Montag, 19. August 2013

Wiesbaden: Kandidat der SPD als Person wählbar

Ich habe mich vor kurzem mit der Kandidatin der CDU zur Bundestagswahl in Wiesbaden beschäftigt. Von der Dame halte ich nicht viel, das ist wohl rübergekommen. Nun dachte ich bei mir, beschäftige ich mich doch mal mit ihrem Gegenkandidaten von der SPD, Simon Rottloff.


Seine Plakate hängen wie die von Frau Dr. Schröder überall in Wiesbaden aus. Seine Biographie finde ich auch lesenswert. Der Mann hat die mittlere Reife gemacht, und sich danach in verschiedenen Jobs sein Brot verdient. Ehe er eine Lehrstelle fand, dauerte es etwas. Aber er hat nicht rumgesessen und abgewartet, sondern gearbeitet. Den Grundwehrdienst bei der Bundeswehr hat er auch abgeleistet. Dann hat er eine Ausbildung zum Bürokaufmann gemacht und sich im Anschluß - wenn ich seine Biographie richtig lese - im Job bewährt. Sein politisches Engagement kam hinzu. Da ist viel Prosa in dem was er über sich schreibt, mit der die linke Klientel wahrscheinlich mehr anfangen kann als ich.

Sein großer Malus heißt aus meiner Sicht SPD. Eine Partei, die quasi eine Staatswirtschaft einführen will und deren junge Anhänger in undemokratischer Weise die Veranstaltungen der politischen Gegner stören, werde ich ganz sicher nicht mit meiner Stimme an der Wahlurne unterstützen. Aber ich denke, man tut der SPD Unrecht sie auf so etwas zu reduzieren (in meinem Blog mit ihrem Programm beschäftigen werde ich mich noch, versprochen).

Persönlich kenne ich Simon Rottloff bislang nicht. Vielleicht (nach der Wahl?) ändert sich das ja mal. Jenseits des politischen denke ich, dass der Mann zumindest interessant ist. Er weiß, wie es im richtigen Leben zugeht, und zwar nicht aus Büchern sondern aus eigener Erfahrung.