannt, es gibt sie inzwischen auch nicht mehr. Sie ist aufgelöst worden, nachdem ihr gerichtlich verboten wurde, Kunden die Selbstbeteiligung zu erlassen ohne dass dies vom Versicherer vorher ausdrücklich genehmigt wurde. Im August habe ich von einem großen Betrugsfall im Raum Köln / Bonn berichtet. Dazu gehört u.a. die Firma, deren Opfer hier nicht nur die Versicherung, sondern auch der Autobesitzer aus dem Forum von Motor-Talk wurde.

Ganz klar: gehen Werkstätten hin und versprechen Kunden, sie müssten die Selbstbeteiligung nicht bezahlen, kann dies Betrug sein. Das schlimme an solchen Geschäftspraxis zur Akquise von Werkstattaufträgen ist, dass die arglosen Kunden von den Werkstätten in kriminelle Sachverhalte verstrickt werden. Daran denkt nur niemand, wenn mit der Botschaft "Du kannst sparen" die Geiz-ist-geil-Mentalität bedient wird.

Meine Bitte an alle: seid vorsichtig, wenn eine Werkstatt Euch etwas erlassen will, und im Hintergrund noch die Abrechnung mit einer Versicherung steht. Die müsste das nämlich wissen. Und bekommt es nur in den allerwenigsten Fällen gesagt.

Und Ihr zahlt es über Eure Beiträge mit. Keiner soll glauben, dass die Inhaber von Werkstätten nur noch Billig-Kartoffeln essen, damit die Kunden sich die Selbstbeteiligung sparen können. Durch eine geschickte Rechnungsgestaltung machen auch die ihr Geschäft. Bezahlen müssen solche Praktiken letzten Endes alle Kunden über zu hohe Versicherungsbeiträge.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen