Donnerstag, 15. August 2013

Das Auto als Mordwaffe

Am Sonntag ereignete sich in Wiesbaden ein furchtbares Verbrechen. Ein junger Mann überfuhr seine Ex-Freundin und tötete sie. Der Wiesbadener Kurier berichtete ganz aktuell. Die Allgemeine Zeitung berichtet, dass die Staatsanwaltschaft inzwischen klar von Mord ausgeht.

Die Sache ereignete sich im Tränkweg, einem extrem übersichtlichen Weg oben in Nähe vom Opelbad.

Tränkweg in Wiesbaden

Mir geht es nicht darum, mich über echte oder vermeintliche Motive des Täters auszulassen oder eine wie auch immer geartete politische Bewertung vorzunehmen. Das ist nicht Thema dieses Blogs. Interessenten können sich an anderer Stelle im Internet austoben.

Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Auto als Waffe eingesetzt wird. Betroffene fragen sich hinterher, wer den Schaden ersetzt der dabei verursacht wurde.

Vorab dies: ich gehe davon aus, dass für das Auto eine Haftpflichtversicherung besteht. Die wird vermutlich nicht bezahlen. Aus § 103 des Versicherungsvertragsgestzes (VVG) ergibt sich, dass die Versicherung von der Leistung frei ist, "wenn der Versicherungsnehmer vorsätzlich und widerrechtlich den ... Schaden herbeigeführt hat."

Das ist hier wohl der Fall.

Aber dennoch bietet die Versicherungswirtschaft Opfern von vorsätzlichen Taten mit dem Auto eine Unterstützung. Mit dem Verein Verkehrsopferhilfe e.V. steht ein Unterstützungfonds zur Verfügung, der den Schaden ersetzt. Die Unfallmeldung kann ganz unkompliziert über das Internet gemacht werden.

Mich macht das Schicksal der jungen Dame, die Opfer dieser Tat wurde, sehr traurig. Meine Gedanken sind bei jenen, die sie lieb gehabt haben und die sie jetzt vermissen.

Gedächtnisstelle dort im Tränkweg, wo der Mord passiert ist.

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