Donnerstag, 29. August 2013

Das Auto muss zum Anfassen sein

Vor einigen Tagen habe ich Euch auf die ewige Thematik "Handy am Steuer" hingewiesen. Dabei geht es darum, daß es Leute gibt, die meinen, ein Smartphone solle während der Fahrt durch den Fahrer genutzt werden dürfen, wenn es nicht zum telefonieren sei.

Durchsetzen konnten sie sich nicht. Letzten Endes wäre es auch ohne technische Durchsuchung (Telefonprotokoll angucken) schwierig für die Polizei, in diesem Zusammenhang etwas zu beweisen.

Ein anderer Aspekt ist, daß der Touchscreen eines Smartphones nichts "zum Anfassen" ist. In Spiegel Online ist am 24.04.2013 ein sehr interessantes Interview mit Martin Grunwald über Haptik im Auto erschienen. Der Mann beschäftigt sich beruflich damit, dass ein Auto eben auch etwas (schönes) zum Anfassen sein muss. Eine seiner Aussage ist auch für die Debatte um Smartphone-Nutzung am Steuer wichtig: "Der größte Makel an Touchscreens ist aber, dass man diese Systeme nur durch visuelle Kontrolle bedienen kann. Als Fahrer müssen sie jedes Mal auf den Bildschirm blicken, wenn sie etwas einstellen möchten, weil die haptischen Fixpunkte fehlen."

Auch wenn ein Smartphone als Fernbedienung oder für was anderes nicht-telefonisches genutzt wird - es lenkt zu sehr ab. Eine Nutzung, die damit zu tun hat ein Phone (sei es nun smart oder klassisch) in der Hand zu halten, wird m.E. berechtigterweise untersagt.

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