Sonntag, 15. September 2013

Hochwasser: wer bezahlt den Schaden am Auto?

Die Hagelsaison ist wohl vorbei. Aber im Sommer gab es auch viele Überschwemmungen. Daher möchte ich in diesem Zusammenhang noch einmal darauf zurück kommen, dass die Teilkasko echte Überschwemmungsschäden bezahlt.

Hierzu habe ich einen guten Artikel der Zeit aus 2010 gefunden.

  • Hochwasser gilt als Überschwemmung.
  • Damit ist grundsätzlich die Teilkasko zuständig.
  • Vorteil: es gibt keine Höherstufung beim Schadensfreiheitsrabatt wie bei der Vollkasko.
  • Wer keine Kasko für sein Auto abgeschlossen hat, muss den Schaden selbst bezahlen.
  • Hinweis: wer erkennen kann, dass sein Auto auf einem überschwemmungsgefährdeten Abstellplatz steht, sollte es unverzüglich wegfahren und hochwassersicher parken.
  • Passiert das nicht, sind zwei Szenarien denkbar:
  • Grobe Fahrlässigkeit: ganz sicher wird man das als grob fahrlässig einstufen können. Die Versicherung ist dann berechtigt, ihre Leistung zu kürzen. Wer keinen Billig-Tarif hat, sondern (wie die meisten Autobesitzer) ein Premium-Produkt, hat da allerdings Sicherheit. Die Versicherungen verzichten auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit, hier ist keine Leistungskürzung zu befürchten.
  • Vorsatz: hier muss die Versicherung überhaupt nicht bezahlen. Dabei reicht bedingter Vorsatz, also wenn der Autobesitzer die Überschwemmungsgefahr erkannt hat und sich sagte "und wenn schon". Wer in unmittelbarer Nähe eines Gewässers wohnt und sein Auto nicht wegbringt, riskiert hier seinen Versicherungsschutz. Ich finde das auch richtig - die Versicherungen sind nicht dafür da, wenn sich einer durch einen Hochwasserschaden absichtlich ein neues Auto finanzieren lassen will.

Achtung: wenn ihr Euer Auto in Überschwemmungsgebieten fahrt und eine große Wasserstelle kommt, nicht blind durchfahren. Es kann passieren, dass der Motor Wasser zieht und einen Wasserschlag bekommt. Dieser Schaden wird nicht aus der Teilkasko bezahlt.

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