Montag, 26. August 2013

Hinweis: Aufsatz von Dr. Nugel zur Missachtung der Durchfahrthöhe

Am 22.08.2013 habe ich einen Blogbeitrag gemacht zum Thema Lkw unter der Brücke festgefahren - wer zahlt den Schaden?

Heute habe ich in Heft 8/2013 der Zeitschrift Deutsches Auto Recht (DAR) einen Aufsatz von Rechtsanwalt Dr. Michael Nugel (Essen) genau zu dem Thema gefunden. Er findet sich ab Seite 484.

Die Missachtung der Durchfahrtshöhe gilt als eine grob fahrlässige Verursachung des Schadens. Für die Haftpflichtversicherung ist das unerheblich, der Schaden an der Brücke wird also bezahlt ohne dass der Fahrer Nachteile für sich befürchten muss.

Bei der Kaskoversicherung für den - meist - Lkw kann die Sache aber anders aussehen. § 81 Abs. 2 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) sieht vor, dass in Fällen grober Fahrlässigkeit die Entschädigung des Kaskoversicherers nach Maßgabe des jeweiligen Verschuldens des Versicherungsnehmers gekürzt werden kann.

Ist der Lkw jedoch beim Marktführer im schweren Geschäft versichert, hat der Fahrer Glück. Dieser verzichtet - andere Versicherer tun das auch, hier sollte man nachfragen - auf den Einwand grober Fahrlässigkeit. Es kommt dort wegen so etwas zu keiner Kürzung der Entschädigung.

Eine Sache lässt sich für den Fahrer aber nicht versichern: seine Kollegen werden ihn auslachen, wenn er so einen Unfall gebaut hat. Da muss er dann halt durch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen